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Beinstrecken und Beinbeugen richtig ausführen: einfach erklärt mit Video

Beinstrecken und Beinbeugen sind zwei Gegenspieler-Übungen für den Oberschenkel. Hier siehst du beide im Video, am Gerät und am Kabelzug.

  • 13 Min. Lesezeit
  • 5 Videos
Beinstrecken mit eingedrehtem Fuss

Welche Muskeln arbeiten?

Die zwei Übungen sind Gegenspieler:

  • Die Oberschenkelvorderseite (Quadrizeps) streckt das Knie. Sie arbeitet beim Beinstrecken. Mehr dazu im Beitrag Oberschenkelmuskulatur.
  • Die hintere Oberschenkelmuskulatur beugt das Knie. Sie arbeitet beim Beinbeugen. Mehr dazu im Beitrag hintere Oberschenkelmuskulatur.
  • Die Waden helfen beim Beinbeugen mit.

Wie die Muskeln liegen, siehst du im Muskel-Explorer. Weitere Übungen findest du im Beitrag Beine trainieren.

Schritt für Schritt

  1. Gerät einstellen. Stelle Sitz, Lehne und Beinpolster so ein, dass die Kniegelenke auf Höhe der Drehachse des Geräts liegen.
  2. Stabil sitzen oder liegen. Der Rücken liegt an, die Hände halten die Griffe.
  3. Spannung aufbauen. Spanne die Oberschenkel an, bevor du die Bewegung beginnst.
  4. Bewegen. Streckst du das Bein, hebst du das Polster nach oben. Beugst du das Bein, ziehst du es zu dir. Atme dabei aus.
  5. Kurz halten. Halte die Endposition einen Moment.
  6. Langsam zurückführen. Führe das Polster kontrolliert zurück und atme ein.
  7. Nicht schwingen. Das Becken bleibt ruhig.
  8. Sauber beenden. Hör auf, wenn du Schwung brauchst.

Die Varianten im Video

Die Serie besteht aus zwei Übungsgruppen: Beinstrecken und Beinbeugen. Die Videos laufen ohne Ton in einer Schleife und starten, sobald du sie siehst.

Beinstrecken

Beim Beinstrecken sitzt du am Gerät und streckst die Knie gegen den Widerstand des Polsters.

Beinstrecken mit eingedrehtem Fuss

Die Fussspitze zeigt leicht nach innen. Das verändert die Haltung des Beins im Gerät. Achte darauf, dass sich die Knie angenehm anfühlen.

Das Video dazu siehst du oben, direkt unter «Kurz erklärt».

Wie Kniegelenk, Bänder und Sehnen aufgebaut sind und warum Technik hier wichtig ist, lernst du in der Personal Trainer Ausbildung im Modul 1 «Anatomie & Physiologie» (Bewegungsapparat).

Beinstrecken mit ausgedrehtem Fuss

Die Fussspitze zeigt leicht nach aussen. Der Vergleich der beiden Videos zeigt, wie die Fussstellung die Haltung des Beins verändert.

Beinstrecken mit ausgedrehtem Fuss

Beinbeugen

Beim Beinbeugen beugst du das Knie gegen den Widerstand. Das geht sitzend, liegend oder stehend am Kabelzug.

Beinbeugen sitzend

Du sitzt am Gerät und ziehst das Polster unter dich. Der Rücken liegt an. Eine stabile Position, gut für den Einstieg.

Beinbeugen sitzend

Wie sich Übungen an der Maschine von denen mit freien Gewichten unterscheiden, erklärt die Personal Trainer Ausbildung im Modul 5 «Trainingsgeräte».

Beinbeugen liegend

Du liegst auf dem Bauch und ziehst das Polster zum Gesäss. Das Becken bleibt unten.

Beinbeugen liegend

Beinbeugen stehend am Kabelzug

Du stehst am Kabelzug und beugst ein Bein nach hinten. Der Rumpf muss dabei stabil bleiben, die Übung fordert Gleichgewicht.

Beinbeugen stehend am Kabelzug

Wie du Beintraining in der Woche verteilst und die Erholung einplanst, ist Thema der Personal Trainer Ausbildung in den Modulen 7 «Regeneration & Übertraining» und 8 «Trainingsplanerstellung».

Häufige Fehler und wie du sie vermeidest

  • Schwung holen. Wer das Polster hochwirft, trainiert weniger. Führe die Bewegung langsam.
  • Falsch eingestelltes Gerät. Liegt die Drehachse nicht am Knie, belastet das die Gelenke. Stelle das Gerät ein.
  • Becken heben. Das Gesäss bleibt am Sitz oder auf der Auflage.
  • Knie hart durchstrecken. Strecke das Knie am Ende nicht ruckartig.
  • Zu schweres Gewicht. Die Knie sind empfindlich. Wähle ein Gewicht, das du ruhig führst.
  • Rückweg fallen lassen. Das Absenken ist wichtig. Führe es langsam.

Für wen eignen sich Beinstrecken und Beinbeugen?

Beinstrecken trainiert die Oberschenkelvorderseite, Beinbeugen die Rückseite. Beide Übungen sind Isolationsübungen am Gerät, mit klarem Fokus und gut dosierbar. Davon profitieren vor allem:

  • Einsteiger. Das Gerät führt die Bewegung, die Technik ist schnell gelernt. Weitere Beinübungen im Beitrag Beine trainieren.
  • Muskelaufbau-Trainierende. Als Ergänzung zu Kniebeuge und Beinpresse lassen sich die Muskeln gezielt nachbelasten. Siehe Muskelaufbau.
  • Fussballer, Läufer und Sprinter. Das Verhältnis von Vorder- und Rückseite des Oberschenkels ist im Sport ein Thema.
  • Menschen im Aufbau nach Verletzungen. Mit Freigabe der Fachperson lassen sich Muskeln am Gerät kontrolliert aufbauen.
  • Trainierende, die Vorder- und Rückseite ausgleichen möchten. Beide Gruppen sind Gegenspieler am Knie.

Beinstrecken belastet das Kniegelenk anders als eine Kniebeuge. Wer Knieprobleme hat, klärt die Übung vorher mit einer Fachperson. Das gilt besonders bei hohen Lasten.

Wo und wie du Beinstrecken und Beinbeugen einsetzt: Studio und Homeworkout

Im Fitnessstudio

Im Studio findest du die Geräte in mehreren Bauarten:

  • Beinstrecker-Maschine: Du sitzt und streckst die Beine gegen ein Polster.
  • Beinbeuger sitzend: Das Polster wird unter dich gezogen. Der Rücken liegt an.
  • Beinbeuger liegend: Du liegst auf dem Bauch und ziehst das Polster zum Gesäss.
  • Kabelzug stehend: Ein Bein beugt nach hinten. Der Rumpf muss stabilisieren.

Zu Hause mit einfachen Mitteln

Zu Hause fehlt das Gerät, aber es gibt Alternativen:

  • Terraband am Fussgelenk: Du streckst oder beugst das Bein gegen den Zug des Bands.
  • Nordic Curls oder Slider Curls: Fortgeschrittene Varianten für die Oberschenkelrückseite mit einem Partner oder auf glattem Boden.
  • Sitzend Beinstrecken mit Knöchelgewicht: Eine einfache Variante für den Quadrizeps.
  • Brücke und Ausfallschritte: Beanspruchen Rückseite und Vorderseite zugleich.

Wer zu Hause gezielt Rückseite trainieren möchte, kann mit dem Band und Brücken eine gute Basis schaffen. Mehr im Beitrag Beinmuskulatur.

So baust du Beinstrecken und Beinbeugen in dein Training ein

Nach den Grundübungen. Isolationsübungen kommen nach Kniebeuge, Beinpresse oder Kreuzheben.

Wiederholungen. Zehn bis zwanzig Wiederholungen sind üblich. Das Gewicht ist moderater als bei Grundübungen.

Häufigkeit. Ein bis zwei Einheiten pro Woche. Mehr im Beitrag Erholung und Muskelaufbau.

Verhältnis von Vorder- und Rückseite. Eine ausgewogene Verteilung der Sätze ist sinnvoll. Wie das aussieht, hängt von Ziel und Sport ab.

Ein Beispiel: So könnte eine Woche mit Beinstrecken und Beinbeugen aussehen

Die Beispiele sind Orientierungshilfen und kein persönlicher Plan. Bei Beschwerden, nach Verletzungen oder mit Medikamenten klärst du die Belastung vorher mit einer Fachperson.

Einsteiger im Studio

Zwei Beineinheiten: Beinpresse, Beinstrecken, Beinbeugen sitzend. Drei Sätze à zwölf Wiederholungen.

Muskelaufbau

Beintag mit Kniebeuge, Rumpfübung und Beinbeugen liegend. Beinstrecken am Ende mit kontrolliertem Tempo.

Fussball und Laufsport

Beinbeugen mit Fokus auf Kontrolle und langsames Absenken, kombiniert mit Sprints und Sprüngen. Die Planung hängt vom Spielplan ab.

Welche Muskeln du im Alltag bei Beinstrecken und Beinbeugen brauchst

Vorder- und Rückseite des Oberschenkels arbeiten ständig zusammen:

  • Aus dem Sitzen aufstehen: Die Vorderseite streckt das Knie.
  • Gehen und Treppensteigen: Beugen und Strecken wechseln sich ab.
  • Das Bein abbremsen, wenn du stolperst: Die Rückseite hilft.
  • Auf einem Bein stehen und das Knie stabilisieren.
  • Ein Auto oder Velo mit den Beinen antreiben.

Wie die Muskeln liegen, siehst du im Muskel-Explorer. Beinkraft bis ins Alter hilft gegen Muskelabbau. Siehe Sarkopenie.

Fussball, Hyrox, Tennis, Golf, ab 40 und Generation Z: Wer Beinstrecken und Beinbeugen nutzt

  • Fussballspieler. Sprints und Schüsse beanspruchen die Oberschenkel stark. Viele Trainer achten auf das Verhältnis zwischen Vorder- und Rückseite. Siehe Athletiktraining Fussball.
  • Hyrox-Athleten. Lunges, Sled Push und Laufen fordern Oberschenkel und Gesäss. Isolationsübungen ergänzen das Ausdauertraining. Siehe Hyrox Training Schweiz.
  • Tennisspieler. Schnelle Schritte und Stopps beanspruchen die Rückseite des Oberschenkels. Kräftige Muskeln helfen beim Abbremsen. Siehe Krafttraining für Tennisspieler.
  • Golfspieler. Stabilität in Knie und Hüfte hilft beim Schwung. Beinübungen bilden die Basis. Siehe Ausbildung für Golftrainer.
  • Personen ab 40. Kraft in den Oberschenkeln unterstützt Knie und Alltagsbewegungen. Mit passendem Gewicht ist das Gerätetraining eine sichere Möglichkeit. Siehe Longevity durch Krafttraining.
  • Generation Z. Viele junge Menschen wollen Geräte im Studio richtig nutzen. Sie möchten wissen, warum ein Gerät sinnvoll ist, wie es eingestellt wird und was es leistet. Siehe Fitness als Karriere für Gen Z.

Was hinter der Übung steckt: Gegenspieler am Knie

Das Kniegelenk wird von der Vorderseite gestreckt und von der Rückseite gebeugt. Die beiden Muskelgruppen sind Gegenspieler. Wenn eine deutlich kräftiger ist als die andere, kann das die Balance am Knie beeinflussen.

Wie viel Verhältnis ist ideal? Es gibt dazu verschiedene Empfehlungen. In der Praxis gibt es mittlerweile verschiedene Ansichten, weil sich die Wissenschaft laufend weiterentwickelt und Athleten sowie Wissenschaftler neue Erkenntnisse gewinnen. Eine feste Zahl gilt nicht für alle.

Beinstrecken und das Knie. Beim Beinstrecken im Sitzen wirkt die Last am Unterschenkel weit vom Knie entfernt. Das belastet das Kniegelenk stärker als manche andere Übung. Darum gilt: moderates Gewicht, kontrolliertes Tempo, nicht ruckartig strecken.

Fussstellung. Ein ein- oder ausgedrehter Fuss verändert die Haltung des Beins im Gerät. Teste vorsichtig, was sich für deine Knie angenehm anfühlt. Wissenschaftlich gibt es zu den Effekten unterschiedliche Aussagen.

Sitzend oder liegend. Die Position der Hüfte verändert die Dehnung der Oberschenkelrückseite. Liegend ist die Hüfte gestreckt, sitzend gebeugt. Das beeinflusst, welche Anteile der Rückseite stärker arbeiten.

Häufige Irrtümer rund um Beinstrecken und Beinbeugen

  • «Beinstrecken ist grundsätzlich schädlich für die Knie.» Das stimmt so pauschal nicht. Mit passendem Gewicht und guter Technik kann sie eine sinnvolle Ergänzung sein. Bei Knieproblemen sollte sie aber mit einer Fachperson besprochen werden.
  • «Isolationsübungen sind unnötig.» Sie ergänzen Grundübungen. Für gezielten Muskelaufbau oder Aufbau nach Verletzungen sind sie sinnvoll.
  • «Mehr Gewicht heisst mehr Muskelwachstum.» Wichtig ist ein ausreichender Reiz mit sauberer Technik, nicht das höchstmögliche Gewicht.
  • «Die Rückseite braucht kein eigenes Training.» Sie arbeitet bei Kniebeuge und Kreuzheben mit, bekommt aber oft weniger gezielten Reiz als die Vorderseite.

Vom Einsteiger zum Fortgeschrittenen: So steigerst du Beinstrecken und Beinbeugen

  1. Stufe 1: Gerät einstellen. Sitz, Rückenlehne und Polster passen zu deinem Körper.
  2. Stufe 2: Technik mit leichtem Gewicht. Ruhiges Tempo, volle Kontrolle.
  3. Stufe 3: Mehr Last. Steigere nur, wenn alle Wiederholungen sauber sind.
  4. Stufe 4: Einbeinig oder am Kabelzug. Unterschiede erkennen und angleichen.

Auch hier gilt: Qualität vor Gewicht. Ein sauberes Tempo schützt die Knie.

Der Blick des Trainers: Worauf Personal Trainer bei Beinstrecken und Beinbeugen achten

  • Passt das Gerät zur Körpergrösse?
  • Bleibt der Oberkörper ruhig, oder hebt das Becken ab?
  • Wird das Bein ruckartig gestreckt?
  • Wie reagieren die Knie auf Last und Fussstellung?
  • Ist das Verhältnis von Vorder- und Rückseite im Training ausgewogen?

Vor dem Training klärt ein Trainer in der Anamnese, ob es Beschwerden, Verletzungen oder Medikamente gibt. Mehr dazu im Beitrag Anamnese im Personal Training. Solche Fragen entscheiden, ob die Übung Fortschritt bringt oder nur Belastung.

Begriffe rund um Beinstrecken und Beinbeugen einfach erklärt

  • Quadrizeps: Muskel der Oberschenkelvorderseite, der das Knie streckt.
  • Hamstrings (hintere Oberschenkelmuskulatur): Muskelgruppe auf der Rückseite, die das Knie beugt und die Hüfte streckt.
  • Gegenspieler (Antagonist): Muskel, der die entgegengesetzte Bewegung ausführt.
  • Isolationsübung: Übung für einen einzelnen Muskel oder eine kleine Gruppe.
  • Muskelbalance: Ausgewogenes Verhältnis zwischen Gegenspielern.

Mehr Begriffe findest du im Fitness-Lexikon.

Tempo, Pausen und Atmung: Was bei Beinstrecken und Beinbeugen wirklich zählt

Strecke und beuge in etwa zwei Sekunden und senke in zwei bis drei Sekunden zurück. Ruckartiges Strecken belastet das Knie.

Pausen von 60 bis 90 Sekunden sind üblich. Bei schweren Sätzen etwas mehr.

Atme beim Strecken oder Beugen aus, beim Zurückführen ein. Pressatmung vermeidest du, vor allem bei Herz-Kreislauf-Beschwerden.

Bei Knieschmerzen brichst du ab und klärst die Ursache mit einer Fachperson.

Das Gerät richtig einstellen

Gute Einstellung ist die halbe Technik. Achte auf diese Punkte:

  • Drehpunkt auf Kniehöhe. Die Achse des Geräts sollte ungefähr auf Höhe deines Kniegelenks liegen. Sonst wirkt der Zug schief.
  • Polster am Unterschenkel. Beim Beinstrecken sitzt es knapp über dem Fussgelenk, beim Beinbeugen am unteren Unterschenkel.
  • Rückenlehne. Das Becken sitzt tief in der Lehne. Der Rücken liegt an.
  • Startwinkel. Wähle einen Winkel, bei dem die Muskeln gedehnt sind, aber das Knie sich nicht unangenehm anfühlt.

Gerätekunde wird in der Ausbildung im Modul 5 behandelt. Für Trainer gehört sie zum Alltag, weil Kunden sehr unterschiedlich gebaut sind.

Typische Fehler und wie du sie erkennst

  • Schwung. Das Polster wird hochgeworfen. Das Gewicht ist zu schwer.
  • Becken hebt ab. Besonders beim Beinbeugen liegend. Der untere Rücken wird belastet.
  • Knie werden hart durchgestreckt. Stoppe kurz vor der vollen Streckung.
  • Zu kleiner Bewegungsumfang. Der Muskel arbeitet nur in einem Teil seines Bereichs.
  • Gewicht fällt zurück. Das Absenken gehört zur Übung und wird kontrolliert.

Wer diese Fehler bei sich bemerkt, reduziert das Gewicht und kehrt zur Technik zurück.

Einordnung: Isolationsübungen als Ergänzung

Isolationsübungen wie Beinstrecken und Beinbeugen sind sinnvoll, wenn sie einen klaren Zweck haben: gezielter Muskelaufbau, Ausgleich eines Ungleichgewichts oder Training nach einer Pause. Sie ersetzen aber keine Grundübungen. Kniebeuge, Beinpresse und Kreuzheben trainieren viele Muskeln und Gelenke gleichzeitig und haben eine hohe Übertragung in den Alltag.

Eine einfache Faustregel für die Planung: Zuerst die Grundübungen, danach die Isolation. Wie viele Sätze es sind, hängt von Ziel, Erfahrung und Erholung ab. Mehr zur Planung im Beitrag Krafttraining.

Wie du den Einstieg planst: Die ersten vier Wochen

Ein möglicher Einstieg: In Woche eins stellst du das Gerät ein und übst die Bewegung mit sehr leichtem Gewicht, zwei Sätze à fünfzehn Wiederholungen für Beinstrecken und Beinbeugen. In Woche zwei steigerst du leicht, wenn alle Wiederholungen sauber sind. In Woche drei kommt ein dritter Satz dazu. In Woche vier prüfst du, ob die Technik auch bei Ermüdung hält. Dieses Beispiel ist kein persönlicher Plan. Bei Knieproblemen, Operationen in der Vorgeschichte oder Medikamenten gilt die Empfehlung der Fachperson.

Führe ein einfaches Trainingsprotokoll mit Datum, Gewicht, Wiederholungen und Gefühl in den Knien. So erkennst du Fortschritte und frühe Zeichen von Überlastung. Mehr zur Erholung im Beitrag Deload-Woche im Krafttraining.

Weiterführende Orientierung für dein Gesamtprogramm

Wenn du Übungen wie diese in ein Gesamtprogramm einbetten möchtest, hilft der Überblick im Beitrag Krafttraining. Dort siehst du, wie Grundübungen, Ergänzungen, Erholung und Ernährung zusammenspielen, und warum ein einzelner Muskel nie isoliert betrachtet werden sollte. Wer das Thema vertiefen möchte, findet in den Beiträgen Muskelaufbau und Proteinbedarf Sportler weiterführende Informationen.

Fragen aus der Praxis rund um Beinstrecken und Beinbeugen

Im Studio hört man oft: Braucht man Beinstrecken überhaupt? Es kommt auf das Ziel an. Für gezielten Muskelaufbau der Oberschenkelvorderseite ist die Übung sinnvoll, für Alltagskraft reichen oft Kniebeugen. Sitzend oder liegend beugen? Beide sind legitim. Liegend wird die Rückseite in anderer Hüftposition gedehnt. Probiere beides und achte auf Kniebeschwerden. Wie viel Gewicht? Das Gewicht, mit dem du saubere Wiederholungen kontrolliert schaffst.

Warum zittern die Beine im Gerät? Bei hoher Ermüdung ist das normal. Und was, wenn das Knie schmerzt? Dann pausierst du die Übung und klärst die Ursache. Gerade bei Knieoperationen, Bandverletzungen oder Medikamenten ist die Rücksprache mit einer Fachperson wichtig.

Mehr zu Muskelaufbau und Planung findest du in den Beiträgen Muskelaufbau und Krafttraining.

Warum du Beinstrecken und Beinbeugen verstehen und üben solltest

Beinstrecken und Beinbeugen zeigen, dass einfache Geräte trotzdem Wissen verlangen. Wer Gegenspieler, Achse und Belastung versteht, trainiert sicher und kann begründen, warum er welche Einstellung wählt.

Als Trainer musst du Kunden Geräte erklären, die Einstellung prüfen und bei Knieproblemen die richtigen Fragen stellen. Das lernst du nicht durch Zuschauen, sondern durch Üben und Verstehen.

Üben heisst, die Geräte auszuprobieren und Unterschiede zu spüren. Verstehen heisst, die Gründe zu kennen. Das macht dich unabhängig von Faustregeln aus Videos.

Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt Erwachsenen, an mindestens zwei Tagen pro Woche die grossen Muskelgruppen zu kräftigen.

In der Personal Trainer Ausbildung der SNF Academy lernst du genau solche Zusammenhänge: Anatomie und Muskelfunktion (Modul 1), Grundlagen Kraftsport (Modul 3), Trainingsablauf (Modul 4), Trainingsgeräte (Modul 5), Übungen mit Körperhaltung und typischen Fehlern (Modul 6), Regeneration (Modul 7) und Trainingsplanung (Modul 8). Birol Isik hat die Ausbildung aufgebaut. Absolventen sind Fussball-, Golf- und Tennistrainer, Hyrox-Athleten, Menschen ab 40 und junge Menschen der Generation Z. Mehr zur Ausbildung für Fussballtrainer und Tennislehrer, zur Dauer und zu den Kosten.

Wie ein Personal Trainer die Übung vermittelt

Isolationsübungen am Gerät wirken einfach, doch die Einstellung entscheidet. Ein Personal Trainer achtet auf:

  • Passt das Gerät zur Körpergrösse?
  • Liegt die Drehachse auf Höhe des Knies?
  • Wird das Polster ruhig geführt?
  • Ist das Gewicht klein genug?

Das Zusammenspiel von Beinstrecken und Beinbeugen gleicht Vorder- und Rückseite aus. Das lernst du in der Personal Trainer Ausbildung der SNF Academy im Modul 6 «Übungen»: korrekte Ausführung, Körperhaltung, Atmung und Variationen. Die Videos auf dieser Seite stammen aus der Videobibliothek der Ausbildung.

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche oder trainerische Beratung. Bei Schmerzen, Vorerkrankungen oder Unsicherheit sprich vor dem Training mit einer Fachperson.

Birol Isik, Gründer der SNF Academy
Über den Autor

Birol Isik

Birol Isik ist Schweizer Unternehmer, Mentor, Mindset Coach und Gründer der SNF Academy. Seine Schwerpunkte liegen unter anderem auf Coaching, Kommunikation, Selbstführung und beruflicher Entwicklung. Als Berater und Coach begleitet er Menschen seit 2005.

Zum Profil birolisik.ch

Häufige Fragen.

Die wichtigsten Antworten zur Übung, kurz und verständlich.

Welche Muskeln trainiert das Beinstrecken?
Die Oberschenkelvorderseite, den Quadrizeps.
Welche Muskeln trainiert das Beinbeugen?
Die hintere Oberschenkelmuskulatur. Die Waden helfen mit.
Warum soll ich beides trainieren?
Die beiden Muskelgruppen sind Gegenspieler. Beide zu trainieren gleicht Vorder- und Rückseite aus.
Was bringt der ein- oder ausgedrehte Fuss?
Er verändert die Haltung des Beins im Gerät. Teste vorsichtig, was sich für deine Knie angenehm anfühlt.
Kann ich die Übungen zu Hause machen?
Beinstrecken und Beinbeugen brauchen meist ein Gerät. Am Kabelzug oder mit einem Band sind Varianten möglich.
Welche Muskeln trainiert das Beinstrecken?
Die Oberschenkelvorderseite, den Quadrizeps.
Welche Muskeln trainiert das Beinbeugen?
Die hintere Oberschenkelmuskulatur. Die Waden helfen mit.
Warum soll ich beides trainieren?
Die beiden Muskelgruppen sind Gegenspieler. Beide zu trainieren gleicht Vorder- und Rückseite aus.
Was bringt der ein- oder ausgedrehte Fuss?
Er verändert die Haltung des Beins im Gerät. Teste vorsichtig, was sich für deine Knie angenehm anfühlt.
Kann ich die Übungen zu Hause machen?
Beinstrecken und Beinbeugen brauchen meist ein Gerät. Mit Band oder Brücke gibt es Alternativen.