Hier erfährst du, welche Wege es in der Schweiz gibt, um eine Weiterbildung zu finanzieren, und wie du mit Steuerabzug, Arbeitgeber und Fördermitteln deutlich sparst.
Wer eine Weiterbildung finanzieren möchte, denkt zuerst an das eigene Ersparte. Dabei gibt es in der Schweiz mehrere Wege, die Kosten zu senken oder zu verteilen: vom Abzug in der Steuererklärung über Beiträge des Arbeitgebers bis zu Bundesbeiträgen, Stipendien und Paketangeboten. Viele Berufstätige kennen diese Möglichkeiten nicht und zahlen dadurch mehr als nötig, oder sie verschieben ihren Karriereschritt unnötig um Jahre.
In diesem Beitrag erfährst du, welche sieben Wege es gibt, um eine Weiterbildung zu finanzieren, für wen sie sich eignen und worauf du achten musst. Die Beispiele beziehen sich auf Aus- und Weiterbildungen im Fitness- und Gesundheitsbereich, gelten aber grundsätzlich für alle berufsorientierten Weiterbildungen. Was die Ausbildungen der SNF Academy kosten, zeigt der Beitrag Personal Trainer Ausbildung Kosten.

Dieser Beitrag ergänzt Personal Trainer Ausbildung Kosten und Ernährungscoach Ausbildung Kosten.
1. Weiterbildung finanzieren mit dem Steuerabzug
Seit 2016 kannst du in der Schweiz die Kosten für berufsorientierte Aus- und Weiterbildungen von den Steuern abziehen, sofern du sie selbst bezahlst. Das gilt nicht nur für Weiterbildungen im aktuellen Beruf, sondern auch für eine Umschulung oder einen Berufswechsel. Voraussetzung ist, dass du bereits einen ersten Abschluss auf Sekundarstufe II hast, etwa eine Lehre oder Matura, oder mindestens 20 Jahre alt bist.
Abziehbar sind Kursgebühren, Lehrmaterial, Prüfungsgebühren und in der Regel auch Reisekosten zum Unterrichtsort. Bei der direkten Bundessteuer gilt ein Höchstbetrag, der an die Teuerung angepasst wird und zuletzt bei knapp 13'000 Franken pro Jahr lag. Die Kantone legen eigene Höchstbeträge fest, die teilweise tiefer oder höher sind. Wie viel du konkret sparst, hängt von deinem Einkommen und Wohnort ab. Bei einem Grenzsteuersatz von 25 Prozent reduziert ein Abzug von 4'000 Franken die Steuerlast um rund 1'000 Franken.
Wichtig: Bezahlt dein Arbeitgeber die Weiterbildung, kannst du diesen Teil nicht abziehen. Bewahre alle Rechnungen und Zahlungsbelege auf und frage im Zweifel bei der Steuerverwaltung deines Kantons oder einer Steuerberatung nach.
2. Beitrag des Arbeitgebers
Viele Unternehmen beteiligen sich an Weiterbildungen, die auch dem Betrieb nützen. Für Mitarbeitende in Fitnesscentern, Physiotherapien, Spitälern, Hotels oder im betrieblichen Gesundheitsmanagement ist eine Personal Trainer oder Ernährungscoach Ausbildung oft ein Gewinn für beide Seiten. Arbeitgeber übernehmen dabei häufig einen Teil der Kosten oder gewähren Arbeitszeit für das Lernen.
Üblich ist eine schriftliche Weiterbildungsvereinbarung. Sie regelt, wer welche Kosten trägt, ob Lernzeit als Arbeitszeit gilt und ob du bei einer Kündigung innerhalb einer bestimmten Frist einen Teil zurückzahlen musst. Lies diese Rückzahlungsklauseln genau. Wenn du deine Weiterbildung finanzieren und gleichzeitig unabhängig bleiben möchtest, kann eine Teilfinanzierung ohne lange Bindung die bessere Lösung sein.
3. Bundesbeiträge für eidgenössische Prüfungen
Bereitest du dich auf eine eidgenössische Berufsprüfung oder höhere Fachprüfung vor, übernimmt der Bund seit 2018 einen grossen Teil der Kursgebühren, aktuell bis zu 50 Prozent. Das Geld wird nach Absolvieren der Prüfung direkt an dich ausbezahlt, unabhängig vom Ergebnis. Voraussetzung ist, dass der vorbereitende Kurs auf der Meldeliste des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation steht. Diese Unterstützung gilt nur für eidgenössische Prüfungen, nicht für private Diplome. Details findest du beim SBFI.
4. Kantonale Stipendien und Darlehen
Stipendien und Ausbildungsdarlehen vergeben die Kantone. Sie richten sich vor allem an Personen in einer Erstausbildung, in einzelnen Fällen auch an Erwachsene in einer Zweitausbildung oder Umschulung. Ob du Anspruch hast, hängt von Einkommen, Vermögen, Alter und Ausbildungsart ab. Einige Kantone kennen zusätzliche Instrumente wie Bildungsgutscheine. Die zuständige Stelle ist das kantonale Stipendienamt. Daneben vergeben Stiftungen und Berufsverbände Beiträge für bestimmte Zielgruppen.
5. Unterstützung durch das RAV
Wer arbeitslos ist, kann über das Regionale Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) arbeitsmarktliche Massnahmen beantragen. Dazu gehören Kurse, die die Chancen auf eine neue Stelle verbessern. Ob eine Weiterbildung bewilligt wird, entscheidet die Beraterin oder der Berater im Einzelfall. Eine gute Begründung, warum die Ausbildung deine Vermittlungsfähigkeit erhöht, ist entscheidend. Mehr dazu liest du im Beitrag Weiterbildungskurse für Arbeitslose online.
6. Paket- und Aktionsangebote der Anbieter
Wer mehrere Ausbildungen plant, sollte Paketangebote vergleichen. Bei der SNF Academy profitierst du beim Kauf beider Ausbildungen im Fitness Kombi Paket von Vorzugskonditionen gegenüber dem Einzelkauf. Zudem kannst du die Ausbildung zu aktuellen Preisen erwerben und das Startdatum später frei wählen. Die aktuellen Konditionen findest du im Onlineshop. Vergleiche bei jedem Anbieter, was im Preis enthalten ist: Zugangsdauer, Prüfung, Diplom und Betreuung.
7. Eigenes Sparen und eine clevere Planung
Wer seine Weiterbildung finanzieren möchte, ohne Schulden aufzunehmen, plant mit einem festen monatlichen Sparbetrag. Hilfreich ist ein separates Konto, auf das jeden Monat automatisch ein Betrag fliesst. Kombiniert mit Aktionspreisen, Paketangeboten und dem Steuerabzug wird eine Ausbildung oft deutlich günstiger, als es der Listenpreis vermuten lässt.
Weiterbildung finanzieren: Die Wege im Vergleich
| Weg | Für wen | Wichtig |
|---|---|---|
| Steuerabzug | alle, die selbst bezahlen | Belege aufbewahren, kantonale Höchstbeträge |
| Arbeitgeber | Angestellte in passender Branche | Rückzahlungsklausel prüfen |
| Bundesbeiträge | Vorbereitung auf eidg. Prüfungen | nur Kurse auf der Meldeliste |
| Stipendien, Darlehen | v. a. Erstausbildung | einkommensabhängig |
| RAV | Stellensuchende | Einzelfallentscheid |
| Paket- und Aktionsangebote | alle | Zuschläge vergleichen |
| Sparen | alle | Dauerauftrag einrichten |
Rechenbeispiel: So viel kostet eine Weiterbildung wirklich
Nehmen wir an, du möchtest eine Personal Trainer Ausbildung für 2'800 Franken absolvieren und bezahlst sie selbst. Bei einem Grenzsteuersatz von rund 25 Prozent reduziert der Steuerabzug deine Steuern um etwa 700 Franken. Die effektiven Kosten sinken damit auf rund 2'100 Franken. Übernimmt dein Arbeitgeber zusätzlich einen Teil, wird die Weiterbildung noch günstiger. Dieses Beispiel ist vereinfacht, zeigt aber, wie stark sich eine gute Planung auswirkt, wenn du eine Weiterbildung finanzieren willst.
Lohnt sich eine Weiterbildung im Fitness- und Gesundheitsbereich?
Die Nachfrage nach Personal Training, Ernährungscoaching und Prävention wächst in der Schweiz seit Jahren. Viele Absolventinnen und Absolventen starten nebenberuflich und bauen ihr Angebot schrittweise aus. Wer bereits im ersten Jahr einige Kundinnen und Kunden betreut, hat die Ausbildungskosten oft schnell wieder eingespielt. Wie du deine Preise kalkulierst, zeigt der Beitrag Personal Trainer Preise Schweiz.
Die SNF Academy bietet die Personal Trainer Ausbildung, die Ernährungscoach Ausbildung, das Fitness Kombi Paket mit beiden Diplomen und das Premium Paket an. Alle Ausbildungen laufen online mit 365 Tagen Zugang, sodass du neben Beruf und Familie lernen kannst.
Checkliste: Bevor du dich für eine Weiterbildung anmeldest
- Ziel klären: Willst du nebenberuflich starten, angestellt arbeiten oder dich selbstständig machen?
- Gesamtkosten erfassen: Kursgebühren, Material, Prüfung, allfällige Präsenztage und Reisekosten.
- Arbeitgeber fragen: Gibt es einen Beitrag oder Lernzeit, und welche Bedingungen gelten?
- Steuerabzug einplanen: Belege sammeln und den kantonalen Höchstbetrag prüfen.
- Zahlungsmodell wählen: Aktionspreis nutzen oder mehrere Ausbildungen als Paket kaufen.
- Zeitplan festlegen: Wie viele Stunden pro Woche kannst du realistisch lernen?
Mit dieser Checkliste kannst du deine Weiterbildung finanzieren, ohne böse Überraschungen zu erleben, und triffst eine fundierte Entscheidung.
Fazit: Eine Weiterbildung finanzieren ist einfacher als gedacht
Wer eine Weiterbildung finanzieren möchte, sollte nicht nur auf den Preis schauen. Steuerabzug, Arbeitgeberbeiträge, Bundesbeiträge, Stipendien, RAV-Unterstützung und Paketangebote können die effektiven Kosten deutlich senken. Kläre die steuerlichen Details mit deiner kantonalen Steuerverwaltung, sprich mit deinem Arbeitgeber und vergleiche die Angebote der Anbieter. So wird aus dem Karriereschritt eine planbare Investition.
Bereit für deinen Karriereschritt?
Starte deine Personal Trainer oder Ernährungscoach Ausbildung online, mit 365 Tagen Zugang, frei wählbarem Startdatum und Diplom nach der Online-Prüfung.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche oder therapeutische Beratung.

















