Wer die Personal-Trainer-Ausbildung der SNF Academy prüft, stösst früh auf das Workbook. Dieser Artikel beschreibt, wie es aufgebaut ist: welche Module es gibt, was im Übungskatalog steht, wie Trainingsablauf und Trainingsplanerstellung dargestellt werden und was am Ende folgt.
Die Angaben stammen aus dem Workbook selbst (Ausgabe SNF Campus 2026). Wo Studien aus PubMed zu den Themen der Module genannt werden, stehen sie als Hintergrund und mit ihren Grenzen daneben. Sie sind keine Aussage über das Workbook.
Was ist das Workbook zur Personal-Trainer-Ausbildung?
Das Workbook trägt den Untertitel «Ausbildung, Training, Leistung» und umfasst 164 Seiten. Es fasst die zwölf Module der Ausbildung zusammen und ergänzt sie mit Erklärungen, Originalfolien, Übungsbildern, Studien und Arbeitsbereichen. Das Quellenverzeichnis nennt rund 60 Quellen.
Es ist laut Einführung drei Dinge: eine Lernbegleitung, ein Arbeitsbuch und ein Nachschlagewerk. Anatomie, Training, Übungen, Trainingsplanung, Regeneration, Ernährung und Personaltraining stehen übersichtlich beieinander. Es ist kein Ratgeber, der vorgibt, wie Personal Trainings gestaltet werden. Tipps und Ratschläge werden mit der Wissenschaft, den eigenen Erfahrungen und dem Feedback der Kundschaft abgeglichen.
Das Workbook gehört zur Personal-Trainer-Ausbildung der SNF Academy mit zwölf Modulen und dem Abschluss dipl. Personal Trainer SNFA. Es wird nicht einzeln verkauft. Teilnehmende laden es nach der Anmeldung im Campus auf snfa-campus.ch herunter, jeder Download wird protokolliert. Einen öffentlichen Download gibt es nicht.
Wie ist ein Modul im Workbook aufgebaut?
Jedes Modul folgt demselben Muster. Das erleichtert das Nachschlagen, weil du immer an derselben Stelle findest, was du suchst.
- Lernziele: Sie stehen am Beginn und sind als Aussagen formuliert, zum Beispiel «Du planst Häufigkeit, Dauer, Pausen, Übungs- und Satzzahl innerhalb der Richtwerte.»
- Verweis auf die Lektion: «Zur Lektion … ansehen», als Video auf snfa-campus.ch nur für registrierte Mitglieder.
- Erklärtext mit Tabellen und Richtwerten sowie Originalfolien der Lektion, die unverändert eingebunden sind.
- Evidenz-Check: ein Kasten, der beschreibt, welche Studien zu einer Aussage vorliegen.
- Arbeitsbereich: Schlüsselbegriffe, Reflexionsfragen, Platz für eigene Erkenntnisse und nächste Schritte.
Quellenverweise stehen im Text als Zahl in eckigen Klammern. Das Quellenverzeichnis beginnt auf Seite 156 und danach folgt eine Übersicht weiterführender Fachliteratur. Die Einführung empfiehlt die Reihenfolge: Modul lesen, Lektion ansehen, Evidenz-Check lesen und die Fragen im Arbeitsbereich in eigenen Worten beantworten.
Welche zwölf Module enthält das Workbook?
Die Module bauen aufeinander auf. Die Seitenzahlen zeigen, wie viel Raum sie im Workbook einnehmen.
| Modul | Seite | Worum es geht |
|---|---|---|
| 1 Anatomie und Physiologie | 5 | Zellen, Bewegungsapparat, Muskelgruppen, Aufbau und Kontraktion des Muskels |
| 2 Motorische Fähigkeiten | 18 | Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, Beweglichkeit, Koordination |
| 3 Grundlagen Kraftsport | 22 | Leistungsvoraussetzungen, Prinzipien, Parameter, Körperhaltung, Trainingsmethoden |
| 4 Trainingsablauf | 28 | Aufwärmen, Training, Auslaufen, Richtwerte, Reihenfolge der Übungen |
| 5 Trainingsgeräte | 33 | Freihantel-, Maschinen- und Ausdauerbereich, Zubehör |
| 6 Übungen | 46 | Aufwärm-, Dehn-, Grund- und Isolationsübungen, Übungskatalog |
| 7 Regeneration und Übertraining | 122 | Regenerationszeiten, Schlaf, Ernährung, Stress, Ursachen und Vorsorge |
| 8 Trainingsplanerstellung | 127 | Ganzkörper- und Split-Pläne, Analyse, Periodisierung |
| 9 Energiebereitstellung | 134 | ATP, Kreatinphosphat, Energielieferanten, vier Wege der Energiegewinnung |
| 10 Nahrungsergänzungsmittel | 138 | Einordnung gängiger Präparate, Verweis an Fachpersonen |
| 11 Doping | 143 | Wirkstoffgruppen, mögliche Nebenwirkungen, Aufklärungsgespräch |
| 12 Personaltraining | 149 | Bedarfsanalyse, Trainingsplananalyse, Planerstellung, Coaching |
Zu Modul 9 steht im Workbook, dass Vertiefungen zur Ernährung die Ausbildung zum Dipl. Ernährungscoach SNFA bietet. Modul 11 enthält keine Anwendungs-, Dosier- und Bezugsangaben. In Modul 10 gehören Dosierungen und Einnahmeempfehlungen in die Hand von Fachpersonen.
Was steht im Übungskatalog mit 60 Übungen?
Der Übungskatalog bildet den fünften Teil von Modul 6 und umfasst die Seiten 60 bis 121. Er zeigt 60 Übungen aus der Mediathek. Jede Übung hat zwei Bilder, links die Ausgangsposition und rechts die Endposition. Unter den Bildern erklärt ein ausführlicher Text Ausgangsposition, Ausführung, Endposition und beanspruchte Muskeln. Die Bewegungsvideos liegen in der Mediathek auf snfa-campus.ch.
Der Katalog ist nach Körperbereichen gegliedert und beginnt mit «Beine und Gesäss». Er enthält zum Beispiel:
- Kniebeugen: mit Langhantel, Kurzhanteln, Kettlebell (Goblet), Sumo-Kniebeuge, an der Multipresse, mit Terraband, Jump Squats und einbeinig mit Bank.
- Ausfallschritte, Aufsteiger, Hip Thrust, Beinpresse, Beinstrecker und Wadenheben.
- Kreuzheben in mehreren Varianten, dazu Good Morning.
- Klimmzug, Latzug, Rudern mit Langhantel, Kurzhantel, Kabelzug und Terraband.
- Bankdrücken in Varianten, Liegestütz, Dips, Schulterdrücken, Frontheben und Butterfly.
- Bizepscurls, Hammercurls, Trizepsdrücken, Plank, Crunches, Russian Twist und Wood Chop am Kabelzug.
Vor dem Katalog steht ein Hinweis: Hatte ein Klient Verletzungen oder Unfälle oder hat er Schmerzen oder Beschwerden, empfiehlst du zuerst einen Check bei Ärztin, Arzt oder Sportmedizin. Die Verantwortung für Ausführung und Auswahl der Übungen liegt bei der Trainerin oder beim Trainer. Das Workbook ersetzt keine medizinische Beratung.
Wie beschreibt das Workbook Trainingsablauf und Trainingshäufigkeit?
Modul 4 beschreibt eine Einheit als Abfolge von Aufwärmen, Training und Auslaufen. Es nennt Richtwerte, zum Beispiel mindestens zwei bis drei Einheiten pro Woche, mindestens einen freien Tag und eine intensive Dauer von 20 bis höchstens 75 bis 90 Minuten. Pro Muskelgruppe sind es ein- bis dreimal pro Woche mit mindestens 48 Stunden Abstand. Die Tabelle zu Sätzen, Wiederholungen und Pausen nennt für die Pause einen Rahmen von 0,5 bis 3 Minuten.
Der Evidenz-Check des Moduls verweist auf Studien zum aktiven Aufwärmen, zu statischem und dynamischem Dehnen, zu kombiniertem Ausdauer- und Krafttraining und zur Satzpause. Zu zwei dieser Themen gibt es folgende Hintergrundstudien.
Eine Meta-Analyse zur Trainingsfrequenz mit zehn Studien kam zu dem Ergebnis, dass bei gleichem Gesamtumfang eine Frequenz von zweimal pro Woche für das Muskelwachstum besser abschnitt als einmal pro Woche. Ob dreimal besser ist, blieb offen. Die Teilnehmenden waren gesund und ohne Verletzung (Schoenfeld et al., 2016).
Eine Studie mit 21 jungen trainierten Männern verglich über acht Wochen Satzpausen von einer und drei Minuten. Die Gruppe mit drei Minuten steigerte die Maximalkraft in Kniebeuge und Bankdrücken stärker (Schoenfeld et al., 2016). Die Stichprobe war klein und bestand aus jungen, trainierten Männern, deshalb gilt das Ergebnis nicht automatisch für andere Gruppen.
Zum Aufwärmen wertete eine Übersichtsarbeit 32 Studien aus. In 79 Prozent der untersuchten Kriterien verbesserte Aufwärmen die Leistung, die Autoren sehen kaum Hinweise auf Nachteile, verlangen aber mehr randomisierte Studien (Fradkin et al., 2010).
Wie beschreibt das Workbook die Trainingsplanerstellung?
Modul 8 hat zwei Teile. Teil 1 (Trainingsgestaltung) beschreibt den Ganzkörper-Plan und Split-Pläne vom Zweiersplit bis zum Vierersplit, darunter Push, Pull, Legs. Es folgen die Analyse eines Trainingsplans in acht Schritten und die Erstellung eines individuellen Plans. Teil 2 (Trainingsperiodisierung) unterscheidet vier Ebenen: Trainingseinheit, Mikrozyklus, Mesozyklus und Makrozyklus. Ein Beispiel zeigt einen Makrozyklus von 12 Monaten mit vier Mesozyklen.
Das Workbook nennt auch Grundsätze, etwa grosse vor kleinen Muskeln, schwere vor leichten Übungen und mindestens einen Pausentag pro Woche. Anfängerinnen und Anfänger trainieren demnach mindestens 6, besser 12 Monate im Ganzkörper-Plan. Zu Beginn brauche es meist keine Periodisierung.
Zur Periodisierung nennt der Evidenz-Check eine Meta-Analyse zur Maximalkraft. Als Hintergrund: Eine Meta-Analyse mit 35 Studien bei gleichem Trainingsvolumen fand einen kleinen Vorteil periodisierter Programme für die Maximalkraft (ES 0.31), beim Muskelwachstum gab es keinen Unterschied (Moesgaard et al., 2022). Verglichen wurden nur Programme mit gleichem Trainingsvolumen, deshalb sagt das Ergebnis nichts über Programme mit unterschiedlichem Umfang.
Was beschreiben die Module zu Regeneration, Ernährung und Personaltraining?
Modul 7 nennt Regenerationszeiten der Trainingsarten und erklärt, warum sie Richtwerte sind. Es beschreibt, wie Schlaf, Ernährung und Stress die Regeneration beeinflussen, und erläutert Ursachen, Symptome und Vorsorge bei Übertraining. Ein Konsensuspapier der European College of Sport Science und des American College of Sports Medicine hält fest, dass die Unterscheidung zwischen verschiedenen Zuständen schwierig ist und kein einzelner Marker allgemein anerkannt ist (Meeusen et al., 2013). Das Workbook stellt keine Diagnosen und verweist bei Beschwerden an Ärztin, Arzt oder Sportmedizin.
Die Module 9 und 10 liefern Grundlagen zur Energiebereitstellung und zu Nahrungsergänzungsmitteln. Modul 11 beschreibt Wirkstoffgruppen im Zusammenhang mit Doping sachlich und bereitet auf ein einfühlsames Aufklärungsgespräch vor.
Modul 12 schliesst mit dem Personaltraining. Es beschreibt vier Bereiche: Bedarfsanalyse, Trainingsplananalyse, Trainingsplanerstellung und Coaching. Dazu gehören die Klärung von Ist-Zustand und Soll-Zustand, ein Gesundheitsbogen, der Ablauf einer Einheit mit festem Erklärschema und die Betreuung danach. Das Modul versteht sich als Vorschlag aus der Praxis, den du so gestaltest, dass er zu dir passt.
Was steht am Ende des Workbooks?
Auf die zwölf Module folgen mehrere Abschnitte. Unter «Empfohlene Produkte» (Seiten 153 bis 155) stehen weitere Angebote der SNF Academy mit QR-Codes zum Shop, darunter die Ausbildung zum Dipl. Ernährungscoach SNFA. Es folgen das Quellenverzeichnis (ab Seite 156), die weiterführende Fachliteratur (ab Seite 160) und der Haftungsausschluss mit Hinweisen (ab Seite 162).
Das Workbook ist urheberrechtlich geschützt und gehört Birol Isik und Daniela Isik. Es darf nicht kopiert oder im Internet veröffentlicht werden. Der Teilnehmerbereich stellt es als geschützte Version bereit, in der Drucken und Textauszug erlaubt sind.
Wie hängt das Workbook mit der Ausbildung zusammen?
Die Ausbildung läuft 100 % online. Du hast 365 Tage Zugang und lernst im eigenen Tempo. Die SNF Academy besteht seit 2005 in der Schweiz. Birol Isik hat sie in Zürich gegründet, Daniela Isik entwickelt sie als Dozentin mit. Das Workbook begleitet die Lektionen, es ersetzt weder sie noch das eigene Studium noch eine ärztliche oder sportmedizinische Beratung. Zur Anerkennung gilt:
Die Personal-Trainer-Ausbildung ist durch QualiCert geprüft und anerkannt. Absolventinnen und Absolventen verfügen über vertieftes Wissen und können Kunden im Fitnessstudio, im Outdoor-Training oder in Sportvereinen professionell beraten und betreuen. Wir empfehlen unseren Teilnehmenden, erste praktische Erfahrungen im Fitnessstudio zu sammeln und sich laufend weiterzuentwickeln. Nach der Ausbildung kannst du dich durch QualiCert zertifizieren lassen. Bei Fragen nimm unverbindlich Kontakt mit unseren Expertinnen und Experten auf.
Wie arbeitest du Schritt für Schritt mit dem Workbook?
Ein Beispiel für ein Modul, das du anpassen kannst: Erst liest du die Lernziele, dann siehst du die Lektion im Campus an und liest den Modultext. Danach prüfst du den Evidenz-Check und beantwortest die Reflexionsfragen schriftlich. Zum Schluss notierst du, welchen Schritt du als Nächstes machst.
Für Nachschlagen im Alltag bietet sich der Übungskatalog an, für Planungsfragen Modul 8. Wie sich das Lernen zeitlich organisieren lässt, beschreibt der Beitrag Personal Trainer Ausbildung: 12-Wochen-Lernplan. Zum Ablauf der Ausbildung informiert Personal-Trainer-Ausbildung im Fernstudium: Ablauf. Vertiefende Hintergründe liefern Trainingsplanung und Trainingsplan erstellen als Personal Trainer.
Die Menschen hinter der Ausbildung findest du auf birolisik.ch und danielalovric.ch. Wer später ein eigenes Angebot aufbauen möchte, findet bei Onspire Unterstützung bei Strategie und Sichtbarkeit.
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Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information. Er ersetzt weder die Lektionen noch das eigene Studium und keine ärztliche oder sportmedizinische Beratung. Bei Beschwerden oder Vorerkrankungen beziehst du eine Ärztin, einen Arzt oder die Sportmedizin ein.











