Zwischen Vorlesung, Lehre, Training und Handy bleibt wenig Zeit zum Essen. Gleichzeitig prägen Videos und Bilder, was junge Menschen für normal oder gesund halten. Dieser Artikel zeigt, was die Forschung zu Gen Z, Ernährung und Social Media sagt und wie Coaching hilft.
Das Fachwissen dafür vermittelt bei der SNF Academy die Personal Trainer Ausbildung zusammen mit der Ernährungscoach-Ausbildung im Fitness Kombi Paket.
Wie hängen Gen Z, Ernährung und Social Media zusammen?
Gen Z wächst mit sozialen Netzwerken auf. Dort begegnen junge Menschen Rezepten, Diäten, Trends und Körperbildern. Das kann inspirieren, aber auch verunsichern. Die Ernährung selbst wird zusätzlich vom Alltag bestimmt: Zeit, Geld, Mensa, Wohnsituation.
Mit Gen Z sind grob die Jahrgänge ab Ende der 1990er bis Anfang der 2010er Jahre gemeint. Die Gruppe ist uneinheitlich. Dieser Artikel beschreibt Muster aus der Forschung, nicht Eigenschaften jedes Einzelnen.
Wie Generation Z und Millennials ihre Gesundheit über Ernährung stärken können, beschreibt der Beitrag Wie Generation Z und Millennials ihre Gesundheit durch Ernährung stärken. Hier liegt der Fokus auf Alltag, Netzwerken und Coaching.
Warum fallen bei jungen Erwachsenen so oft Mahlzeiten aus?
Mahlzeiten fallen oft aus, weil Zeit fehlt. Eine systematische Übersicht mit 35 Studien zu jungen Erwachsenen im Alter von 18 bis 30 Jahren fand, dass Frühstück am häufigsten ausgelassen wird (14 bis 88 Prozent), vor dem Mittagessen (8 bis 57 Prozent) und dem Abendessen (4 bis 57 Prozent). Zeitmangel war durchgehend ein wichtiger Zusammenhang (Pendergast et al. 2016).
Die Spannweiten sind gross, weil die Studien verschieden messen. 28 der 35 Studien erhielten bei der Qualitätsprüfung eine negative Bewertung. Die Zahlen sind also grobe Hinweise. Männer liessen das Frühstück eher aus, Frauen eher Mittag- oder Abendessen.
Für Coaches ist das eine klare Aufgabe: einfache, schnelle Lösungen anbieten, die in den Alltag passen. Ein Frühstück muss nicht aufwendig sein. Joghurt mit Früchten und Nüssen, Haferflocken über Nacht oder ein belegtes Vollkornbrot sind schnell vorbereitet.
Wie wirkt Social Media auf das Essverhalten?
Social Media hängt mit ungünstigeren Essmustern zusammen, besonders bei Kindern und Jugendlichen. Eine systematische Übersicht mit 35 Artikeln zu 2- bis 18-Jährigen berichtete, dass Social Media mit ausgelassenem Frühstück, mehr ungesunden Snacks und gesüssten Getränken sowie weniger Obst und Gemüse verbunden war (Sina et al. 2022).
Interessant ist ein Detail: In einer von vier Studien erhöhten Videos von Gleichaltrigen über gesunde Ernährung den Gemüseverzehr, Videos von Influencern aber nicht. Das spricht dafür, dass Nähe und Glaubwürdigkeit zählen. Die Autoren sehen als Mechanismen die Wirkung von Bildern auf das Belohnungssystem und die soziale Beeinflussung durch Werbung und Peers.
Die Daten stammen von Minderjährigen, also von der jüngeren Gen Z. Sie zeigen Zusammenhänge, keine eindeutige Ursache. Für Coaching heisst das: nicht verbieten, sondern einordnen. Der Beitrag Social Media als Ernährungscoach zeigt, wie man verantwortungsvoll Vertrauen aufbaut.
Was bedeutet das für Körperbild und Essentscheidungen?
Auch das Körperbild spielt mit. Eine gemischte Übersicht mit 30 Studien und 11 125 gesunden jungen Erwachsenen (18 bis 30 Jahre) fand, dass Social-Media-Nutzung oder Kontakt mit bildbezogenen Inhalten mit stärkerer Körperunzufriedenheit, Diäten, Überessen und auch mit der Wahl gesunder Lebensmittel zusammenhing (Rounsefell et al. 2020).
Die qualitativen Studien beschrieben Vergleiche zwischen Nutzern, verstärkte Gefühle zum eigenen Körper und das Streben nach externer Bestätigung. Die Autoren raten, bei Kampagnen für junge Erwachsene bildbezogene Inhalte zu bedenken, um Körperunzufriedenheit nicht zu verstärken.
Als Coach heisst das: Sprich über Energie, Konzentration, Wohlbefinden und Alltag statt über Aussehen. Vermeide Verbote, Schuldgefühle und das Wort «ungesund» als Urteil über Menschen. Wenn jemand stark besorgt über Gewicht oder Essen wirkt, verweise auf die ärztliche Abklärung.
Wie sieht alltagstaugliches Coaching für Gen Z aus?
Gutes Coaching beginnt bei der Frage, was in der Woche möglich ist. Ein einfaches Raster hilft.
- Frühstück: eine schnelle Variante, die zu Wohnort und Morgenroutine passt.
- Mittag: Mensa, Pausenbrot oder Resten vom Vorabend, mit Gemüse und Eiweissquelle.
- Zwischendurch: Obst, Nüsse, Joghurt oder Vollkornprodukte statt nur Süsses.
- Trinken: Wasser oder ungesüsster Tee als Standard, gesüsste Getränke selten.
- Abend: einfache Gerichte mit wenigen Zutaten und Vorbereitung für zwei Tage.
- Social Media: bewusst folgen, Aussagen prüfen und Quellen suchen.
Der Rahmen bleibt flexibel. Ein Beispiel: Eine Lernende mit Frühschicht bereitet Haferflocken am Vorabend vor und nimmt Rüebli und Hummus ins Znüni. Das Beispiel ist erfunden und beschreibt keine Einzelperson. Es zeigt, wie kleine Schritte gelingen.
Welche Trends sollten Coaches einordnen können?
Gen Z begegnet ständig neuen Trends: Proteinprodukte, Energydrinks, Fasten, Detox, Trendrezepte. Coaches sollten Trends sachlich einordnen können, statt sie pauschal zu loben oder zu verbieten.
Dazu braucht es Wissen zu Makro- und Mikronährstoffen, Nahrungsergänzung und Energiebedarf. Mehr zu ausgewählten Themen bieten die Beiträge Protein-Shake für junge Menschen: Essen oder Pulver? und Pre-Workout und Energy Drinks.
Wer sich beruflich damit befasst, ordnet Behauptungen nach Quelle und Studienlage, nennt Grenzen und gibt keine Dosierungsempfehlungen aus eigener Hand.
Das lernst du in der Ausbildung
Teilnehmende der Ausbildungen zum Dipl. Ernährungscoach SNFA und zum Dipl. Personal Trainer SNFA erfahren dazu mehr und können junge Kundschaft sachlich begleiten:
- Ernährung: Makro- und Mikronährstoffe, Mahlzeitenstruktur und Alltagsplanung.
- Nahrungsergänzung: sachliche Einordnung von Produkten, ohne Dosierungsempfehlungen aus eigener Hand.
- Krafttraining und Muskelaufbau: Wie Training und Ernährung zusammenwirken.
- Regeneration: Schlaf, Pausen und Energie im Alltag.
- Trainingsplan und korrekte Übungsausführung: Bewegung sicher und alltagstauglich aufbauen.
- Fitness: Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit im Zusammenspiel.
Die Personal-Trainer-Ausbildung und die Ernährungscoach-Ausbildung laufen 100 Prozent online mit 365 Tagen Zugang. Das Fitness Kombi Paket enthält beide Diplome. Die Personal-Trainer-Ausbildung ist durch QualiCert geprüft und anerkannt. Absolventinnen und Absolventen verfügen über vertieftes Wissen und können Kunden im Fitnessstudio, im Outdoor-Training oder in Sportvereinen professionell beraten und betreuen. Wir empfehlen unseren Teilnehmenden, erste praktische Erfahrungen im Fitnessstudio zu sammeln und sich laufend weiterzuentwickeln. Nach der Ausbildung kannst du dich durch QualiCert zertifizieren lassen. Bei Fragen nimm unverbindlich Kontakt mit unseren Expertinnen und Experten auf. Das Diplom ist auf NQR Level 4 eingestuft.
Danach kannst du nebenberuflich starten oder dein Hobby zum Beruf machen. Die Business Masterclass für Ernährungscoaches zeigt Kundengewinnung und Selbstständigkeit. Für Videos und Beiträge hilft die Weiterbildung Content Creation für Personal Trainer. Auf Wunsch begleitet dich Birol Isik im individuellen Coaching, auch bei Fragen zur Zertifizierung.
Evidenz und Grenzen
Die Studien zeigen Zusammenhänge zwischen Social Media, Essmustern und Körperbild, aber keine sicheren Ursachen. Viele Arbeiten sind Beobachtungen mit Selbstangaben. Die Übersicht zu ausgelassenen Mahlzeiten weist selbst auf methodische Schwächen hin, 28 von 35 Studien erhielten eine negative Qualitätsbewertung.
Die Daten stammen aus mehreren Ländern, nicht nur aus der Schweiz, und teils von Minderjährigen. Coaching ist keine Diagnose, Therapie oder medizinische Beratung. Bei Essstörungen, Untergewicht, Übergewicht, Blutwerten, Allergien oder Medikamenten gehört die Abklärung zur Ärztin oder zum Arzt. Wir geben keine Heilversprechen.
So gehst du jetzt vor
Beginne mit einer kleinen Routine, etwa einem schnellen Frühstück an drei Tagen pro Woche. Wenn du Menschen beruflich begleiten willst, klären wir im Strategiegespräch zur Ausbildung, welche Ausbildung zu dir passt, und ob die Personal Trainer Ausbildung mit dem Ernährungscoach-Diplom dein Weg ist.
Mehr zum Gründer Birol Isik findest du auf birolisik.ch, Daniela Isik als Dozentin stellt sich auf danielalovric.ch vor. Die Lernplattform ist der SNFA Campus. Für Auftritt und Sichtbarkeit beraten und unterstützen wir dich bei onspire.ch.
Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information. Er ersetzt keine rechtliche, steuerliche oder ärztliche Beratung. Angaben zum Programm findest du auf der verlinkten Seite.











