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Die Website als Coach richtig aufbauen: SEO-Grundlagen

Website als Coach aufbauen: Seitenstruktur, Titel, Texte, Links, Bilder, Technik und Vertrauen, damit dich Interessierte bei Google und in KI-Antworten finden.

  • 10 Min. Lesezeit
Coachin gestaltet ihre Website am Laptop und Tablet
Kernaussage

Eine gute Coaching-Website besteht aus wenigen, klar gegliederten Seiten: Start, Angebote, Über mich, Ratgeber und Kontakt.

Viele Coaches starten mit einer schönen Startseite und merken nach Monaten, dass niemand sie findet. Das liegt selten an fehlendem Talent, sondern an fehlenden Grundlagen: unklare Seitenstruktur, Titel ohne Bezug zu Suchanfragen, keine Verlinkung und fehlende Angaben zur Person.

Dieser Artikel zeigt die Grundlagen der Suchmaschinenoptimierung für Coaching-Websites. Er stützt sich auf den SEO-Leitfaden von Google, die Hinweise zu crawlbaren Links, strukturierten Daten und hilfreichen Inhalten sowie auf die Marketing-Grundlagen des KMU-Portals des Bundes. Aussagen zu Preisen unserer Ausbildungen und Einnahmen lassen wir weg. Wie schnell sich Ergebnisse zeigen, hängt von Region, Angebot und Aufwand ab und lässt sich nicht seriös vorhersagen.

Wie funktioniert die Suche und was heisst das für deine Website?

Google nutzt Crawler, die das Web automatisch durchsuchen. Die meisten Seiten werden über Links von bereits gefundenen Seiten entdeckt. Eine Sitemap kann helfen, ist aber nicht zwingend. Mit dem Operator «site:» und deiner Adresse siehst du schnell, ob Seiten im Index sind.

Für dich als Coach folgt daraus: Jede wichtige Seite braucht erstens eine Adresse, die erreichbar ist, zweitens mindestens einen Link von einer anderen Seite deiner Website und drittens einen Inhalt, der eine Frage von Menschen beantwortet. Alles Weitere sind Details dieser drei Punkte.

Welche Seiten braucht deine Website?

Beginne klein. Fünf bis acht Seiten genügen für den Start, wenn sie klar sind.

SeiteAufgabeWichtige Inhalte
StartseiteOrientierung und erster EindruckWer bist du, für wen, was ist der nächste Schritt?
AngebotsseitenEin Angebot pro SeiteZiel, Ablauf, Dauer, Ort, Fragen, Kontakt
Über michVertrauenAusbildung, Erfahrung, Haltung, Foto
Ratgeber oder BlogFragen deiner Zielgruppe beantwortenArtikel mit Kurzantwort und Quellen
KundenstimmenBelegeKurze Rückmeldungen in Boxen, mit Einwilligung
KontaktHürden senkenFormular, Telefon, Termin, Adresse
RechtlichesPflichtangabenImpressum und Datenschutzerklärung

Vermeide Seiten, die nur den Ortsnamen austauschen, und Seiten ohne eigenen Inhalt. Wer in mehreren Städten arbeitet, braucht pro Ort echte Informationen, zum Beispiel Treffpunkte oder Besonderheiten.

Wie wählst du Seitentitel und Beschreibungen?

Google erklärt, dass der Titel-Link in den Suchergebnissen vor allem auf dem Titel-Element der Seite und auf Überschriften beruht. Ein guter Titel ist eindeutig, klar, prägnant und beschreibt den Inhalt zutreffend. Die Beschreibung unter dem Titel stammt meist aus dem Seiteninhalt, gelegentlich aus der Meta-Beschreibung. Sie sollte kurz, einzigartig und inhaltlich zentral sein.

Beispiele für Titel:

  • Statt «Home»: «Ernährungscoaching für Berufstätige in Zürich»
  • Statt «Angebot»: «Personal Training in Luzern: Ablauf und Erstgespräch»
  • Statt «Blog»: «Ratgeber: Training und Ernährung im Alltag»

Jede Seite bekommt ihren eigenen Titel und ihre eigene Beschreibung. Doppelte Titel verwirren Menschen und Suchsysteme.

Wie gliederst du Texte mit Überschriften?

Überschriften gliedern Texte und helfen beim Überfliegen. Google schreibt, dass Reihenfolge und Anzahl der Überschriften für das Ranking keine Rolle spielen, sie sind für Menschen da. Formuliere deshalb Überschriften als Fragen oder klare Aussagen, die den Abschnitt beschreiben.

  • Eine Hauptüberschrift pro Seite
  • Zwischenüberschriften pro Absatzgruppe
  • Kurze Absätze mit drei bis fünf Sätzen
  • Listen für Schritte und Vergleiche
  • Fettdruck sparsam für Schlüsselbegriffe

Beginne wichtige Seiten mit einer kurzen Antwort oder Zusammenfassung. Das hilft Lesenden und Systemen, die Antworten zusammenstellen. Warum das auch für KI-Funktionen zählt, zeigt der Beitrag Wie du als Fitnesstrainer in der KI-Suche sichtbar wirst.

Wie schreibst du Inhalte, die Menschen und Google überzeugen?

Der Leitfaden von Google nennt als Merkmale guter Inhalte: gut lesbar und gegliedert, einzigartig, aktuell und hilfreich. Denke an die Suchbegriffe deiner Leserschaft und schreibe in deren Sprache. Keyword-Stuffing, also das unnatürliche Wiederholen von Begriffen, gilt als Spam.

Die Anleitung zu hilfreichen Inhalten ergänzt: Inhalte sollen vorrangig Menschen helfen und nicht dazu dienen, Rankings zu beeinflussen. Frage dich bei jeder Seite: Würde ich diese Seite einer Freundin schicken, die genau diese Frage hat?

  • Beantworte die Hauptfrage früh und klar.
  • Nenne konkrete Schritte statt Allgemeinplätze.
  • Zeige Beispiele aus deiner Praxis, ohne Personen erkennbar zu machen.
  • Gib an, was nicht zu deinem Angebot gehört.
  • Aktualisiere Seiten, wenn sich Angaben ändern.

Wie du regelmässig Inhalte planst, zeigt der Beitrag Newsletter für Coaches für den direkten Kontakt und der Beitrag zu Fitness-Content für Artikel und Video.

Wie verlinkst du Seiten sinnvoll?

Links sind laut Google ein wichtiger Weg, wie neue Seiten entdeckt werden. Crawlbar sind Links als a-Element mit href-Attribut und echter Adresse. Konstrukte wie Klick-Ereignisse ohne href oder Platzhalter-Adressen sind nicht empfohlen. Jede wichtige Seite sollte mindestens einen Link von einer anderen Seite deiner Website erhalten.

Der sichtbare Linktext soll beschreiben, was die Zielseite enthält. Formulierungen wie «hier klicken» sind ungeeignet, ebenso aneinandergereihte Links ohne Kontext. Gute Beispiele:

  • «Mehr zum Ablauf des Erstgesprächs»
  • «Ernährungscoaching für Berufstätige»
  • «Ratgeber zu Krafttraining im Alltag»

Plane Links wie ein Netz: Ratgeber verlinken auf passende Angebotsseiten, Angebotsseiten auf Ratgeber, die Startseite auf alle wichtigen Seiten. Verlinke auch auf deine Ausbildung, damit Besucher deine Qualifikation nachvollziehen können, zum Beispiel auf die Ernährungscoach-Ausbildung, wenn du in diesem Bereich arbeitest.

Wie setzt du Bilder und Videos richtig ein?

Google empfiehlt scharfe, hochwertige Bilder nahe am passenden Text und Alt-Texte, die das Bild und seinen Bezug zur Seite beschreiben. Für Videos gilt: Verwende gängige HTML-Elemente zum Einbetten, gib jeder Video-Seite einen eindeutigen Titel und eine eindeutige Beschreibung und sorge für ein gültiges Vorschaubild.

  • Verwende eigene Fotos von dir, deinem Studio und deiner Arbeit.
  • Benenne Dateien aussagekräftig, etwa «ernaehrungscoaching-erstgespraech.webp».
  • Schreibe Alt-Texte, die beschreiben, was zu sehen ist.
  • Komprimiere Bilder, damit die Seite schnell lädt.
  • Zeige Personen nur mit Einwilligung.

Wenn du Videos produzieren möchtest, findest du bei Daniela Isik eine YouTube-Masterclass, die zeigt, wie Kanal und Website zusammenspielen.

Was gehört zur Technik?

Du musst kein Entwickler sein, aber du solltest einige Grundlagen prüfen. Die Dokumentation von Google nennt für alle Suchfunktionen dieselben Voraussetzungen: Crawling erlauben, Seiten indexierbar halten, eine gute Seitenerfahrung bieten und wichtige Inhalte als Text bereitstellen.

PrüfpunktWie prüfst du ihn?Typisches Problem
IndexierungSuche mit «site:deinedomain.ch»Seiten fehlen, weil sie gesperrt sind
robots.txtDatei unter deinedomain.ch/robots.txt öffnenPauschale Sperre für alle Crawler
Mobile AnsichtSeite auf dem Smartphone öffnenText zu klein, Buttons zu nah
LadezeitSeite auf dem Mobilnetz öffnenRiesige Bilder
SicherheitAdresse beginnt mit httpsGemischte Inhalte oder Warnungen
Search ConsoleWebsite verifizierenFehlermeldungen unbeachtet

Verifiziere deine Website in der Search Console. Dort siehst du technische Probleme, Suchanfragen und die Leistung deiner Seiten.

Welche Rolle spielen strukturierte Daten?

Strukturierte Daten sind ein standardisiertes Format, mit dem du Google zusätzliche Informationen zu einer Seite gibst. Google empfiehlt JSON-LD und verlangt, dass nichts ausgezeichnet wird, was Nutzer nicht sehen. Eine erweiterte Darstellung ist nicht sicher. Für Coaches kann ein sichtbarer FAQ-Abschnitt mit passendem Markup sinnvoll sein. Fehlerhaftes Markup schadet mehr, als es nützt. Wenn du unsicher bist, lass es weg oder von einer Fachperson einrichten, etwa bei Onspire.

Wie zeigst du Vertrauen auf der Website?

Bei Themen mit Bezug zu Gesundheit gewichtet Google nach eigener Aussage Erfahrung, Fachkenntnis, Autorität und Vertrauenswürdigkeit stärker, und nennt Vertrauen als wichtigsten Aspekt. Zeige deshalb auf deiner Website offen, wer du bist.

  • Foto, Name, Ausbildung und Abschluss, zum Beispiel «dipl. Ernährungscoach SNFA»
  • Erfahrung und Schwerpunkte
  • Kundenstimmen als eigene Boxen
  • Quellen unter Fachartikeln
  • Impressum, Datenschutz, Kontaktangaben
  • Ehrliche Grenzen: keine Heilversprechen

Vertiefend im Beitrag E-E-A-T für Coaches. Unsere Studierenden vertiefen das Fachwissen für solche Texte auf der Lernplattform snfa-campus.ch.

Wie wirst du lokal gefunden?

Wenn du Kundschaft vor Ort bedienst, ergänzt ein Unternehmensprofil bei Google deine Website. Google beschreibt Relevanz, Entfernung und Bekanntheit als Faktoren für lokale Ergebnisse. Die Website liefert die Inhalte, das Profil die Ortsinformationen. Einen Schritt-für-Schritt-Plan findest du im Beitrag Google Business Profil für Coaches.

Wie sieht eine gute Startseite aus?

Die Startseite entscheidet in Sekunden, ob Besucher bleiben. Sie muss drei Fragen beantworten: Was bietest du an? Für wen? Wie geht es weiter? Alles andere ist zweitrangig.

  • Oben: eine klare Überschrift mit Angebot und Zielgruppe, ein Satz Erklärung und ein Button zum nächsten Schritt.
  • Darunter: drei Nutzen oder Leistungen in kurzen Blöcken, jeweils mit Link zur Angebotsseite.
  • Dann: Foto, Name und zwei Sätze zu deiner Ausbildung und Erfahrung, mit Link zu «Über mich».
  • Danach: zwei bis drei Kundenstimmen als Boxen.
  • Zum Schluss: ein Hinweis auf Ratgeberartikel, ein Kontaktweg und die Pflichtangaben.

Verzichte auf bewegte Karussells, automatische Videos mit Ton und Pop-ups, die den Inhalt verdecken. Google schreibt im SEO-Leitfaden, dass Werbung oder andere Elemente den Inhalt nicht überlagern oder stören sollen. Was Menschen stört, stört meist auch die Bewertung der Seite.

Was gehört zu Impressum und Datenschutz?

Wer Kundschaft anspricht und Daten erhebt, braucht klare Angaben, wer die Website betreibt und was mit Daten geschieht. Ein Impressum mit Name, Adresse und Kontaktmöglichkeit schafft Transparenz. Eine Datenschutzerklärung beschreibt, welche Daten du erhebst, etwa über das Kontaktformular, den Newsletter oder Statistik-Werkzeuge, und wozu du sie verwendest.

Besondere Sorgfalt braucht der Umgang mit gesundheitsbezogenen Angaben, die Kundinnen dir im Gespräch oder per Formular mitteilen. Frage nur, was du wirklich brauchst, und bewahre Daten geschützt auf. Für die genaue Ausgestaltung hole bei Bedarf rechtliche Beratung ein. Dieser Artikel ersetzt keine Rechtsberatung.

Wie pflegst du deine Website langfristig?

Eine Website ist nie fertig. Plane einen festen Termin pro Monat von rund einer Stunde, in dem du folgende Punkte prüfst:

  • Funktioniert das Kontaktformular? Sende dir selbst eine Testnachricht.
  • Gibt es defekte Links? Klicke die wichtigsten Seiten durch.
  • Stimmen Öffnungszeiten, Angebote und Kontaktangaben noch?
  • Welche Seiten bringen in der Search Console die meisten Klicks, welche gar keine?
  • Gibt es neue Fragen aus Kundengesprächen, die einen Artikel verdienen?

Nach jeder grösseren Änderung lohnt ein Blick in die Search Console, ob Seiten weiterhin indexiert sind. Und sichere deine Website regelmässig, damit du bei Problemen auf eine funktionierende Version zurückgreifen kannst.

Wie planst du den Aufbau in 30 Tagen?

WocheAufgabe
1Seitenstruktur festlegen, Hauptthemen pro Seite notieren, Search Console einrichten
2Startseite, zwei Angebotsseiten und «Über mich» schreiben, Titel und Beschreibungen setzen
3Bilder, Alt-Texte, interne Links, Kontakt, Impressum und Datenschutz ergänzen
4Zwei Ratgeberartikel veröffentlichen, mobile Ansicht und Ladezeit prüfen

Wer sich beim Aufbau von Angebot und Positionierung begleiten lassen möchte, findet bei Birol Isik Business-Coaching für Selbständige im Gesundheits- und Fitnessbereich.

Welche Fehler vermeidest du besser?

  • Alles auf einer Seite: Ein Thema pro Seite schafft Klarheit.
  • Fehlende Autorenangabe: Anonyme Gesundheitsseiten wirken wenig vertrauenswürdig.
  • Texte aus Vorlagen: Einzigartigkeit gehört zu den Merkmalen guter Inhalte.
  • Bilder ohne Alt-Text und mit riesiger Dateigrösse
  • Kein Hinweis auf nächsten Schritt: Besucher wissen nicht, wie sie dich kontaktieren.
  • Technik ignorieren: Eine gesperrte Seite kann nicht gefunden werden.

Starte mit den Punkten, die du in einem Nachmittag umsetzen kannst: Titel, Beschreibungen, Autorenangabe, interne Links. Danach folgen Inhalte und Technik.

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.

Birol Isik, Gründer der SNF Academy
Über den Autor

Birol Isik

Birol Isik ist Schweizer Unternehmer, Mentor, Mindset Coach und Gründer der SNF Academy. Seine Schwerpunkte liegen unter anderem auf Coaching, Kommunikation, Selbstführung und beruflicher Entwicklung. Als Berater und Coach begleitet er Menschen seit 2005.

Zum Profil birolisik.ch

Häufige Fragen.

Die wichtigsten Antworten zum Beitrag, kurz und verständlich.

Wie viele Seiten braucht eine Coaching-Website?

Für den Start genügen fünf bis acht klar gegliederte Seiten: Start, ein bis drei Angebote, Über mich, Kontakt und Rechtliches. Ratgeberartikel ergänzt du schrittweise.

Brauche ich einen Blog?

Nicht zwingend, aber Ratgeberartikel beantworten Fragen deiner Zielgruppe und machen dich für viele Suchanfragen sichtbar. Beginne mit zwei Artikeln.

Wie wichtig sind Titel und Beschreibungen?

Der Titel ist laut Google eine wichtige Grundlage für den Titel-Link in den Suchergebnissen. Wähle für jede Seite einen eindeutigen, klaren Titel.

Muss ich strukturierte Daten einbauen?

Nein. Sie sind hilfreich, aber nicht zwingend. Wichtig ist, dass Markup und sichtbarer Text übereinstimmen.

Wie wichtig sind interne Links?

Sehr wichtig. Jede wichtige Seite sollte mindestens einen Link von einer anderen Seite deiner Website erhalten, mit beschreibendem Linktext.

Wann sehe ich Ergebnisse?

Das lässt sich nicht seriös vorhersagen. Plane mit mehreren Monaten und beurteile Entwicklungen in der Search Console.