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Wadenheben richtig ausführen: einfach erklärt mit Video

Beim Wadenheben stellst du dich auf die Zehenspitzen. Hier siehst du die Übung mit Körpergewicht, Langhantel, Scheibe und Kettlebell sowie sitzend im Video.

  • 13 Min. Lesezeit
  • 6 Videos
Wadenheben nur mit eigenem Körpergewicht (Ansicht 1)

Welche Muskeln arbeiten?

Beim Wadenheben arbeiten zwei Muskeln:

  • Der Zwillingswadenmuskel (Gastrocnemius) ist der grosse, sichtbare Wadenmuskel. Er arbeitet vor allem bei gestrecktem Knie, also im Stand.
  • Der Schollenmuskel (Soleus) liegt darunter und arbeitet auch bei gebeugtem Knie, etwa im Sitzen.
  • Der Rumpf und die Fussmuskeln halten das Gleichgewicht.

Mehr zu den Waden im Beitrag Wadenmuskulatur und zum Dehnen im Beitrag Wadenmuskulatur dehnen. Wie die Muskeln liegen, siehst du im Muskel-Explorer. Weitere Übungen findest du im Beitrag Beine trainieren.

Schritt für Schritt

  1. Sicher stehen. Die Füsse stehen hüftbreit. Halte dich bei Bedarf fest.
  2. Gewicht halten. Mit Zusatzgewicht hältst du es sicher. Ohne Gewicht genügt das Körpergewicht.
  3. Rumpf stabil halten. Spanne den Bauch an, der Oberkörper bleibt aufrecht.
  4. Fersen heben. Hebe die Fersen so hoch wie möglich. Atme dabei aus.
  5. Kurz halten. Halte die oberste Position einen Moment.
  6. Langsam absenken. Senke die Fersen kontrolliert ab und atme ein.
  7. Ganzen Weg nutzen. Gehe oben ganz hoch und unten bis zur leichten Dehnung.
  8. Sauber bleiben. Beende den Satz, wenn du wippst oder wegknickst.

Die Varianten im Video

Die Serie zeigt das Wadenheben mit Körpergewicht, mit Langhantel, Scheibe und Kettlebell sowie sitzend. Die Videos laufen ohne Ton in einer Schleife und starten, sobald du sie siehst.

Wadenheben nur mit eigenem Körpergewicht

Die Grundform ohne Gerät. Die Videos zeigen sie aus zwei Ansichten. Gut für den Einstieg und für zu Hause.

Die erste Ansicht siehst du oben, direkt unter «Kurz erklärt».

Wadenheben nur mit eigenem Körpergewicht (Ansicht 2)

Wie die Wadenmuskeln und die Achillessehne aufgebaut sind, erklärt die Personal Trainer Ausbildung im Modul 1 «Anatomie & Physiologie» (Bewegungsapparat).

Wadenheben mit einer Langhantel

Die Langhantel liegt im Nacken. Das Gewicht erhöht die Belastung. Achte auf einen stabilen Stand.

Wadenheben mit einer Langhantel

Warum die Waden oft Geduld brauchen und wie du Gewicht und Wiederholungen dafür steuerst, lernst du in der Personal Trainer Ausbildung im Modul 3 «Grundlagen Kraftsport».

Wadenheben mit einer Gewichts­scheibe

Du hältst eine Gewichtsscheibe vor dem Körper. Das ist eine einfache Möglichkeit, Gewicht zu steigern.

Wadenheben mit einer Gewichtsscheibe

Wadenheben mit einem Kettlebell

Der Kettlebell hängt vor dem Körper. Er lässt sich gut halten.

Wadenheben mit einem Kettlebell

Wadenheben sitzend mit einer Langhantel

Im Sitzen ist das Knie gebeugt, dadurch arbeitet der Schollenmuskel stärker. Die Langhantel liegt auf den Oberschenkeln.

Wadenheben sitzend mit einer Langhantel

Wie du Beintraining mit Sportlerinnen, Sportlern und Einsteigern sinnvoll gestaltest, behandelt die Personal Trainer Ausbildung im Modul 8 «Trainingsplanerstellung».

Häufige Fehler und wie du sie vermeidest

  • Nur halber Weg. Wer die Fersen nur wenig hebt, nutzt den Muskel kaum. Nutze den ganzen Weg.
  • Wippen. Mit Schwung arbeiten die Waden weniger. Führe die Bewegung langsam.
  • Fuss knickt nach aussen. Der Druck liegt auf dem Fussballen, die Knöchel bleiben gerade.
  • Knie beugen. Im Stand bleiben die Knie fast gestreckt.
  • Zu schnell absenken. Das Absenken gehört zur Übung.
  • Gleichgewicht verlieren. Halte dich bei Bedarf fest.

Für wen eignet sich das Wadenheben?

Wadenheben ist eine der einfachsten Übungen überhaupt: Du hebst die Fersen und senkst sie wieder. Trotzdem steckt mehr dahinter, als man denkt. Besonders nützlich ist sie für:

  • Läufer und Springer. Die Waden speichern und geben Energie bei jedem Schritt und Sprung ab.
  • Fussball-, Tennis- und Basketballspieler. Schnelle Richtungswechsel und Sprünge fordern die Wade stark.
  • Menschen, die gerne Absätze oder viel Stehen im Beruf haben. Kräftige Waden unterstützen das Stehen und Gehen.
  • Einsteiger. Mit dem Körpergewicht ist die Übung zu Hause oder auf einer Treppenstufe leicht zu lernen.
  • Trainierende mit Fokus auf Beinaufbau. Siehe Beine trainieren.

Wer Beschwerden an der Achillessehne oder am Sprunggelenk hat oder nach einer Verletzung wieder einsteigt, klärt die Belastung zuerst mit einer Fachperson. Die Achillessehne verträgt zu schnelle Steigerung schlecht.

Wo und wie du das Wadenheben einsetzt: Studio und Homeworkout

Im Fitnessstudio

Im Studio gibt es mehrere Möglichkeiten:

  • Wadenheben stehend an der Maschine: Die Schultern tragen das Gewicht, die Fersen heben sich.
  • Wadenheben sitzend: Das Knie ist gebeugt, der Schollenmuskel arbeitet stärker.
  • An der Beinpresse: Du drückst die Platte nur mit den Fussballen. Das erlaubt hohe Gewichte bei sicherer Position.
  • Mit Langhantel oder Kurzhanteln: Auf einer Erhöhung für mehr Bewegungsumfang.

Zu Hause mit einfachen Mitteln

Zu Hause brauchst du wenig:

  • Auf einer Treppenstufe: Die Ferse hängt über die Kante, so hast du mehr Bewegungsumfang.
  • Mit Rucksack oder Wasserkanister: Zusätzliche Last, wenn Körpergewicht zu leicht wird.
  • Einbeinig: Verdoppelt die Last pro Bein. Halte dich an einer Wand fest.
  • Sitzend mit Gewicht auf den Knien: Eine einfache Version für den Schollenmuskel.

Wadenheben lässt sich gut nebenbei machen, etwa beim Zähneputzen. Als Training zählen allerdings Wiederholungen mit Kontrolle und steigender Last. Mehr im Beitrag Beinmuskulatur.

So baust du das Wadenheben in dein Training ein

Nach den Grundübungen. Die Waden werden bei Kniebeuge und Beinpresse mitbeansprucht. Ein gezieltes Training kommt am Ende.

Wiederholungen. Zwölf bis zwanzig und mehr sind üblich. Die Wade ist ausdauernd, höhere Wiederholungszahlen sind häufig sinnvoll.

Häufigkeit. Zwei bis drei Mal pro Woche sind für viele gut machbar. Mehr zu Erholung im Beitrag Erholung und Muskelaufbau.

Stehend und sitzend kombinieren. So sprichst du beide Wadenmuskeln an.

Ein Beispiel: So könnte eine Woche mit Wadenheben aussehen

Die Beispiele sind Orientierungshilfen und kein persönlicher Plan. Bei Beschwerden, nach Verletzungen oder mit Medikamenten klärst du die Belastung vorher mit einer Fachperson.

Einsteiger zu Hause

Drei kurze Einheiten: Wadenheben auf der Treppenstufe, einbeinig zur Kontrolle, dazu Kniebeugen und Ausfallschritte.

Studio

Beintag mit Kniebeuge, Beinpresse und Wadenheben stehend und sitzend. Drei Sätze à fünfzehn Wiederholungen.

Läufer

Wadenheben mit langsamer Absenkphase und Pausen an der Dehnung, ergänzt durch Lauftraining. Die Steigerung erfolgt schrittweise.

Welche Muskeln du im Alltag beim Wadenheben brauchst

Die Wade arbeitet bei fast jedem Schritt:

  • Gehen und Rennen: Beim Abstossen drückt die Wade den Fuss nach unten.
  • Treppen steigen.
  • Auf Zehenspitzen stehen, um etwas aus einem Regal zu holen.
  • Lange stehen: Die Wade hilft dem Blutfluss zurück zum Herzen.
  • Velofahren und Springen.

Wie die Wadenmuskeln liegen, siehst du im Muskel-Explorer. Kräftige Waden helfen auch, im Alter das Gleichgewicht zu halten. Siehe Sarkopenie.

Fussball, Hyrox, Tennis, Golf, ab 40 und Generation Z: Wer das Wadenheben nutzt

  • Fussballspieler. Sprints und Sprünge brauchen eine kräftige Wade. Zusätzlich dient sie als Puffer bei Landungen. Siehe Athletiktraining Fussball.
  • Hyrox-Athleten. Laufen zwischen den Stationen und Lunges belasten die Wade über Stunden. Kräftige Waden helfen gegen frühe Ermüdung. Siehe Hyrox Training Schweiz.
  • Tennisspieler. Schnelle Schritte auf den Fussballen sind Teil des Spiels. Waden und Sprunggelenk tragen die Last. Siehe Krafttraining für Tennisspieler.
  • Golfspieler. Die Waden stabilisieren Stand und Gleichgewicht während des Schwungs. Siehe Ausbildung für Golftrainer.
  • Personen ab 40. Kräftige Waden unterstützen Gehen, Treppensteigen und Gleichgewicht. Mit Kontrolle und passender Steigerung lassen sie sich auch später gut trainieren. Siehe Longevity durch Krafttraining.
  • Generation Z. Viele junge Menschen halten die Waden für schwer trainierbar. Sie möchten verstehen, warum das Training oft hohe Wiederholungen braucht und wie stehend und sitzend unterschiedlich wirken. Siehe Fitness als Karriere für Gen Z.

Was hinter der Übung steckt: Zwillingswaden­muskel, Schollen­muskel und Achillessehne

Die Wade besteht aus zwei Hauptmuskeln. Der Zwillingswadenmuskel (Gastrocnemius) läuft über das Knie und das Sprunggelenk. Der Schollenmuskel (Soleus) liegt darunter und läuft nur über das Sprunggelenk. Beide münden in die Achillessehne.

Stehend und sitzend. Im Stand ist das Knie gestreckt, und der Zwillingswadenmuskel kann gut arbeiten. Im Sitzen ist das Knie gebeugt, und der Zwillingswadenmuskel ist weniger wirksam, sodass der Schollenmuskel stärker beteiligt ist. Wie gross der Unterschied bei verschiedenen Menschen ist, wird in der Praxis unterschiedlich beurteilt.

Dehnung am unteren Punkt. Viele Trainer achten darauf, dass die Ferse unten bis in eine leichte Dehnung sinkt. Wie lange man diese Position hält, gehört zu den Themen, bei denen sich die Wissenschaft laufend weiterentwickelt.

Achillessehne. Sehnen passen sich langsamer an als Muskeln. Eine zu schnelle Steigerung der Last kann sie überfordern. Darum gilt: Geduld.

Fusshaltung. Zehen nach vorne, nach innen oder nach aussen: Die Wirkung einer veränderten Fussstellung ist nicht eindeutig. Wähle eine Haltung, die sich für Knie und Sprunggelenk angenehm anfühlt.

Häufige Irrtümer rund um das Wadenheben

  • «Waden wachsen nur mit sehr hohem Gewicht.» Hohe Wiederholungen und schwere Lasten haben beide ihren Platz. Der Mix ist entscheidend.
  • «Waden sind genetisch bedingt und nicht trainierbar.» Genetik spielt bei der Form eine Rolle. Kraft und Grösse lassen sich aber verbessern.
  • «Zehen nach innen oder aussen verändern alles.» Die Wirkung ist weniger deutlich als oft behauptet. Entscheidend ist, was sich gut anfühlt.
  • «Wadenheben nebenbei reicht.» Als Training zählen kontrollierte Wiederholungen mit steigender Last.

Vom Einsteiger zum Fortgeschrittenen: So steigerst du das Wadenheben

  1. Stufe 1: Körpergewicht. Auf dem Boden oder einer Stufe, langsam und mit Kontrolle.
  2. Stufe 2: Mit Zusatzgewicht. Rucksack, Kurzhanteln oder Scheibe.
  3. Stufe 3: Einbeinig. Doppelte Last pro Bein, Gleichgewicht gefordert.
  4. Stufe 4: Maschine oder Langhantel. Hohe Lasten und gezielte Variation stehend/sitzend.

Lass der Achillessehne Zeit. Steigere Gewicht und Umfang schrittweise über Wochen.

Der Blick des Trainers: Worauf Personal Trainer beim Wadenheben achten

  • Wird der volle Bewegungsumfang genutzt?
  • Knicken die Füsse nach innen oder aussen?
  • Wird gefedert statt kontrolliert gehoben?
  • Wie reagieren Achillessehne und Sprunggelenk?
  • Passt die Last zur Vorgeschichte?

Vor dem Training klärt ein Trainer in der Anamnese, ob es Beschwerden, Verletzungen oder Medikamente gibt. Mehr dazu im Beitrag Anamnese im Personal Training. Genau diese Beobachtungen machen den Unterschied zwischen einer guten und einer zufälligen Übungsauswahl.

Begriffe rund um das Wadenheben einfach erklärt

  • Zwillingswadenmuskel (Gastrocnemius): Äusserer Wadenmuskel, der über Knie und Sprunggelenk läuft.
  • Schollenmuskel (Soleus): Tiefer Wadenmuskel, der nur über das Sprunggelenk läuft.
  • Achillessehne: Sehne, die die Wadenmuskeln mit der Ferse verbindet.
  • Plantarflexion: Strecken des Fusses nach unten, wie beim Zehenstand.
  • Sprunggelenk: Gelenk zwischen Unterschenkel und Fuss.

Mehr Begriffe findest du im Fitness-Lexikon.

Tempo, Pausen und Atmung: Was beim Wadenheben wirklich zählt

Hebe die Fersen in etwa zwei Sekunden, halte oben kurz und senke in zwei bis drei Sekunden. Federn und Wippen vermeidest du.

Pausen von 45 bis 90 Sekunden sind üblich, bei schwerer Last etwas mehr.

Atme gleichmässig. Wer Blutdruckmedikamente nimmt, vermeidet Pressatmung.

Bei Schmerzen in Achillessehne, Wade oder Sprunggelenk brich ab und klär die Ursache.

Position und Ausrüstung: Worauf du beim Aufbau achtest

Die Übung wirkt einfach, aber der Aufbau zählt:

  • Stabiler Stand. Nutze eine rutschfeste Stufe oder ein Brett. Wackelige Unterlagen erhöhen das Sturzrisiko.
  • Festhalten. Bei einbeiniger Ausführung hältst du dich an einer Wand oder Stange.
  • Fussmitte. Die Fussballen tragen die Last, die Ferse hängt frei.
  • Maschine einstellen. Das Polster liegt auf den Schultern, die Knie sind fast gestreckt, aber nicht blockiert.

Gerätekunde gehört zur Ausbildung im Modul 5 und hilft, Kunden unterschiedlicher Grösse sicher einzustellen.

Typische Fehler und wie du sie erkennst

  • Zu kleiner Bewegungsumfang. Nur ein Teil der Bewegung wird genutzt. Senke die Ferse bis zur Dehnung und hebe sie so hoch wie möglich.
  • Federn. Schwung durch die Sehne ersetzt Muskelarbeit.
  • Knie federn mit. Die Knie bleiben fast gestreckt, sonst arbeiten die Oberschenkel.
  • Zu schnelles Tempo. Die Absenkphase wird vernachlässigt.
  • Füsse knicken ein. Das Gewicht gehört auf den Grosszehenballen.

Einordnung: Waden als Teil des gesamten Beinprogramms

Waden werden bei Kniebeugen, Ausfallschritten und Beinpressen mitbelastet. Zusätzliches Wadentraining lohnt sich, wenn du Waden gezielt aufbauen, Sprungkraft verbessern oder Läufer-Verletzungen vorbeugen möchtest. Wer nur wenig Zeit hat, kann die Wade zunächst über Grundübungen mittrainieren.

Realistisch sind: bessere Kraft im Abstoss, mehr Ausdauer im Stand, stabilere Sprunggelenke. Unrealistisch sind schnelle, grosse Veränderungen der Form. Sehnen und Muskeln brauchen Zeit.

Wie du den Einstieg planst: Die ersten vier Wochen

Ein möglicher Einstieg: In Woche eins machst du Wadenheben mit Körpergewicht auf einer Stufe, zwei Sätze à fünfzehn Wiederholungen, langsam und mit voller Bewegung. In Woche zwei fügst du einen dritten Satz hinzu. In Woche drei nimmst du leichtes Zusatzgewicht, etwa einen Rucksack. In Woche vier probierst du die einbeinige Variante. Die Achillessehne darf sich allmählich anpassen, das braucht Wochen. Dieses Beispiel ist kein persönlicher Plan. Bei Beschwerden der Achillessehne, Verletzungen oder Medikamenten gilt die Empfehlung der Fachperson.

Ein einfaches Trainingsprotokoll mit Datum, Wiederholungen und Gefühl in Wade und Sehne zeigt dir Fortschritte und frühe Zeichen von Überlastung.

Weiterführende Orientierung für dein Gesamtprogramm

Wenn du Übungen wie diese in ein Gesamtprogramm einbetten möchtest, hilft der Überblick im Beitrag Krafttraining. Dort siehst du, wie Grundübungen, Ergänzungen, Erholung und Ernährung zusammenspielen, und warum ein einzelner Muskel nie isoliert betrachtet werden sollte. Wer das Thema vertiefen möchte, findet in den Beiträgen Muskelaufbau und Proteinbedarf Sportler weiterführende Informationen.

Fragen aus der Praxis rund um das Wadenheben

Rund um die Waden gibt es viele Fragen: Warum wachsen meine Waden nicht? Die Wade ist ein ausdauernder Muskel, der im Alltag ständig arbeitet. Sie braucht oft höhere Wiederholungszahlen, eine längere Zeit unter Spannung und Geduld. Genetik spielt eine Rolle, ist aber kein Grund, nicht zu trainieren. Muss ich barfuss trainieren? Nein. Wähle Schuhe oder Barfuss nach Komfort und Standsicherheit. Wie lange halte ich oben? Eine kurze Pause am höchsten Punkt reicht oft. Wie lange man unten in der Dehnung verweilt, wird in der Praxis unterschiedlich gehandhabt, weil sich die Wissenschaft laufend weiterentwickelt.

Was, wenn die Achillessehne schmerzt? Dann pausierst du die Übung und lässt die Ursache klären. Wer eine Achillessehnenverletzung hatte oder bestimmte Medikamente nimmt, die Sehnen beeinflussen können, startet nur mit ärztlicher Rücksprache und fachlicher Begleitung.

Wade und Laufen: Warum Läufer von Wadentraining profitieren

Bei jedem Laufschritt nimmt die Wade eine Last auf, die ein Vielfaches des Körpergewichts betragen kann, und gibt sie als Vortrieb zurück. Ein Teil dieser Energie wird in der Achillessehne gespeichert, ähnlich wie bei einer Feder. Wer Waden und Sehnen kräftigt, kann diese Aufgabe besser tragen. Das kann zu Ausdauer und Tempo beitragen, ist aber kein Garant gegen Verletzungen. Mehr zu Läufern und Krafttraining im Beitrag Hyrox Training Schweiz.

Für Trainer ist das ein gutes Beispiel für das Zusammenspiel von Muskel, Sehne und Sportart. Diese Zusammenhänge sind Teil der Ausbildung im Modul 1 «Anatomie und Physiologie» und im Modul 8 «Trainingsplanerstellung».

Warum du das Wadenheben verstehen und üben solltest

Das Wadenheben zeigt, wie viel in einer scheinbar einfachen Übung steckt: zwei Muskeln, eine Sehne, zwei Stellungen des Knies. Wer das versteht, wählt gezielt zwischen stehend und sitzend und erkennt Überlastungszeichen früh.

Als Trainer begleitest du Läufer, Fussballer und Menschen mit Beschwerden an Achillessehne oder Wade. Das verlangt Wissen über Anatomie, Belastungssteigerung und Erholung.

Üben heisst, die Wade zu spüren und kontrolliert zu arbeiten. Verstehen heisst, die Gründe zu kennen. So wirst du unabhängig von Faustregeln.

Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt Erwachsenen, an mindestens zwei Tagen pro Woche die grossen Muskelgruppen zu kräftigen.

In der Personal Trainer Ausbildung der SNF Academy lernst du genau solche Zusammenhänge: Anatomie und Muskelfunktion (Modul 1), Grundlagen Kraftsport (Modul 3), Trainingsgeräte (Modul 5), Übungen mit Körperhaltung und typischen Fehlern (Modul 6), Regeneration (Modul 7) und Trainingsplanung (Modul 8). Birol Isik hat die Ausbildung aufgebaut. Absolventen sind Fussball-, Golf- und Tennistrainer, Hyrox-Athleten, Menschen ab 40 und junge Menschen der Generation Z. Mehr zur Ausbildung für Fussballtrainer und Tennislehrer, zur Dauer und zu den Kosten.

Wie ein Personal Trainer die Übung vermittelt

Wadenheben wirkt einfach, doch der Weg wird oft verkürzt. Ein Personal Trainer achtet auf:

  • Wird der ganze Weg genutzt?
  • Bleiben die Knöchel gerade?
  • Ist die Bewegung kontrolliert?
  • Passt die Variante, stehend oder sitzend, zum Ziel?

Je nach Ziel wählt er stehende oder sitzende Varianten. Das lernst du in der Personal Trainer Ausbildung der SNF Academy im Modul 6 «Übungen»: korrekte Ausführung, Körperhaltung, Atmung und Variationen. Die Videos auf dieser Seite stammen aus der Videobibliothek der Ausbildung.

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche oder trainerische Beratung. Bei Schmerzen, Vorerkrankungen oder Unsicherheit sprich vor dem Training mit einer Fachperson.

Birol Isik, Gründer der SNF Academy
Über den Autor

Birol Isik

Birol Isik ist Schweizer Unternehmer, Mentor, Mindset Coach und Gründer der SNF Academy. Seine Schwerpunkte liegen unter anderem auf Coaching, Kommunikation, Selbstführung und beruflicher Entwicklung. Als Berater und Coach begleitet er Menschen seit 2005.

Zum Profil birolisik.ch

Häufige Fragen.

Die wichtigsten Antworten zur Übung, kurz und verständlich.

Welche Muskeln trainiert das Wadenheben?
Den Zwillingswadenmuskel und den Schollenmuskel.
Was ist der Unterschied zwischen stehend und sitzend?
Im Stand arbeitet vor allem der Zwillingswadenmuskel, im Sitzen stärker der Schollenmuskel.
Wie weit soll ich die Fersen heben?
So hoch wie möglich und unten bis zu einer leichten Dehnung.
Kann ich es ohne Gerät machen?
Ja. Das Körpergewicht reicht für den Einstieg. Gerätefrei kannst du auch auf einer Stufe trainieren.
Wie oft soll ich die Waden trainieren?
Das hängt von deinem Plan ab. Ein Personal Trainer kann das individuell festlegen.
Welche Muskeln trainiert das Wadenheben?
Den Zwillingswadenmuskel und den Schollenmuskel.
Was ist der Unterschied zwischen stehend und sitzend?
Im Stand arbeitet vor allem der Zwillingswadenmuskel, im Sitzen stärker der Schollenmuskel.
Wie weit soll ich die Fersen heben?
So hoch wie möglich und unten bis zu einer leichten Dehnung.
Kann ich es ohne Gerät machen?
Ja. Das Körpergewicht reicht für den Einstieg. Gerätefrei kannst du auch auf einer Stufe trainieren.
Wie oft soll ich die Waden trainieren?
Für viele sind zwei bis drei Einheiten pro Woche machbar. Ein Personal Trainer kann das individuell festlegen.