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Ernährung online im Fernstudium lernen als Lehrperson

Als Lehrperson Ernährung online im Fernstudium lernen: Lernzeit zwischen Unterricht, Korrekturen und Ferien planen und das Workbook der SNF Academy nutzen.

  • 10 Min. Lesezeit
Laptop und Notizbuch auf einem Lehrerpult im leeren Klassenzimmer, Sinnbild für Ernährung im Fernstudium als Lehrperson
Kernaussage

Als Lehrperson kannst du Ernährung online im Fernstudium lernen, weil du den Lernrhythmus selbst bestimmst.

Der Schultag ist dicht getaktet: Unterricht, Pausenaufsicht, Elterngespräche, Korrekturen am Abend. Dazu kommen die Fragen der Kinder und Jugendlichen. Warum frühstückt die Hälfte der Klasse nicht? Was darf in die Znünibox? Du hast dazu eine Meinung, aber vielleicht möchtest du mehr als Alltagswissen.

Dieser Beitrag zeigt, wie Lehrpersonen in der Schweiz Ernährung online im Fernstudium lernen können, ohne ihren Stundenplan aufzugeben. Er beschreibt, was die Forschung zu Lehrpersonen und Ernährung sagt und wo sie an Grenzen stösst. Und er erklärt, wie du das Workbook der SNF Academy mit deinem didaktischen Wissen verbindest.

Wie lässt sich ein Fernstudium mit Unterricht, Korrekturen und Ferien verbinden?

Dein Jahr hat einen klaren Rhythmus. Semesterstart, Prüfungsphasen, Zeugnisse, Ferienwochen. Das ist ein Vorteil, weil du die dichten Zeiten kennst und die ruhigeren schon vorher markieren kannst. Das Fernstudium passt dazu: Es gibt keine festen Kurstage und keine Anfahrt.

Die Ausbildung zum dipl. Ernährungscoach SNFA läuft zu 100 % online. Du wählst das Startdatum selbst und hast danach 365 Tage Zugang. Die Videolektionen erklärt Daniela Isik, Dozentin der SNF Academy. Die Plattform erreichst du unter snfa-campus.ch.

Das Workbook schlägt in seinem Lernplan zwölf Wochen mit etwa fünf bis sechs Stunden pro Woche vor. Das ist ein Beispiel, keine Vorgabe. Für den Schulalltag bietet sich eine Mischung an: In Unterrichtswochen kurze Blöcke, in Ferienwochen grössere Blöcke. Wer in einer Prüfungsphase pausiert, verliert nichts, denn der Zugang gilt 365 Tage.

Die Ernährungscoach-Ausbildung der SNF Academy mit allen Modulen und dem Abschluss dipl. Ernährungscoach SNFA ist damit eine Weiterbildung, die sich um den Schulkalender herum organisieren lässt. Wie die Planung neben einem festen Beruf klappt, beschreibt der Beitrag Ernährungscoach-Ausbildung berufsbegleitend.

Was sagt die Forschung zu Lehrpersonen und Ernährungsbildung?

Die Forschung dazu stammt überwiegend aus den USA. Wir zitieren sie, weil sie Muster zeigt, nennen aber ausdrücklich ihre Grenzen. Eine Befragung von 628 Lehrpersonen an Primarschulen ergab, dass die meisten (68 %) überzeugt sind, das Essverhalten ihrer Schülerinnen und Schüler beeinflussen zu können. Nur wenige (21 %) gaben an, bei der Ernährungsbildung Unterstützung zu haben (Metos et al., 2019). Die Lehrpersonen wünschten sich passende Materialien und fachliche Begleitung.

Diese Befragung erfasst Einstellungen, nicht Wirkung. Sie sagt, was Lehrpersonen angeben, und sie bildet das Schweizer Schulsystem nicht ab. Dort sind Lehrpläne, Schulträger und Kantone anders organisiert. Für deine Situation heisst das: Die Frage, wie und wo du Ernährungswissen im Unterricht einsetzt, klärst du mit deiner Schulleitung und nach dem geltenden Lehrplan.

Zum Wissen selbst gibt es eine kontrollierte Studie mit Lehrpersonen an Highschools. Die Gruppe, die ein Ernährungscurriculum mit Schulung umsetzte (17 Lehrpersonen), steigerte Wissen und Selbstwirksamkeit stärker als die Vergleichsgruppe (18 Lehrpersonen) (Kaschalk-Woods et al., 2021). Die Stichprobe war klein und beschränkte sich auf einen US-Bundesstaat.

Das zeigt, dass Weiterbildung Wissen verändern kann. Es zeigt nicht, dass das Wissen später die Gesundheit von Schülerinnen und Schülern verbessert. Diese Frage bleibt offen.

Welche Rolle spielt die eigene Ernährung der Lehrperson?

Eine Querschnittstudie bei Lehrpersonen an Primar- und Mittelschulen in den USA fand einen Zusammenhang. Wer sich besser ernährte, setzte auch mehr gesundheitsfördernde Praktiken im Klassenzimmer ein. Von 331 angefragten Lehrpersonen füllten 116 beide Teile der Erhebung aus (Parker et al., 2020).

Ein Zusammenhang ist keine Ursache. Es kann sein, dass sich beides gegenseitig beeinflusst oder dass ein dritter Faktor eine Rolle spielt. Die Studie hat zudem nur ein gutes Drittel der Angefragten erfasst. Wir erwähnen sie, weil sie zu einer Haltung passt, die im Workbook oft vorkommt: Glaubwürdigkeit entsteht durch gelebte Routinen, nicht durch Theorie.

Im Schulalltag sieht man das an kleinen Dingen. Das Znüni im Lehrerzimmer, der Kaffee zwischen zwei Lektionen, das Mittagessen im Stehen. Die Pausen sind knapp, und die Gewohnheiten entstehen oft aus Zeitmangel. Genau diese Alltagsmuster greift das Workbook mit seinen Beispielkarten auf, etwa bei einer Führungskraft, die den Tag über Gebäck auf dem Schreibtisch hat. Du siehst, wie ein Coaching mit Fragen nach Alltag, Schlaf und Energie beginnt, statt mit Verboten.

Gleichzeitig bleibt es dein Privatleben. Niemand muss perfekt essen, um etwas über Ernährung zu lernen. Der Arbeitsbereich im Workbook fragt dich nach deinem eigenen Alltag, damit du Fachbegriffe besser verstehst, nicht damit du dich bewertest. Ein Tag mit Ausnahmen ist kein Rückschlag, so steht es im Workbook.

Welche Module sind als Lehrperson besonders interessant?

Du bringst Didaktik mit. Fachwissen zu Ernährung fehlt vielleicht noch. Die Module ergänzen genau dort. Die Reihenfolge bestimmst du selbst, die folgende Zuordnung ist ein Vorschlag.

Frage aus dem SchulalltagPassendes Modul im WorkbookWas du daraus mitnimmst
Was braucht der Körper überhaupt zum Essen?Modul 2 (Grundlagen Ernährung)Wozu der Körper Nahrung braucht, Grundumsatz, Gesamtumsatz
Was ist drin: Kohlenhydrate, Fette, Proteine?Modul 3 (Makronährstoffe)Wasser, Kohlenhydrate, Fette und Proteine im Überblick
Zuckerkonsum und ZutatenlistenModul 3 und Glossar im AnhangFachbegriffe rund um Zucker verständlich erklären
Welche Vitamine und Mineralstoffe zählen?Modul 6 (Mikronährstoffe)Begriffe verständlich erklären und einordnen
Allergien im KlassenzimmerModul 8 (Krankheiten und Allergien)Allergien und Unverträglichkeiten unterscheiden, wann du verweist
Elterngespräch zu EssverhaltenModul 9 (Ernährungscoaching)Gesprächsablauf, Fragen stellen, nicht beraten

Das Workbook hat 124 Seiten und gehört zur Ausbildung. Du erhältst es als Teilnehmende oder Teilnehmer nach der Anmeldung im Campus als Download. Es wird nicht einzeln verkauft und nicht öffentlich angeboten. Die Details stehen im Beitrag Module und Inhalte der Ernährungscoach-Ausbildung.

Wie nutzt du deine didaktische Erfahrung beim eigenen Lernen?

Als Lehrperson weisst du, wie Lernen funktioniert. Du planst Einheiten, formulierst Lernziele, gibst Rückmeldungen. Genau diese Kompetenzen helfen dir im Fernstudium. Jedes Modul im Workbook beginnt mit Lernzielen. Es folgen Erklärtext, Originalfolien, ein Kasten «Studien und Forschung» und ein Arbeitsbereich. Am Ende steht die Lernkontrolle.

Eine Übersichtsarbeit zum selbstregulierten Lernen im Online-Umfeld wertete 31 Artikel aus. Sie ordnet Einflussfaktoren in sieben Bereiche, darunter Autonomieunterstützung, Rückmeldung und wahrgenommene Kontrolle (Dong et al., 2024). Die Studien betreffen Studierende, nicht Berufstätige, und stammen aus verschiedenen Fächern.

Für dich lässt sich das übersetzen. Du gibst dir selbst Ziele (Lernziele des Moduls), planst Rückmeldung (Lernkontrolle und Lösungen im Anhang) und behältst Kontrolle (Wochenplan im Anhang). Der Arbeitsbereich ähnelt einem Lernjournal. Schlüsselbegriffe, Reflexionsfragen, eigene Erkenntnisse, nächste Schritte: Du kennst diese Bausteine aus dem Unterricht.

Ein Beispiel für eine Woche im Schuljahr, ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

  • Montagabend: Zehn Minuten Lernziele des Moduls lesen und markieren, was du schon weisst.
  • Mittwoch: Lektion im Campus ansehen, zwischen Unterricht und Korrektur, rund eine halbe Stunde.
  • Samstagvormittag: Modultext im Workbook lesen, Arbeitsbereich ausfüllen.
  • Sonntag: Lernkontrolle ohne Buch lösen, danach mit den Lösungen vergleichen.

In den Ferien kannst du Wochen zusammenfassen und zwei Module in einer Woche bearbeiten. Das Workbook sagt ausdrücklich, dass du Wochen verschieben oder zusammenfassen darfst.

Wie sieht ein Schuljahr mit dem Lernplan des Workbooks aus?

Der Lernplan nennt zwölf Wochen. Im Schuljahr verteilst du diese Wochen auf ruhigere und dichtere Phasen. Das folgende Beispiel dient nur der Veranschaulichung. Du bestimmst die Aufteilung, und der Zugang von 365 Tagen gibt dir Spielraum.

Phase im SchuljahrMöglicher Fokus laut LernplanZiel der Phase
SchuljahresbeginnEinführung, Modul 1 (Teil 1 und 2)Rhythmus finden, Fachbegriffe sammeln
Unterrichtsphase mit vielen TerminenModul 1 (Teil 3 bis 7), LernkontrolleKleine Blöcke, Schlüsselbegriffe wiederholen
FerienwocheModul 2 und 3 (Grundlagen, Makronährstoffe)Grundumsatz selbst berechnen, Proteinbedarf rechnen
Zeugnis- und KorrekturphasePause oder nur WiederholenNichts verpassen, nichts erzwingen
FerienwocheModul 4 bis 6 (Hormone, Nutrition Timing, Mikronährstoffe)Eigenen Tagesplan analysieren
Ruhigere WochenModul 7 bis 9, AbschlussprüfungFallbeispiele, Gesundheitsbogen und Ernährungstagebuch üben

Dieses Beispiel ist bewusst grob. Wer pro Woche nur zwei Stunden hat, braucht länger. Wer in den Ferien intensiv lernt, kommt schneller voran. Nach Angaben der Ausbildungsseite schliessen Teilnehmende im Schnitt in rund zwei bis drei Monaten ab. Eine Aussage zu deinem persönlichen Tempo lässt sich daraus nicht ableiten.

Wie hilft dir das Workbook bei der Quellenkritik?

Quellenkritik gehört zu deinem Beruf. Du erklärst Schülerinnen und Schülern, wie man Behauptungen prüft. Das Workbook übt genau das für Ernährung. Im Kasten «Studien und Forschung» stehen Zahlen in eckigen Klammern. Sie führen zum Quellenverzeichnis mit 148 Angaben am Ende.

Das Workbook sagt zudem klar, dass Ernährung ein Feld ist, in dem sich Wissen verändert. Du gleichst Tipps immer ab: mit der Wissenschaft, mit eigenen Erfahrungen und mit dem Feedback anderer. Das passt zur Haltung vieler Lehrpersonen, Behauptungen zu belegen.

Der Anhang enthält zusätzlich eine Linksammlung mit 49 QR-Codes zu vertiefenden Blogbeiträgen. Du kannst sie als Zusatzlektüre nutzen oder Themen herauspicken, die dich interessieren.

Wo liegen die Grenzen der Ausbildung im Schulkontext?

Die Ausbildung zum dipl. Ernährungscoach SNFA vermittelt Ernährungscoaching mit Fokus auf Prävention für gesunde Menschen. Sie ist keine pädagogische Zusatzausbildung und kein Fachdidaktik-Abschluss. Sie verleiht keine Berechtigung, bestimmte Fächer zu unterrichten, und sie ersetzt keine Vorgaben deiner Schule.

Bei Kindern und Jugendlichen gelten besondere Regeln. Das Workbook ist auf Erwachsene ausgerichtet. Fragen zu Allergien, Gewicht oder Verhalten einzelner Schülerinnen und Schüler gehören zur Schulleitung, zu den Eltern und zu Fachpersonen wie Kinderärztin oder Kinderarzt. Eine Übersicht über Ernährung in verschiedenen Lebensphasen findest du im Beitrag Ernährung in verschiedenen Lebensphasen.

Nützlich ist eine klare innere Trennung. Im Unterricht bist du Lehrperson mit Bildungsauftrag. Im Coaching wärst du Ernährungscoach mit einem anderen Rahmen: freiwillige Gespräche mit Erwachsenen, die selbst entscheiden. Beides vermischst du nicht. Wer das früh für sich klärt, vermeidet Missverständnisse mit Eltern, Kolleginnen und Kollegen oder der Schulleitung.

Auch der Beruf als Lehrperson verlangt Abwägung. Wenn du das Wissen für Elternabende, freiwillige Kurse oder eine Nebentätigkeit einsetzen möchtest, klärst du das mit deinem Arbeitgeber. Dieser Beitrag gibt dazu keine rechtliche Auskunft.

Die Ausbildung wurde durch QualiCert geprüft und anerkannt. Aussagen zu Verdienst oder Anstellung machen wir nicht. Zum Thema mentale Stärke im Schulalltag lohnt sich der Beitrag Mindset als Lehrer.

Wie startest du konkret?

Erstens: Trage die dichten Schulwochen und die Ferien in einen Kalender ein. Zweitens: Lege pro Schulwoche ein bis zwei kurze Lernfenster und pro Ferienwoche einen grösseren Block fest. Drittens: Beginne mit dem Modul, das deine häufigste Frage im Schulalltag beantwortet.

Die Personen hinter der Ausbildung findest du auf birolisik.ch und danielalovric.ch. Die SNF Academy besteht seit 2005, Birol Isik hat sie in Zürich gegründet. Wer als Selbstständige oder Selbstständiger online sichtbar werden möchte, findet bei Onspire Unterstützung.

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Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information. Das Workbook ersetzt weder die Lektionen noch das eigene Studium noch ärztliche oder sportmedizinische Beratung. Die Ausbildung vermittelt Ernährungscoaching für gesunde Menschen mit Fokus auf Prävention.

Birol Isik, Gründer der SNF Academy
Über den Autor

Birol Isik

Birol Isik ist Schweizer Unternehmer, Mentor, Mindset Coach und Gründer der SNF Academy. Seine Schwerpunkte liegen unter anderem auf Coaching, Kommunikation, Selbstführung und beruflicher Entwicklung. Als Berater und Coach begleitet er Menschen seit 2005.

Zum Profil birolisik.ch

Häufige Fragen.

Die wichtigsten Antworten zum Beitrag, kurz und verständlich.

Kann ich als Lehrperson Ernährung im Fernstudium neben dem Unterricht lernen?

Ja, viele Berufstätige planen es so. Die Ausbildung läuft 100 % online, du hast 365 Tage Zugang und bestimmst das Tempo selbst. Hilfreich sind kurze Lernfenster in Unterrichtswochen und grössere Blöcke in den Ferien.

Brauche ich als Lehrperson Vorkenntnisse in Ernährung?

Nein. Das Workbook beginnt mit Grundlagen der Biologie und führt über Makro- und Mikronährstoffe, Hormone und Nutrition Timing bis zum Ernährungscoaching. Deine didaktische Erfahrung hilft dir beim Lernen, ist aber keine Voraussetzung.

Darf ich das Wissen im Unterricht einsetzen?

Das klärst du mit deiner Schulleitung und nach dem geltenden Lehrplan. Die Ausbildung vermittelt Ernährungscoaching für gesunde Erwachsene mit Fokus auf Prävention und ersetzt keine pädagogische Zusatzausbildung. Sie verleiht keine Unterrichtsberechtigung für bestimmte Fächer.

Ist das Workbook einzeln erhältlich?

Nein. Das Workbook gehört zur Ausbildung und wird nicht einzeln verkauft. Teilnehmende laden es nach der Anmeldung im Campus auf snfa-campus.ch herunter. Es gibt keinen öffentlichen Download.

Ersetzt das Workbook ärztliche Beratung?

Nein. Das Workbook ersetzt weder die Lektionen noch das eigene Studium noch ärztliche Beratung. Es enthält keine Diagnose, keine Therapie und keine Heilversprechen.

Quellen

  1. 1

    Metos JM, Sarnoff K et al.: Teachers' Perceived and Desired Roles in Nutrition Education. J Sch Health 2019 (PMID 30506698)

  2. 2

    Kaschalk-Woods E, Fly AD et al.: Nutrition Curriculum Training and Implementation Improves Teachers' Self-Efficacy, Knowledge, and Outcome Expectations. J Nutr Educ Behav 2021 (PMID 33573766)

  3. 3

    Parker EA, Feinberg TM et al.: Diet quality of elementary and middle school teachers is associated with healthier nutrition-related classroom practices. Prev Med Rep 2020 (PMID 32309116)

  4. 4

    Dong X, Yuan H et al.: Factors influencing college students' self-regulated learning in online learning environment: A systematic review. Nurse Educ Today 2024 (PMID 38100986)