Zum ganzen Shop
Alle Ausbildungen
Online-AusbildungErnährungscoach Starter

Diplom in 9 Modulen – von Grundlagen Biologie über Makronährstoffe bis Ernährungscoaching. 100 % online.

CHF2’199statt CHF 4’998
Zur Ausbildung
Zwei DiplomeFitness Kombi Paket

Personal Trainer und Ernährungscoach in einem Paket – Training und Ernährung aus einer Hand.

CHF3’699statt CHF 9’996
Zur Ausbildung

Angebote

Fitness Kombi PaketZwei DiplomeCHF 3’699PREMIUM-Paket2 Diplome + BusinessCHF 7’949VIP Fitness & Business4 in 1 · 1:1 MentoringCHF 13’369

Immer inklusive

  • 365 Tage Zugang pro Ausbildung
  • Startdatum frei wählbar
  • Erste Online-Prüfung inklusive
  • Persönlicher Support
Mit Birol IsikBusiness Masterclass

Positionierung, Digital-Marketing, SEO & KI-Sichtbarkeit, Verkauf und Kundengewinnung.

Masterclass ansehen
Welche Ausbildung passt zu mir?Kostenlose Beratung
Quiz · 30 Sekunden
Womit möchtest du Menschen begleiten?
Was ist dein Ziel?
Unsere Empfehlung

Ansehen
Lieber persönlich?Daniela Isik und Birol Isik beraten dich kostenlos und unverbindlich.Beratung anfragen
Coaching-Übersicht
PersönlichkeitsentwicklungÜbersicht Persönlichkeitsentwicklung
Für wen geeignet?
Kontakt für Firmen
Beratung Selbstständigkeit
Blog
Studien
Ernährungscoach RatgeberÜbersicht Ernährungscoach Ratgeber
Karriere in der Schweiz
Fitnessstudios
Alle Beiträge
Über die SNF Academy
Anerkennung & Qualität
Bewertung
Mehr zur Akademie

Gesässmuskulatur: Gluteus maximus, medius und minimus

Der grosse Gesässmuskel ist der grösste Muskel des Körpers, die kleinen Gesässmuskeln halten bei jedem Schritt das Becken stabil. Hier erfährst du, wie die Gesässmuskulatur aufgebaut ist und wie du alle drei Muskeln trainierst.

  • 6 Min. Lesezeit
Frau trainiert Hip Thrusts mit Langhantel auf der Bank, Trainingspartner hilft, modernes Gym – Gesässmuskulatur
Kernaussage

Die Gesässmuskulatur besteht aus drei Muskeln: dem grossen (M. gluteus maximus), dem mittleren (M. gluteus medius) und dem kleinen Gesässmuskel (M. gluteus minimus).

Die Gesässmuskulatur ist weit mehr als ein ästhetisches Thema. Sie streckt die Hüfte beim Aufstehen, Treppensteigen und Sprinten, stabilisiert das Becken bei jedem Schritt und schützt Knie und unteren Rücken. Der grosse Gesässmuskel gilt als der grösste Muskel des menschlichen Körpers.

In diesem Beitrag erfährst du, aus welchen drei Muskeln die Gesässmuskulatur besteht, welche Aufgaben sie übernehmen, warum eine schwache Gesässmuskulatur zu Knie- und Rückenproblemen beitragen kann und mit welchen Übungen du jeden Teil gezielt trainierst.

Gesässmuskulatur bei der Glute Bridge: grosser und mittlerer Gesässmuskel blau hervorgehoben – SNF Academy
Bei der Glute Bridge streckt vor allem der grosse Gesässmuskel die Hüfte.

Dieser Beitrag ergänzt den interaktiven Beitrag Muskelgruppen: Die 8 wichtigsten Muskelgruppen im Überblick. Eine kurze Erklärung des Hip Thrusts findest du im Lexikon: Hip Thrusts.

Aus welchen Muskeln besteht die Gesässmuskulatur?

Muskel 1

Gluteus maximus

Der grosse Gesässmuskel liegt oberflächlich und formt das Gesäss. Er zieht vom Darmbein, Kreuzbein und Steissbein zum Oberschenkel und in den Tractus iliotibialis. Versorgt wird er vom unteren Gesässnerv.

Muskel 2

Gluteus medius

Der mittlere Gesässmuskel liegt seitlich am Becken, teils unter dem grossen. Er zieht vom Darmbein zum grossen Rollhügel des Oberschenkels und wird vom oberen Gesässnerv versorgt.

Muskel 3

Gluteus minimus

Der kleine Gesässmuskel liegt ganz in der Tiefe unter dem mittleren. Er hat einen ähnlichen Verlauf und ebenfalls den oberen Gesässnerv als Versorgung.

Unter dem grossen Gesässmuskel liegen zudem die tiefen Hüftrotatoren, etwa der birnenförmige Muskel (M. piriformis). Sie drehen den Oberschenkel nach aussen und stabilisieren den Hüftkopf in der Pfanne. Alle Muskeln der Hüftregion kannst du im interaktiven Muskel-Explorer am Körper ansehen.

Welche Funktionen hat die Gesässmuskulatur?

MuskelHauptfunktionIm Alltag und Sport
Gluteus maximusStreckt die Hüfte, dreht den Oberschenkel nach aussenAufstehen, Treppensteigen, Sprinten, Springen
Gluteus mediusSpreizt das Bein ab, stabilisiert das BeckenGehen, Laufen, Einbeinstand, Richtungswechsel
Gluteus minimusUnterstützt den Medius, stabilisiert den HüftkopfGehen, Einbeinstand

Besonders wichtig ist die Rolle des mittleren Gesässmuskels beim Gehen. Steht man auf einem Bein, würde das Becken auf der Gegenseite absinken, wenn er nicht dagegenhalten würde. Ist er zu schwach, zeigt sich das als sichtbares Absinken des Beckens, das sogenannte Trendelenburg-Zeichen, oder als Ausweichbewegung des Oberkörpers zur Standbeinseite.

Warum schützt eine starke Gesässmuskulatur Knie und Rücken?

Die Gesässmuskulatur steuert die Stellung des Oberschenkels. Ist der mittlere Gesässmuskel schwach, dreht der Oberschenkel bei der Kniebeuge, beim Landen oder Laufen nach innen, und das Knie fällt nach innen. Eine Metaanalyse von Lack und Kollegen (2015) zeigte bei Menschen mit Schmerzen hinter der Kniescheibe, dass Training der Hüftmuskulatur, insbesondere der Gesässmuskeln, Schmerzen und Funktion deutlich verbessert.

Auch der untere Rücken profitiert. Wer beim Heben und Bücken die Hüftstreckung aus dem Gesäss erzeugt, entlastet die Lendenwirbelsäule. Über die Fascia thoracolumbalis ist der grosse Gesässmuskel zudem mit dem Latissimus der Gegenseite verbunden und stabilisiert so das Kreuzbein-Darmbein-Gelenk.

Mit welchen Übungen trainierst du die Gesässmuskulatur?

Distefano und Kollegen (2009) verglichen die Aktivität von grossem und mittlerem Gesässmuskel bei verschiedenen Übungen. Für den mittleren Gesässmuskel zeigte das seitliche Beinheben in Seitenlage die höchste Aktivität, für den grossen Gesässmuskel einbeinige Übungen wie einbeinige Kniebeuge und einbeiniges Kreuzheben. Contreras und Kollegen (2015) fanden beim Hip Thrust eine höhere Aktivität des grossen Gesässmuskels als bei der Kniebeuge.

ÜbungSchwerpunktHinweis
Hip ThrustGluteus maximusHohe Aktivität in der Endposition
Glute BridgeGluteus maximusEinsteigervariante am Boden
Kniebeuge (tief)Gluteus maximus, QuadrizepsGrosser Bewegungsumfang betont das Gesäss
Rumänisches KreuzhebenGluteus maximus, BeinbeugerStarke Dehnung in der unteren Position
Bulgarian Split SquatGluteus maximus und mediusEinbeinig, fordert auch die Stabilität
Seitliches Beinheben in SeitenlageGluteus medius und minimusBein leicht nach hinten, Fussspitze nach vorne
Seitliches Gehen mit MinibandGluteus mediusKnie leicht gebeugt, kleine Schritte
ClamshellGluteus medius, AussenrotatorenGute Aktivierungsübung

Wie die Kniebeuge sauber ausgeführt wird, zeigt der Beitrag Kniebeuge richtig ausführen. Weitere praktische Tipps findest du in 7 Super Tipps für dein Booty-Training.

Wie trainierst du die Gesässmuskulatur ausgewogen?

  • Alle drei Muskeln: Kombiniere Übungen zur Hüftstreckung für den grossen Gesässmuskel mit Übungen zur Abspreizung für den mittleren und kleinen.
  • Beid- und einbeinig: Einbeinige Übungen fordern die Beckenstabilität stärker.
  • Volumen: 8 bis 12 Sätze pro Woche, verteilt auf zwei Einheiten, sind für die meisten ein guter Rahmen.
  • Gefühl entwickeln: Kurze Aktivierungsübungen wie Glute Bridge oder Clamshell vor schweren Übungen helfen, die Gesässmuskulatur bewusster anzusteuern.
  • Progression: Last, Wiederholungen oder Schwierigkeit schrittweise steigern.

Woran erkennst du eine schwache Gesässmuskulatur?

Eine schwache Gesässmuskulatur zeigt sich oft in der Bewegung. Typische Hinweise sind ein Knie, das bei Kniebeuge oder Treppensteigen nach innen fällt, ein Becken, das beim Gehen auf der Schwungbeinseite absinkt, oder ein unterer Rücken, der bei der Glute Bridge statt des Gesässes ermüdet. Auch Krämpfe in der Oberschenkelrückseite bei Hüftstreckungsübungen können darauf hindeuten, dass die Beinbeuger die Arbeit übernehmen.

Ein einfacher Test ist der einbeinige Stand vor dem Spiegel: Bleibt das Becken waagrecht und das Knie über dem Fuss, wenn du leicht in die Knie gehst? Wenn nicht, lohnt sich gezieltes Training für den mittleren Gesässmuskel.

Welche Rolle spielt die Genetik bei der Gesässmuskulatur?

Die Form des Gesässes hängt nicht nur vom Training ab. Beckenform, Fettverteilung und der Ansatzpunkt der Muskeln sind weitgehend genetisch vorgegeben. Training verändert aber das, was beeinflussbar ist: die Muskelmasse, die Kraft und die Fähigkeit, die Gesässmuskulatur im Alltag und Sport gezielt einzusetzen. Für Gesundheit und Leistung ist genau das entscheidend, unabhängig davon, wie das Ergebnis optisch aussieht.

Hilft langes Sitzen gegen eine schwache Gesässmuskulatur?

Im Gegenteil. Wer viel sitzt, nutzt die Gesässmuskulatur kaum. Gleichzeitig bleibt der Hüftbeuger lange in einer verkürzten Position. Das ist nicht gefährlich, aber ein guter Grund, regelmässig aufzustehen und mehrmals pro Woche Übungen für die Hüftstreckung einzubauen. Schon einige Sätze Glute Bridges oder Kniebeugen am Tag machen einen Unterschied.

Was sollten Personal Trainer über die Gesässmuskulatur wissen?

Die Gesässmuskulatur ist für Personal Trainer ein Schlüssel zu vielen Zielen: mehr Leistung beim Laufen und Springen, weniger Knie- und Rückenbeschwerden und eine sportliche Figur. Personal Trainer analysieren deshalb die Beckenstabilität im Einbeinstand und die Kniestellung bei Kniebeuge und Ausfallschritt. Daraus entsteht ein Programm, das Kraft, Stabilität und Bewegungsqualität verbindet. Genau diese Verbindung aus Anatomie und Bewegungsanalyse ist Kern der Personal Trainer Ausbildung der SNF Academy.

Fazit: Die Gesässmuskulatur verdient eine eigene Trainings­einheit

Die Gesässmuskulatur besteht aus dem grossen, mittleren und kleinen Gesässmuskel. Der grosse streckt die Hüfte und liefert Kraft für Aufstehen, Sprinten und Springen, der mittlere und kleine stabilisieren das Becken und das Knie. Wer Hip Thrust, Kniebeuge und Kreuzheben mit Übungen für die seitliche Hüfte kombiniert, stärkt alle drei Muskeln und schützt gleichzeitig Knie und unteren Rücken.

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche oder therapeutische Beratung.

Birol Isik, Gründer der SNF Academy der SNF Academy
Über den Autor

Birol Isik

Birol Isik ist Schweizer Unternehmer, Mentor, Mindset Coach und Gründer der SNF Academy. Seine Schwerpunkte liegen unter anderem auf Coaching, Kommunikation, Selbstführung und beruflicher Entwicklung. Als Berater und Coach begleitet er Menschen seit 2005.

Zum Profil birolisik.ch

Häufige Fragen.

Die wichtigsten Antworten zum Beitrag – kurz und verständlich.

Welche Muskeln gehören zur Gesässmuskulatur?

Der grosse Gesässmuskel (M. gluteus maximus), der mittlere Gesässmuskel (M. gluteus medius) und der kleine Gesässmuskel (M. gluteus minimus). Darunter liegen zusätzlich die tiefen Hüftrotatoren wie der M. piriformis.

Welche Übung trainiert die Gesässmuskulatur am besten?

Für den grossen Gesässmuskel gehören Hip Thrust, tiefe Kniebeuge und rumänisches Kreuzheben zu den wirksamsten Übungen. Für den mittleren Gesässmuskel eignen sich seitliches Beinheben in Seitenlage und Übungen mit dem Miniband.

Was macht der Gluteus medius?

Der mittlere Gesässmuskel spreizt das Bein ab und hält beim Gehen und Laufen das Becken waagrecht. Ist er schwach, sinkt das Becken auf der Gegenseite ab oder das Knie fällt nach innen.

Kann eine schwache Gesässmuskulatur Knieschmerzen verursachen?

Sie kann dazu beitragen. Ein schwacher mittlerer Gesässmuskel lässt das Knie nach innen fallen. Studien zeigen, dass Hüfttraining bei Schmerzen hinter der Kniescheibe Schmerzen und Funktion verbessert.

Wie oft sollte ich die Gesässmuskulatur trainieren?

Zwei Einheiten pro Woche mit insgesamt 8 bis 12 Sätzen sind ein guter Rahmen. Kurze Aktivierungsübungen können auch öfter eingebaut werden.

Wo lerne ich, Beckenstabilität und Bewegungsmuster zu analysieren?

In der Personal-Trainer-Ausbildung der SNF Academy lernst du Anatomie, Bewegungsanalyse und die Planung von Training für Hüfte, Knie und Rücken.

Quellen

  1. 1

    PubMed Quelle

  2. 2

    PubMed Quelle

  3. 3

    PubMed Quelle

  4. 4

    Hüfte, Knie und Rücken als System verstehen? Anatomie, Bewegungsanalyse und Trainingsplanung lernst du praxisnah in der Personal-Trainer-Ausbildung der SNF Academy – QualiCert geprüft und anerkannt. Zur Personal-Trainer-Ausbildung Fitness Kombi-Paket ansehen