Immer mehr Menschen fühlen sich überfordert, gestresst oder blockiert, und genau deshalb suchen viele nach einem Weg, andere dabei zu begleiten. Die Suche «ausbildung mentalcoach» steht für diese Absicht: Du willst wissen, was dich erwartet, bevor du Zeit und Geld investierst. Dieser Artikel gibt dir einen ehrlichen Überblick über Aufgaben, Inhalte, Methoden, Grenzen und die Frage, wie sich mit Mentalcoaching ein Einkommen aufbauen lässt.
Wir schreiben aus der Praxis. Die SNF Academy bildet seit 2005 in Ernährung, Fitness und Coaching aus, Birol Isik ist Gründer und seit über 19 Jahren selbstständig, Daniela Isik unterrichtet als Dozentin. Das Thema Mentalcoaching gehört zu Birols Schwerpunkten. Wenn du lieber die Detailseite zum Angebot lesen willst, findest du alle Angaben zur Mental-Coach-Ausbildung von Birol Isik. Hier geht es um den Weg dorthin und um die Fragen, die du dir vorher stellen solltest.
Was macht ein Mentalcoach eigentlich?
Ein Mentalcoach unterstützt gesunde Menschen dabei, ihre Gedanken, Gewohnheiten und Reaktionen bewusster zu steuern, um Ziele zu erreichen. Das Werkzeug ist das Gespräch: Fragen stellen, zuhören, Muster sichtbar machen, Ziele konkret formulieren und Umsetzungsschritte vereinbaren. Ein Mentalcoach gibt keine fertigen Antworten, er begleitet einen Prozess.
Typische Anlässe, mit denen Klientinnen und Klienten kommen:
- Stress und Überlastung im Beruf oder im Alltag
- Unsicherheit, fehlendes Selbstvertrauen oder Ängste vor Entscheidungen
- Motivation und Durchhaltevermögen, zum Beispiel bei einem Trainings- oder Karriereziel
- Leistungsdruck im Sport und in der Führung
- Veränderungen wie ein Jobwechsel, ein Neustart oder der Schritt in die Selbstständigkeit
Wichtig ist die Abgrenzung: Mentalcoaching ist keine Psychotherapie. Wer psychische Erkrankungen behandelt, braucht eine dafür gesetzlich geregelte Ausbildung. Ein seriöser Mentalcoach erkennt, wann ein Anliegen über sein Gebiet hinausgeht, und verweist an Ärztinnen, Ärzte oder Therapeutinnen. Diesen Grundsatz geben wir auch in unseren Ausbildungen konsequent mit.
Wirkt Coaching überhaupt? Das sagt die Forschung
Eine ehrliche Antwort lautet: Es gibt Hinweise auf Nutzen, aber die Forschung ist noch jung und nicht für jedes Angebot gleich aussagekräftig. Eine 2023 veröffentlichte Meta-Analyse zu Coaching am Arbeitsplatz kommt, wie frühere Übersichtsarbeiten, zum Ergebnis, dass es positive organisatorische Ergebnisse erzielen kann. Gleichzeitig halten die Autorinnen und Autoren fest, dass Coaching empirisch noch nicht so gut untersucht ist, wie seine Beliebtheit vermuten lässt, und sie fordern eine stärkere wissenschaftliche Grundlage (Cannon-Bowers et al., Frontiers in Psychology 2023, siehe Quellen).
Eine systematische Übersichtsarbeit zum positiv-psychologischen Coaching zeigt ein weiteres Problem: Es gibt keine einheitliche Definition. Die Auswertung von 24 Fachpublikationen beschreibt Coaching als eine kurz- bis mittelfristige, professionelle und partnerschaftliche Beziehung zwischen Coach und Klient, die Stärken und Ressourcen entwickeln soll, mit Zielarbeit über gezielte Fragen und acht zentralen Bausteinen eines Coachingmodells (van Zyl et al., Frontiers in Psychology 2020, siehe Quellen).
Für dich als angehenden Mentalcoach heisst das: Versprich nie Ergebnisse, die du nicht belegen kannst. Arbeite transparent, dokumentiere deinen Prozess und formuliere dein Angebot als Begleitung, nicht als Garantie. Das schützt deine Kundschaft und dich selbst.
Welche Inhalte gehören in eine Mentalcoach-Ausbildung?
Weil der Beruf nicht geschützt ist, unterscheiden sich Ausbildungen stark. Eine gute Ausbildung deckt drei Ebenen ab: Verständnis des Menschen, Methoden und das Handwerk des Berufs. Bei Birol Isik, der aus der eigenen Praxis als Mentor und Unternehmer unterrichtet, gehören unter anderem diese Themenbereiche dazu:
| Ebene | Beispiele für Inhalte |
|---|---|
| Verständnis | Wie das Gehirn arbeitet, Gewohnheiten und Denkmuster, innere Kommunikation, Emotionen und Emotionskontrolle, Erkenntnisse aus Psychologie, Neurowissenschaft und Verhaltensforschung |
| Methoden | Zielsetzung und Umsetzung, Selbstmotivation und Selbstführung, Ressourcenaktivierung, Umgang mit Stress, Aufbau von Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein, Aufmerksamkeit und Achtsamkeit |
| Handwerk | Fragenkataloge und Unterlagen für Coachings, Vermarktung als Mentalcoach, Verkaufs- und Kommunikationstraining, Umgang mit Digitalisierung |
Der dritte Punkt wird oft unterschätzt. Wer fachlich stark ist, aber nicht weiss, wie er seine Dienstleistung beschreibt, verkauft und sichtbar macht, hat am Ende wenig Kundschaft. Genau deshalb sind Marketing, Verkauf und Kommunikation bei uns fester Bestandteil der Coaching-Themen.
Mit welchen Methoden arbeiten Mentalcoaches?
Die Methodenvielfalt ist gross. Eine systematische Übersichtsarbeit, die Werkzeuge aus der Coaching-Literatur sammelte, fand in 24 Fachpublikationen 117 verschiedene Tools, die sich zu 18 übergreifenden Techniken bündeln liessen. Die Fachleute sind sich allerdings nicht einig, in welcher Phase des Prozesses welche Technik am besten passt (Richter et al., Frontiers in Psychiatry 2021, siehe Quellen).
Für die Praxis lohnt sich deshalb ein klarer Rahmen statt einer Sammlung von Tricks. Ein einfacher Ablauf, den viele Coaches nutzen:
- Ausgangslage klären: Was ist das Anliegen, was wurde schon versucht, was ist realistisch?
- Ziel formulieren: konkret, messbar, mit einem Zeitpunkt und einem persönlichen Grund
- Hindernisse benennen: innere (Gedanken, Ängste, Gewohnheiten) und äussere (Zeit, Umfeld)
- Strategien erarbeiten: kleine Schritte, die zum Alltag der Person passen
- Umsetzung begleiten: Rückfragen, Anpassung, Reflexion von Fortschritten
- Abschluss und Transfer: Was bleibt, was macht die Person künftig selbst?
Ein kleines Beispiel zeigt, wie das aussieht. Eine Führungskraft kommt mit dem Anliegen, in Sitzungen gelassener aufzutreten. Der Coach fragt nach konkreten Situationen, lässt die Person beschreiben, was sie in diesen Momenten denkt und fühlt, und erarbeitet gemeinsam eine kleine Routine für die fünf Minuten vor dem Termin. Beim nächsten Gespräch wird besprochen, was funktioniert hat und was angepasst werden muss. Der Coach liefert keine Diagnose, sondern strukturiert den Prozess und hält die Person verbindlich auf Kurs.
Wichtiger als jede einzelne Technik ist die Beziehung. Die Vertrauensebene muss stimmen, sonst öffnet sich niemand. Gute Gesprächsführung lässt sich üben, und genau darin liegt der Wert einer Ausbildung mit Praxisbezug. Das Berufsbild und die Einsatzfelder beschreibt der Beitrag Mental Coach werden: Voraussetzungen, Methoden und Einsatzfelder.
Wie wirst du Mentalcoach? Der Weg in sechs Schritten
Es gibt keinen staatlich vorgeschriebenen Weg. Ein sinnvoller Fahrplan sieht so aus:
- Motivation prüfen: Willst du Menschen begleiten, oder suchst du vor allem eine Methode für dich selbst? Beides ist legitim, führt aber zu anderen Angeboten.
- Zielgruppe wählen: Sportlerinnen und Sportler, Führungskräfte, Berufstätige, Studierende oder Menschen in Veränderung. Je klarer, desto leichter wirst du gefunden.
- Ausbildung wählen: Inhalte, Dozierende, Praxisanteil und Abgrenzung zur Therapie prüfen.
- Üben: Erste Coachings im Bekanntenkreis oder mit Testkundschaft, mit Feedback.
- Angebot formulieren: Dauer, Ablauf und Rahmen deiner Begleitung, ohne Heilversprechen.
- Sichtbar werden: Website, Profil bei Google, Inhalte und Empfehlungen aufbauen.
Birol Isik bietet die Mentalcoach-Ausbildung heute nur noch auf Anfrage als 1-to-1-Ausbildung an. Gruppenkurse oder einen Fernstudiengang gibt es nicht. Wenn du dich dafür interessierst, nimmst du unverbindlich über das Kontaktformular der Detailseite Kontakt auf. Das ist bewusst eine individuelle Begleitung, bei der Inhalte und Tempo auf dich zugeschnitten werden.
Wie entsteht der Verdienst als Mentalcoach?
Pauschale Lohnversprechen sind in dieser Branche mit Vorsicht zu geniessen. Ein Mentalcoach ist in der Regel selbstständig oder kombiniert Coaching mit einem anderen Beruf. Dein Einkommen ergibt sich aus einer einfachen Überlegung:
- Stundenansatz oder Paketpreis, den du für deine Begleitung verlangst
- Anzahl bezahlter Sitzungen pro Woche, die du realistisch auslasten kannst
- Zeit, die du für Vorbereitung, Administration, Marketing und Weiterbildung brauchst
- Kosten für Räume, Website, Versicherung und Vorsorge
Was den Stundenansatz beeinflusst, nennt die Detailseite offen: Qualifikation, Erfahrung, Netzwerk, Bekanntheitsgrad, Sichtbarkeit im Internet, Art der Dienstleistung (Coaching, Seminar, Vortrag, Workshop) und die Zielgruppe, zum Beispiel Einzelpersonen oder Firmen. Richtwerte findest du dort als unverbindliche Einschätzung, ausdrücklich ohne Versprechen. Das tatsächliche Einkommen hängt von deinen individuellen Voraussetzungen ab.
Aus unserer Erfahrung ist der grösste Hebel selten das Diplom, sondern die Positionierung. Wer sich klar auf eine Zielgruppe und ein Problem ausrichtet, kann einen höheren Wert vermitteln als jemand, der «allen ein bisschen» anbietet. Dazu gehört auch, Preise nicht aus Unsicherheit zu tief anzusetzen. Wie du dein Angebot kalkulierst, erklärt der Artikel Coaching-Preise festlegen: So kalkulierst du dein Angebot.
Mentalcoaching mit Ernährung kombinieren
Viele Menschen, die sich mental verändern wollen, merken schnell, dass Schlaf, Bewegung und Ernährung mitspielen. Wer dieses Wissen mitbringt, kann ganzheitlicher begleiten und hat ein breiteres Angebot. Der Zusammenhang zwischen Ernährung und Wohlbefinden ist Thema im Artikel Mentale Gesundheit und Ernährung: Der Zusammenhang, in dem wir die Studienlage mit ihren Grenzen einordnen.
Ernährungscoaches begleiten gesunde Menschen präventiv und stellen keine Diagnosen. Genau diese Grenze teilt sich mit dem Mentalcoaching. Ein Blick in die Studienlage zeigt, dass man auch hier nüchtern bleiben sollte: Eine Übersichtsarbeit zu Health Coaching bei Gewichtsverlust bewertete die Aussagekraft der Studien als sehr niedrig, mit hohem Risiko für Verzerrungen, und fand einen Vorteil gegenüber der üblichen Betreuung, der aber trivial gross war (Sieczkowska et al., Advances in Nutrition 2021, siehe Quellen). Coaching ersetzt also keine fachliche Behandlung und ist kein Wundermittel.
Warum die Verbindung trotzdem sinnvoll ist, beschreiben wir im Artikel Warum Mental Coaches die Ernährungscoach Ausbildung absolvieren. Die Ernährungscoach-Ausbildung der SNF Academy läuft zu 100 % online, endet mit dem Diplom «dipl. Ernährungscoach SNFA», und die Inhalte wurden durch QualiCert geprüft.
Woran erkennst du eine seriöse Ausbildung?
Weil der Beruf nicht geschützt ist, trägst du als Lernende die Verantwortung für die Auswahl. Diese Kriterien helfen:
- Transparenz: Inhalte, Ablauf, Dauer und Abschluss sind klar beschrieben, ohne Heilversprechen.
- Fachliche Verantwortung: Du erkennst, wer unterrichtet und welche Praxis dahintersteht.
- Abgrenzung: Die Ausbildung sagt offen, was ein Coach darf und was nicht.
- Praxisbezug: Du übst Gespräche und erhältst Werkzeuge für deinen Alltag als Coach.
- Business-Wissen: Positionierung, Marketing und Verkauf sind Teil des Angebots.
- Ehrliche Erwartungen: Kein Anbieter kann dir Kundschaft oder ein bestimmtes Einkommen zusichern.
Wenn dich der Weg der Selbstständigkeit reizt, findest du Unterstützung im Business-Coaching von Birol Isik: www.birolisik.ch. Wer Wissen über Video weitergeben möchte, schaut sich die YouTube-Masterclass von Daniela Lovric an: www.danielalovric.ch. Für Sichtbarkeit bei Google und in KI-Antworten ist www.onspire.ch die passende Adresse für SEO und Marketing.
Wie bleibst du neben Beruf und Alltag dran?
Die meisten angehenden Coaches lernen neben einem Job. Das geht, wenn du das Vorhaben in kleine Einheiten zerlegst: feste Lernzeiten im Kalender, ein Notizbuch für Ideen und Fragen und der Austausch mit Menschen, die ähnliche Wege gehen. Für Online-Lerninhalte bietet die SNF Academy die E-Learning-Plattform snfa-campus.ch, auf der du ohne Zeitdruck lernst.
Ein weiterer Tipp: Beginne früh mit deinem Angebot, auch wenn die Ausbildung noch läuft. Sprich mit Menschen aus deiner Zielgruppe, frage nach ihren grössten Hürden und halte die Antworten fest. So entsteht dein erstes Angebot aus echten Bedürfnissen und nicht aus einer Annahme. Lies dazu auch, wie du den Einstieg strukturierst im Beitrag Coach-Ausbildung neben dem Beruf: So klappt das Fernstudium.
So gehst du jetzt vor
Wenn du nach dem Lesen entscheiden möchtest, helfen dir diese Schritte:
- Kläre, welche Menschen du begleiten willst und bei welchem Anliegen.
- Schaue dir die Inhalte der Mentalcoach-Ausbildung auf der Detailseite genau an und notiere offene Fragen.
- Nimm unverbindlich Kontakt auf und frage nach Ablauf, Dauer und Rahmen der 1-to-1-Begleitung.
- Überlege, ob eine Ergänzung durch Ernährungswissen zu deinem Angebot passt.
- Plane Sichtbarkeit und Positionierung von Anfang an mit.
Eine Ausbildung ist ein Fundament. Wie weit es dich trägt, entscheidet sich an deiner Haltung, deiner Praxis und deiner Bereitschaft, Menschen mit Respekt und klaren Grenzen zu begleiten.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.











