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Schulterdrücken richtig ausführen: einfach erklärt mit Video

Beim Schulterdrücken schiebst du ein Gewicht von der Schulterhöhe nach oben über den Kopf. Hier siehst du alle Varianten im Video.

  • 14 Min. Lesezeit
  • 10 Videos
Schulterdrücken mit Kurzhanteln

Welche Muskeln arbeiten?

Schulterdrücken ist eine Grundübung. Das heisst: Mehrere Gelenke und viele Muskeln arbeiten gleichzeitig. Die wichtigsten Beteiligten:

  • Der Deltamuskel (Schultermuskel) bildet die runde Kontur der Schulter. Beim Drücken arbeitet vor allem sein vorderer und seitlicher Teil. Mehr dazu im Beitrag Schulter Training.
  • Der Trizeps streckt den Ellbogen und bringt das Gewicht in die obere Position.
  • Der obere Teil des Trapezmuskels und weitere Muskeln am Schulterblatt bewegen und stabilisieren das Schulterblatt, wenn der Arm nach oben geht.
  • Der Rumpf hält den Körper stabil. Im Stehen arbeiten Bauch, Rücken und Gesäss mit, damit du nicht ins Hohlkreuz kippst.

Wie die Muskeln liegen und zusammenarbeiten, siehst du im Muskel-Explorer. Eine Übersicht der Schulterübungen findest du auch unter Fitnessübungen für die Schultern.

Schritt für Schritt

  1. Gewicht wählen. Starte mit einem Gewicht, das du kontrolliert über Kopf drücken kannst. Über Kopf ist eine Position, in der Fehler schnell zu Beschwerden führen.
  2. Sicher hinsetzen oder hinstellen. Im Sitzen stützt die Rückenlehne den Rücken. Im Stehen stehen die Füsse etwa hüftbreit, die Knie sind leicht gebeugt, Gesäss und Bauch sind angespannt.
  3. Startposition einnehmen. Das Gewicht liegt auf Schulterhöhe. Die Unterarme stehen möglichst senkrecht, die Ellbogen zeigen leicht nach vorne und nicht weit zur Seite.
  4. Rücken stabil halten. Spanne den Bauch an. Der untere Rücken bleibt in seiner natürlichen Haltung und wird nicht zum Hohlkreuz.
  5. Nach oben drücken. Schiebe das Gewicht senkrecht nach oben, bis die Arme fast gestreckt sind. Atme beim Drücken aus.
  6. Oben kontrollieren. Die Schultern bleiben tief und werden nicht zu den Ohren gezogen. Der Kopf bleibt in neutraler Position.
  7. Langsam absenken. Führe das Gewicht kontrolliert zurück zur Schulterhöhe. Atme dabei ein.
  8. Satz sauber beenden. Hör auf, wenn die Haltung schlechter wird, nicht erst, wenn nichts mehr geht.

Die Varianten im Video

Hier findest du jedes Video der Serie mit einer kurzen Erklärung. Die Videos laufen ohne Ton in einer Schleife und starten, sobald du sie siehst. Sie zeigen die Übung im Sitzen und im Stehen, mit freien Gewichten, an Maschinen und mit dem Terraband.

Schulterdrücken mit Kurzhanteln

Die Grundform für viele Einsteiger. Das Video zeigt die Übung sitzend. Mit zwei Kurzhanteln kann jeder Arm seinen eigenen Weg gehen. Die Rückenlehne stützt dich, du kannst dich auf die Bewegung der Arme konzentrieren.

Das Video dazu siehst du oben, direkt unter «Kurz erklärt».

Wie Schultergelenk und Muskeln zusammenarbeiten, steht in der Personal Trainer Ausbildung im Modul 1 «Anatomie & Physiologie», damit du Übungen sicher erklären kannst.

Schulterdrücken mit Kurzhanteln nach innen gedreht

Auch hier sitzt du, doch die Hanteln sind gedreht. Die Handgelenke stehen anders als in der Grundform. Manche Menschen empfinden diese Position als angenehmer für die Schultergelenke. Probiere sie vorsichtig aus und achte darauf, wie sie sich anfühlt.

Schulterdrücken mit Kurzhanteln nach innen gedreht

Arnold Press

Eine Variante mit einer Drehbewegung. Du startest mit den Handflächen zu dir und drehst die Hanteln beim Drücken nach vorne. Dadurch ist der Bewegungsweg länger. Die Übung ist technisch anspruchsvoller als das einfache Schulterdrücken. Mehr zur Technik findest du auf der Seite Arnold Press.

Arnold Press

Wie du Varianten wie die Arnold Press gezielt in einen Plan einbaust, lernst du in der Personal Trainer Ausbildung im Modul 8 «Trainingsplanerstellung» (Trainingsgestaltung und Periodisierung).

Schulterdrücken mit einer Langhantel

Mit der Langhantel drückst du beide Arme an einer gemeinsamen Stange. Das Video zeigt die Übung im Stehen aus zwei Ansichten. Im Stehen muss der Rumpf besonders stabil sein, die Übung fordert deshalb auch Bauch, Rücken und Gesäss. Für Einsteiger ist sie anspruchsvoller als die Übung mit Kurzhanteln.

Schulterdrücken mit einer Langhantel (Ansicht 1)
Schulterdrücken mit einer Langhantel (Ansicht 2)

Schulterdrücken an der Multipresse

Die Multipresse führt die Stange auf einer festen Bahn. Du sitzt auf einer Bank. Du musst dich nicht um die Balance der Stange kümmern, sondern kannst dich auf die Ausführung konzentrieren. Die Führung ersetzt aber nicht die Rumpfspannung.

Schulterdrücken an der Multipresse

Schulterdrücken an der Kraftstation

Die Kraftstation führt die Griffe auf einer festgelegten Bahn. Das macht die Bewegung leicht lernbar. Stelle den Sitz so ein, dass die Griffe auf Schulterhöhe starten.

Schulterdrücken an der Kraftstation

Schulterdrücken am Seilzug sitzend

Der Seilzug liefert einen gleichmässigen Widerstand während der ganzen Bewegung. Du sitzt stabil. Die Übung ist gut geeignet, um das Drücken ohne freie Gewichte zu lernen.

Schulterdrücken am Seilzug sitzend

Schulterdrücken am Kabelzug

Im Stehen am Kabelzug zieht das Seil stetig. Dadurch arbeitet der Rumpf mit, weil er den Körper gegen den Zug stabilisiert. Du kannst die Griffe frei führen. Das verlangt mehr Körperkontrolle.

Schulterdrücken am Kabelzug

Schulterdrücken mit dem Terraband

Eine einfache Variante für zu Hause oder unterwegs. Das Video zeigt sie einarmig im Stehen. Das Band wird beim Strecken schwerer. So bleibt die Belastung oben höher als unten. Achte darauf, dass das Band sicher befestigt ist.

Schulterdrücken mit dem Terraband

Wie viel Eiweiss, Kohlenhydrate und Energie der Körper für Muskelaufbau braucht, und was Supplements dabei leisten können, erklärt die Personal Trainer Ausbildung in den Modulen 9 «Energiebereitstellung» und 10 «Nahrungsergänzungsmittel».

Häufige Fehler und wie du sie vermeidest

  • Hohlkreuz. Wer sich beim Drücken nach hinten lehnt, belastet den unteren Rücken. Spanne Bauch und Gesäss an und beginne mit einem leichteren Gewicht.
  • Schultern zu den Ohren. Zieht sich der Schultergürtel nach oben, verspannt der Nacken. Halte die Schultern bewusst tief.
  • Ellbogen weit nach aussen. Stehen die Ellbogen auf einer Linie mit den Schultern, wird die Position für viele Schultergelenke unangenehm. Lass sie leicht nach vorne zeigen.
  • Schwung aus den Beinen. Ein Stossen mit den Beinen hilft dem Gewicht nach oben, trainiert aber die Schulter nicht. Bleibe ruhig im Körper.
  • Zu schweres Gewicht. Über Kopf wird eine falsche Haltung schnell gefährlich. Wähle ein Gewicht, das du sauber bewegst.
  • Das Gewicht nach vorne drücken. Das Gewicht soll senkrecht nach oben, nicht in einem Bogen vor das Gesicht. Der Weg ist eine Linie.
  • Atmung vergessen. Wer die Luft anhält, steigert den Druck im Körper. Atme beim Drücken aus und beim Senken ein.

Für wen eignet sich Schulterdrücken?

Schulterdrücken ist eine der klassischen Grundübungen für den Oberkörper. Du drückst ein Gewicht von der Schulter über den Kopf, und dabei arbeiten Schulter, Trizeps, oberer Rücken und Rumpf zusammen. Davon profitieren vor allem diese Gruppen:

  • Menschen mit sitzender Arbeit. Wer den Tag am Bildschirm verbringt, hebt die Arme selten über den Kopf. Schulterdrücken hält den Bewegungsumfang der Schulter im Training aktiv, vorausgesetzt, die Schulter ist beschwerdefrei.
  • Einsteiger an Maschinen. An der Kraftstation oder am Seilzug ist die Bahn vorgegeben. Das macht die Übung leichter erlernbar als freie Hanteln.
  • Fortgeschrittene mit Freihanteln. Kurzhanteln, Langhantel und Arnold Press fordern Stabilisation und Koordination stärker. Mehr zu den Muskeln der Schulter im Beitrag Schulter Training.
  • Menschen, die zu Hause trainieren. Mit Kurzhanteln oder einem Terraband geht Schulterdrücken ohne grosse Ausstattung.
  • Sportler mit Überkopfbewegungen. Tennisaufschlag, Volleyball, Handball, Schwimmen oder Klettern verlangen Kraft und Stabilität der Schulter über Kopf.

Wichtig: Nicht jede Schulter verträgt jede Variante. Wenn du Beschwerden hast oder dir Überkopfbewegungen unangenehm sind, lass die Übung zuerst von einer Fachperson prüfen. Mehr Übungen, die die Schulter in anderen Richtungen kräftigen, zeigt der Beitrag Fitnessübungen für die Schultern.

Wo und wie du Schulterdrücken einsetzt: Studio und Homeworkout

Im Fitnessstudio

Die Videos zeigen die ganze Bandbreite: Kurzhanteln, Langhantel, Multipresse, Kraftstation, Seilzug und Kabelzug. Einsteiger beginnen oft an der Maschine oder mit leichten Kurzhanteln im Sitzen mit Rückenstütze. Fortgeschrittene wechseln zur Langhantel oder zur Arnold Press, weil sich die Hände dabei freier bewegen. Die Entscheidung hängt von Ziel, Erfahrung und Beweglichkeit ab.

Zu Hause mit einfachen Mitteln

  • Kurzhanteln: Im Stehen oder Sitzen auf einem stabilen Stuhl mit Rückenlehne. Wähle das Gewicht so, dass du die Wiederholungen sauber über dem Kopf kontrollierst.
  • Terraband: Du stellst dich auf das Band und drückst die Griffe über den Kopf. Der Widerstand wächst während der Bewegung. Das Video zeigt die Ausführung.
  • Körpergewicht: Der Pike-Liegestütz, bei dem die Hüfte hoch steht und du dich Richtung Boden drückst, trainiert die Schulter ohne Gerät. Er ist aber anspruchsvoll und sollte erst nach einer Anleitung ausgeführt werden.

Überkopf-Übungen zu Hause erfordern einen sicheren Stand, genug Platz und keine Hindernisse. Ein Plan für das Heimtraining hilft, die Übungen sinnvoll zu kombinieren, mehr dazu im Beitrag Krafttraining.

So baust du Schulterdrücken in dein Training ein

Reihenfolge. Schulterdrücken ist eine Mehrgelenkübung und steht meist früh in der Einheit, wenn du noch frisch bist. Danach folgen Isolationsübungen wie Seitheben oder Reverse Flys.

Wiederholungen und Gewicht. Für den Muskelaufbau liegen viele bei acht bis zwölf Wiederholungen, für Kraft bei weniger. Wichtig ist, dass die letzten Wiederholungen anstrengend sind, die Technik aber sauber bleibt. Wer sein Maximalgewicht einschätzen möchte, nutzt den 1RM-Rechner.

Druck und Zug ausgleichen. Wer oft über Kopf drückt, sollte genauso oft ziehen, zum Beispiel mit Rudern oder dem Latzug. So bleibt die Schulter im Gleichgewicht.

Erholung. Die Schulter wird auch bei Brust- und Rückenübungen belastet. Plane genug Pausen ein und schau dir den Beitrag Erholung und Muskelaufbau an. Mehr zur Gestaltung eines ganzen Trainings siehst du im Beitrag Muskelaufbau.

Ein Beispiel für die Planung über mehrere Wochen: In Woche eins bis drei steigerst du Gewicht oder Wiederholungen langsam. In Woche vier reduzierst du die Belastung, um dich zu erholen. Dieses Wechselspiel von Belastung und Entlastung gehört zur Trainingsperiodisierung, die du in der Ausbildung vertieft kennenlernst.

Welche Muskeln du im Alltag beim Schulterdrücken brauchst

Du drückst im Alltag öfter nach oben, als du denkst:

  • Einen Koffer oder eine Tasche ins Gepäckfach oder auf ein hohes Regal heben.
  • Gegenstände in einen Schrank oder auf ein Regal über Kopfhöhe stellen.
  • Ein Kind auf die Schultern oder hoch in die Luft heben.
  • Beim Streichen, Aufhängen von Vorhängen oder Wechseln einer Glühbirne die Arme länger über Schulterhöhe halten.
  • Beim Sport einen Ball über den Kopf werfen oder schlagen.

Schulter, Trizeps und Rumpf arbeiten dabei zusammen, und der obere Rücken stabilisiert die Schulterblätter. Ein trainierter Schultergürtel kann diese Bewegungen erleichtern. Wie die einzelnen Muskeln liegen, siehst du im Muskel-Explorer. Der Beitrag Trapezmuskel Übungen zeigt, wie du den oberen Rücken ergänzend kräftigst.

Fussball, Hyrox, Tennis, Golf, ab 40 und Generation Z: Wer Schulterdrücken nutzt

  • Fussballspieler. Torhüter fangen und werfen über Kopf, Feldspieler schirmen den Ball ab und kämpfen um Zweikämpfe. Eine stabile Schulter unterstützt das. Siehe Athletiktraining Fussball.
  • Hyrox-Athleten. Wall Balls verlangen Überkopfwürfe mit Gewicht, und beim Farmers Carry hält die Schulter das Gewicht. Eine kräftige Schulter hilft, diese Belastungen zu bewältigen. Mehr im Beitrag Hyrox Übungen, Fehler und Tipps.
  • Tennisspieler. Der Aufschlag ist eine Überkopfbewegung. Die Schulter braucht Kraft und Stabilität. Siehe Krafttraining für Tennisspieler.
  • Golfspieler. Der Schwung verlangt eine bewegliche und stabile Schulter. Gezieltes Krafttraining kann helfen, beides zu fördern. Siehe Personal Trainer Ausbildung für Golftrainer.
  • Personen ab 40. Mit den Jahren wird die Schulter häufiger zum Problemfall. Sanftes, kontrolliertes Krafttraining kann helfen, Muskeln und Beweglichkeit zu erhalten, ersetzt aber keine Abklärung bei Schmerzen. Mehr im Beitrag Longevity durch Krafttraining.
  • Generation Z. Viele junge Menschen sehen Schulterübungen in sozialen Medien und möchten verstehen, welche Variante zu ihnen passt. Wer Anatomie und Technik kennt, kann Trends besser einordnen. Siehe Fitness als Karriere für Gen Z.

Was hinter der Übung steckt: Schultergelenk, Technik und Erholung

Die Schulter ist das beweglichste Gelenk des Körpers. Diese Beweglichkeit hat einen Preis: Sie ist weniger knöchern gesichert und stärker auf Muskeln und Sehnen angewiesen. Darum sind Technik, Aufwärmen und Dosierung beim Schulterdrücken besonders wichtig.

Aufwärmen. Leichte Sätze mit niedrigem Gewicht und kreisende Bewegungen bereiten das Gelenk vor. Das gehört zu den Themen, die die Ausbildung im Modul 6 «Übungen» im Teil Aufwärmübungen behandelt.

Rumpf und Haltung. Wer im Hohlkreuz drückt, belastet den unteren Rücken. Ein stabiler Rumpf ist Voraussetzung für eine saubere Bewegung. Der Beitrag autochthone Rückenmuskulatur zeigt, welche Muskeln am Rücken mithelfen.

Nervensystem. Kraft entsteht nicht nur im Muskel, sondern auch im Zusammenspiel mit dem Nervensystem. Einblicke gibt der Beitrag Krafttraining und Nervensystem.

Ernährung und Erholung. Wie du Eiweiss und Energie für den Muskelaufbau planst, zeigt der Beitrag Ernährungsplan für Muskelaufbau.

Vom Einsteiger zum Fortgeschrittenen: So steigerst du das Schulterdrücken

Eine sinnvolle Steigerung verläuft in Stufen. Jede Stufe sollte sicher sitzen, bevor du zur nächsten wechselst.

  1. Stufe 1: Bewegung lernen. Du übst das Drücken an der Kraftstation, am Seilzug oder mit sehr leichten Kurzhanteln im Sitzen mit Rückenlehne. Das Ziel ist ein sauberer Bewegungsablauf, noch kein Gewicht.
  2. Stufe 2: Gewicht und Wiederholungen aufbauen. Du steigerst zuerst die Wiederholungen, dann das Gewicht in kleinen Schritten. Zwei bis drei Sätze reichen.
  3. Stufe 3: Freie Gewichte und Stehen. Im Stehen kommt der Rumpf dazu. Langhantel und freie Kurzhanteln verlangen mehr Stabilisation.
  4. Stufe 4: Varianten. Arnold Press, Multipresse oder das Drücken mit nach innen gedrehten Händen verändern die Belastung. Hier hilft ein Blick auf die Videos oben.

Wie schnell du vorankommst, ist individuell. Entscheidend sind Schlaf, Ernährung und die Erholung zwischen den Einheiten. Eine Übersicht über sinnvolle Trainingsparameter gibt der Beitrag Kraftsteigerung durch Krafttraining.

Der Blick des Trainers: Worauf Personal Trainer beim Schulterdrücken achten

Wenn du Schulterdrücken für andere anleiten möchtest, helfen diese Fragen als Raster:

  • Kann die Person die Arme beschwerdefrei über den Kopf führen? Wenn nicht, ist die Übung nicht die richtige Wahl.
  • Bleiben Rippen und Becken ruhig, oder kippt der Oberkörper ins Hohlkreuz?
  • Wohin zeigen die Ellbogen? Die Position beeinflusst die Schulter.
  • Wird das Gewicht kontrolliert gesenkt oder fällt es nach unten?
  • Wie ist die Atmung? Ausatmen beim Drücken, einatmen beim Senken.

Dazu kommt das Gespräch vor dem Training: Gab es Verletzungen, Operationen oder Beschwerden? Nimmt die Person Medikamente? Dieses Vorgehen nennt sich Anamnese und ist wichtig, bevor du eine Übung auswählst. Mehr dazu im Beitrag Anamnese im Personal Training. Auch der Fitnesstest als Personal Trainer hilft, den Ausgangspunkt einzuschätzen.

Begriffe rund ums Schulterdrücken kurz erklärt

  • Mehrgelenkübung: Übung, bei der sich mehrere Gelenke bewegen, hier Schulter und Ellbogen.
  • Arnold Press: Variante, bei der du die Handflächen während des Drückens drehst. Benannt nach Arnold Schwarzenegger.
  • Multipresse: Eine Langhantel, die in einer festen Führung läuft.
  • Deltamuskel: Der Schultermuskel mit drei Anteilen: vorne, seitlich und hinten.
  • Rotatorenmanschette: Eine Gruppe kleiner Muskeln, die das Schultergelenk stabilisiert.

Warum du Schulterdrücken verstehen und üben solltest

Schulterdrücken lohnt sich, wenn es sauber ausgeführt wird, und kann Probleme verursachen, wenn nicht. Wer die Zusammenhänge versteht, erkennt früh Warnzeichen: Zieht es im Schultergelenk? Weicht der Rücken aus? Ist das Gewicht zu schwer?

Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt Erwachsenen, an mindestens zwei Tagen pro Woche die grossen Muskelgruppen zu kräftigen. Schulterdrücken ist ein wirksamer Baustein, wenn die Schulter gesund ist.

Das Wissen dahinter vermittelt die Personal Trainer Ausbildung der SNF Academy, gegründet von Birol Isik. Du lernst Anatomie (Modul 1), Grundlagen des Kraftsports (Modul 3), den Ablauf einer Trainingseinheit (Modul 4), die Übungen im Detail (Modul 6), Regeneration (Modul 7) und Trainingsplanung (Modul 8). Die Ausbildung wählen Sportlehrer, Fussball-, Golf- und Tennistrainer, Hyrox-Begeisterte, Quereinsteiger ab 40 und junge Menschen der Generation Z. Wie das für deine Sportart aussehen kann, zeigen die Beiträge für Fussballtrainer und Tennislehrer. Alles zu Ablauf und Kosten findest du in den Beiträgen zur Dauer und zu den Kosten.

Wie ein Personal Trainer die Übung vermittelt

Schulterdrücken ist eine Übung, bei der ein Personal Trainer genau auf Haltung und Gelenkkomfort achtet:

  • Steht oder sitzt die Person stabil, ohne ins Hohlkreuz zu fallen?
  • Bleiben die Schultern tief und der Nacken entspannt?
  • Wie fühlt sich die Position für die Schultern an, und welcher Griff passt am besten?
  • Wird das Gewicht senkrecht und kontrolliert bewegt?

Je nach Person wählt der Trainer eine passende Variante: sitzend mit Rückenlehne für mehr Halt, an der Maschine für eine geführte Bahn, mit dem Terraband für zu Hause oder mit gedrehten Hanteln, wenn die Grundposition unangenehm ist. Genau diese Übungen lernst und übst du im Modul 6 «Übungen» der Personal Trainer Ausbildung der SNF Academy: korrekte Ausführung, Körperhaltung, Atmung und Variationen. Die Videos auf dieser Seite stammen aus der Videobibliothek der Ausbildung.

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche oder trainerische Beratung. Bei Schmerzen, Vorerkrankungen oder Unsicherheit sprich vor dem Training mit einer Fachperson.

Birol Isik, Gründer der SNF Academy
Über den Autor

Birol Isik

Birol Isik ist Schweizer Unternehmer, Mentor, Mindset Coach und Gründer der SNF Academy. Seine Schwerpunkte liegen unter anderem auf Coaching, Kommunikation, Selbstführung und beruflicher Entwicklung. Als Berater und Coach begleitet er Menschen seit 2005.

Zum Profil birolisik.ch

Häufige Fragen.

Die wichtigsten Antworten zur Übung, kurz und verständlich.

Welche Muskeln trainiert Schulterdrücken?
Vor allem den Deltamuskel und den Trizeps. Dazu kommen Muskeln am Schulterblatt und der Rumpf, der den Körper stabil hält.
Ist Schulterdrücken im Sitzen oder im Stehen besser?
Im Sitzen stützt die Rückenlehne, das macht die Übung einfacher zu kontrollieren. Im Stehen arbeitet der Rumpf stärker mit. Für Einsteiger ist das Sitzen oft der leichtere Start.
Was ist der Unterschied zwischen Schulterdrücken und Arnold Press?
Beim Arnold Press drehst du die Hanteln während der Bewegung von einer Position mit Handflächen zum Körper zu einer Position nach vorne. Der Bewegungsweg ist dadurch länger und die Technik anspruchsvoller.
Wie weit soll ich die Hanteln absenken?
Bis etwa auf Schulterhöhe oder so weit, wie es sich für deine Schultern gut anfühlt. Ein Personal Trainer kann den passenden Bereich mit dir festlegen.
Kann ich Schulterdrücken zu Hause machen?
Ja, mit Kurzhanteln oder einem Terraband. Achte auch zu Hause auf eine stabile Haltung und auf ein Gewicht, das du über Kopf sicher kontrollierst.
Ist Schulterdrücken gefährlich für die Schultern?
Bei sauberer Technik und passendem Gewicht ist es eine bewährte Übung. Bei bestehenden Beschwerden, nach Verletzungen oder wenn dir Überkopfbewegungen wehtun, solltest du die Übung zuerst mit einer Fachperson besprechen.
Soll ich sitzend oder stehend drücken?
Sitzend mit Rückenstütze ist für Einsteiger stabiler. Stehend fordert zusätzlich den Rumpf. Beides ist sinnvoll, die Wahl hängt von Ziel und Erfahrung ab.
Kurzhanteln oder Langhantel: was ist besser?
Kurzhanteln lassen die Hände freier bewegen, die Langhantel erlaubt oft höhere Gewichte. Maschinen sind am einfachsten zu führen. Viele Trainierende wechseln die Varianten über die Zeit.
Wie oft soll ich Schulter trainieren?
Ein bis zwei Einheiten pro Woche sind für viele ein guter Rahmen. Beachte, dass die Schulter auch bei Brust- und Rückenübungen beansprucht wird.
Kann ich Schulterdrücken zu Hause trainieren?
Ja, mit Kurzhanteln oder einem Terraband. Achte auf einen sicheren Stand, genügend Platz und ein Gewicht, das du über dem Kopf kontrollierst.