Das Gehirn wiegt nur wenige Kilogramm und steuert doch Bewegung, Gefühle, Gedächtnis und Schlaf. Wie schafft es das? Vereinfacht gesagt, arbeitet es mit zwei Sprachen: Elektrizität für schnelle Signale und Chemie für die Weitergabe und Feinabstimmung.
Dieser Artikel erklärt Biochemie und Elektrik des Gehirns einfach und mit Blick auf die Ernährung. Wer dieses Wissen später in Beratung und Coaching nutzen möchte, findet es in der Ernährungscoach-Ausbildung der SNF Academy.
Wie arbeitet das Gehirn elektrisch?
Nervenzellen, sogenannte Neuronen, leiten Signale als kurze elektrische Impulse weiter, sogenannte Aktionspotenziale. Diese entstehen, weil geladene Teilchen durch kleine Kanäle in der Zellmembran strömen. Bei einem klassischen Modell, dem Riesenaxon des Tintenfischs, reichen dafür nur zwei spannungsabhängige Leitfähigkeiten.
Bei Säugetieren ist das Bild viel reicher. Nervenzellen im Gehirn tragen typischerweise mehr als ein Dutzend verschiedener spannungsabhängiger Ionenkanäle. Dadurch können sie Signale in vielen Formen, Häufigkeiten und Mustern erzeugen (Bean 2007).
Für den Alltag bedeutet das: Die Elektrik des Gehirns ist kein einfacher Schalter. Sie ist fein abgestimmt. Salze wie Natrium, Kalium, Calcium und Magnesium spielen eine Rolle, weil sie als geladene Teilchen durch diese Kanäle wandern. Warum das nicht heisst, dass mehr Salz oder Mineralstoff die Denkleistung steigert, erklärt der Abschnitt zu Grenzen weiter unten.
Wie arbeitet das Gehirn biochemisch?
Zwischen zwei Nervenzellen liegt ein winziger Spalt, die Synapse. Dort wird das elektrische Signal in ein chemisches umgewandelt: Die sendende Zelle setzt Botenstoffe frei, die an der nächsten Zelle andocken. So wird das Signal weitergegeben, verstärkt oder gebremst.
Botenstoffe werden im Körper aus Bausteinen hergestellt, die zum Teil aus der Nahrung stammen, etwa aus Aminosäuren. Dazu braucht es Hilfsstoffe, sogenannte Co-Faktoren, darunter Vitamine und Mineralstoffe. Die Biochemie ist deshalb ein Bindeglied zwischen Ernährung und Gehirn.
Auch Energie ist Biochemie. Ein wichtiger Co-Faktor und Signalstoff im Gehirn ist NAD+, der im Energiestoffwechsel eine zentrale Rolle spielt. Die Forschung nennt viele offene Fragen dazu, wie Stoffwechsel und Hirnfunktion zusammenhängen (Rae et al. 2024).
Warum braucht das Gehirn so viel Energie?
Der Energiebedarf des Gehirns ist sehr hoch. Eine Übersichtsarbeit beschreibt, dass dafür feine Regelmechanismen die Versorgung mit Energiebausteinen genau auf die Aktivität der Nervenzellen abstimmen (Bélanger et al. 2011). Besonders interessant: Nervenzellen und Stützzellen, die Astrozyten, arbeiten dabei eng zusammen. Astrozyten gelten als aktive Mitspieler bei Lieferung, Produktion, Verbrauch und Speicherung von Energie.
Für dich als Laie heisst das: Das Gehirn lebt von einer gleichmässigen Versorgung mit Sauerstoff und Brennstoffen. Schlaf, Bewegung und regelmässige Mahlzeiten sind deshalb keine Nebensache. Sie sind Rahmen, in dem Nervenzellen arbeiten können. Auch ausreichend Flüssigkeit gehört zu diesem Rahmen.
Welche Rolle spielen Vitamine und Nährstoffe?
Vitamine sind keine Energielieferanten, sondern Werkzeuge im Stoffwechsel. Eine Übersicht zu Vitamin B12 und Folsäure beschreibt, dass beide fundamentale Rollen bei der Funktion des Nervensystems in jedem Lebensalter haben, vor allem bei der Umwandlung von Homocystein in Methionin (Reynolds 2006). Mehr zu den B-Vitaminen folgt im nächsten Artikel dieser Reihe.
Neben den Vitaminen sind Mineralstoffe wichtig. Eisen, Zink, Jod und Magnesium werden im Beitrag Mineralstoffe fürs Gehirn eingeordnet. Der Beitrag Vitamine fürs Gehirn liefert den Überblick. Hier geht es um das grosse Bild.
Wichtig ist die Haltung: Eine ausgewogene Ernährung deckt den Bedarf der meisten Menschen. Nahrungsergänzungsmittel sind ein Zusatz, kein Ersatz. Die Dozenten der SNF Academy nehmen Omega-3 Triple Strength seit Jahren selbst und machen gute Erfahrungen damit. Das ist eine Empfehlung der Dozenten der SNF Academy, die das Produkt seit Jahren selbst nehmen. Es ist ein Partnerlink: Bei einem Kauf erhält die SNF Academy eine Vergütung. Wir machen keine Wirkversprechen und geben keine Dosierungen vor. Mehr zu den Erfahrungen findest du auf Amway und Nutrilite Erfahrungen.
Was bedeutet das für den Alltag?
Ein erfundenes Beispiel zeigt, wie sich das Wissen anwenden lässt. Eine Person arbeitet viel am Bildschirm und fühlt sich nachmittags unkonzentriert. Statt nach schnellen Lösungen zu suchen, prüft sie vier Dinge.
- Schlaf: Regelmässige Zeiten und genug Stunden.
- Essen: Regelmässige Mahlzeiten mit Eiweiss, Gemüse und Vollkorn.
- Flüssigkeit: Über den Tag verteilt trinken.
- Bewegung: Kurze Pausen und mindestens ein Spaziergang.
Erst wenn das stimmt, lohnt es sich, über Ergänzungen zu sprechen, und dann am besten gemeinsam mit einer Fachperson. Wie Bewegung das Gehirn formbar hält, zeigt BDNF und Sport. Eine Übersicht zum Aufbau liefert Gehirn, Gehirnfunktionen und Gehirnplastizität.
Das lernst du in der Ausbildung der SNF Academy
Teilnehmende der Ausbildungen zum Dipl. Ernährungscoach SNFA und zum Dipl. Personal Trainer SNFA erfahren dazu mehr. Du lernst unter anderem:
- Ernährung und Nahrungsergänzung: wie Makro- und Mikronährstoffe im Stoffwechsel zusammenspielen und wann Ergänzungen sinnvoll diskutiert werden, ohne Dosierung aus eigener Hand.
- Fitness: wie Bewegung Durchblutung, Energie und Befinden beeinflusst.
- Krafttraining und Muskelaufbau: wie Belastung und Erholung zusammenhängen.
- Regeneration: Schlaf und Pausen als Teil der geistigen Leistungsfähigkeit.
- Trainingsplan: Belastung so planen, dass Konzentration erhalten bleibt.
- Korrekte Übungsausführung: warum Aufmerksamkeit im Training die Technik schützt.
Die Ernährungscoach-Ausbildung der SNF Academy vermittelt die Ernährungsseite, die Personal-Trainer-Ausbildung in der Schweiz die Trainingsseite. Die Personal-Trainer-Ausbildung ist durch QualiCert geprüft und anerkannt. Absolventinnen und Absolventen verfügen über vertieftes Wissen und können Kunden im Fitnessstudio, im Outdoor-Training oder in Sportvereinen professionell beraten und betreuen. Wir empfehlen unseren Teilnehmenden, erste praktische Erfahrungen im Fitnessstudio zu sammeln und sich laufend weiterzuentwickeln. Nach der Ausbildung kannst du dich durch QualiCert zertifizieren lassen. Bei Fragen nimm unverbindlich Kontakt mit unseren Expertinnen und Experten auf. Das Diplom ist auf NQR Level 4 eingestuft. Das Fitness Kombi Paket verbindet beide zu zwei Diplomen. Du lernst 100 Prozent online mit 365 Tagen Zugang. Die Ausbildungen sind keine Therapiequalifikation.
Viele Teilnehmende starten nebenberuflich oder machen ihr Hobby zum Beruf. Die Business Masterclass mit Birol Isik, dem Gründer der SNF Academy, zeigt, wie du ein Angebot aufbaust.
Evidenz und Grenzen
Die Arbeit zu Aktionspotenzialen beschreibt Grundlagen der Zellphysiologie. Sie sagt nichts darüber aus, ob Ernährung die Denkleistung verbessert. Die Übersicht zum Energiestoffwechsel zeigt, wie komplex das System ist, und die jüngste Arbeit nennt viele offene Fragen. Die Aussage zu Vitamin B12 und Folsäure stammt aus einer Übersicht, nicht aus einer Studie am Menschen mit klarem Nutzenbeleg für Gesunde.
Wir geben keine Heilversprechen. Coaching ist keine Diagnose, keine Therapie und keine medizinische Beratung. Bei Gedächtnisproblemen, Konzentrationsstörungen oder neurologischen Beschwerden gehört die Abklärung in ärztliche Hände. Die Studien stammen nicht aus der Schweiz. Ein weiterer Grenzfall: Laborbefunde aus Zellversuchen lassen sich nicht ohne Weiteres auf den Alltag übertragen, weil im Körper viele Einflüsse zusammenkommen.
So gehst du jetzt vor
Beobachte eine Woche lang Schlaf, Essen, Trinken und Bewegung. Notiere, wann deine Konzentration gut ist. Ändere dann eine Gewohnheit und beobachte erneut.
Wenn du dich für Ernährung und Gehirn beruflich interessierst, vereinbare das Strategiegespräch zur Ausbildung. Zu Auftritt und Angebot berät dich onspire.ch: Wir beraten und unterstützen dich dabei. Mehr zum Gründer Birol Isik findest du auf birolisik.ch, Daniela Isik als Dozentin stellt sich auf danielalovric.ch vor. Gelernt wird im SNFA Campus.
Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information. Er ersetzt keine rechtliche, steuerliche oder ärztliche Beratung. Angaben zum Programm findest du auf der verlinkten Seite.











