Wasserflasche, Sportgetränk, Salz, Durst: Rund um die Hydration im Training gibt es viele Meinungen. Kundinnen und Kunden fragen ihre Coaches ständig danach, im Fitnessstudio, beim Laufen oder nach dem Training. Wer hier sicher antwortet, wird als Fachperson wahrgenommen.
Dieser Artikel fasst zusammen, was Studien zur Hydration im Training zeigen, und erklärt, warum sich eine Ausbildung in Training und Ernährung lohnt. Der erste Schritt ist die Ernährungscoach-Ausbildung der SNF Academy.
Was sollte Kundschaft über Hydration im Training wissen?
Beim Training verliert der Körper über den Schweiss Wasser und Salze. Wer viel schwitzt, etwa bei Hitze oder langer Belastung, verliert mehr. Der Körper meldet das über Durst. Ob man schon vorher trinken sollte, wird in der Fachwelt diskutiert.
Eine Meta-Analyse mit 15 Studien und 122 Teilnehmenden verglich Ausdauerleistungen mit und ohne Wasserverlust. Sie kam zum Schluss, dass ein Wasserverlust bis 4 Prozent des Körpergewichts unter realen Wettkampfbedingungen sehr wahrscheinlich die Leistung nicht mindert. Bei festgelegter Belastung im Labor war die Leistung dagegen reduziert. Die Autoren raten, beim Training nach Durst zu trinken (Goulet 2013).
Das ist keine Aufforderung, auf Trinken zu verzichten. Es ist ein Hinweis, dass starre Regeln wie «immer vor dem Durst trinken» nicht für alle Situationen belegt sind. Für Kundschaft lohnt sich ein einfacher Rat: Trinke regelmässig, höre auf deinen Durst, und trinke mehr bei Hitze und langer Dauer.
Wirken Sportgetränke besser als Wasser?
Eine Meta-Analyse von 2022 wertete 28 Studien mit 68 Getränkeeffekten aus. Sie verglich, wie gut Getränke mit unterschiedlicher Salz- und Zuckerkonzentration das Blutvolumen während Dauerbelastung halten. Hypotone Getränke, also solche mit geringer Konzentration, waren dabei sehr wahrscheinlich besser als isotone und wahrscheinlich besser als hypertone Getränke und Wasser (Rowlands et al. 2022).
Die Unterschiede sind klein, und gemessen wurde das Blutvolumen, nicht die Leistung. Im Alltag reicht für normales Training von etwa einer Stunde in der Regel Wasser. Bei langen, intensiven Einheiten oder starkem Schwitzen können Getränke mit Kohlenhydraten und Salzen sinnvoll sein. Mehr dazu liefert der Beitrag Elektrolyte, Training und Flüssigkeit.
Wichtig für Coaches: Du empfiehlst keine Marken und keine Dosierungen aus eigener Hand. Du erklärst Prinzipien und passt sie an die Person an.
Welche Rolle spielen Hitze und Erholung?
Hitze lässt den Körper schneller Flüssigkeit verlieren. Eine systematische Übersicht mit 18 Studien und 158 Personen im Durchschnittsalter von 23,5 Jahren untersuchte, wie Hydration, Überhitzung und Glykogen zusammenhängen. Sie kam zum Ergebnis, dass sowohl Überhitzung als auch Wasserverlust zu einem höheren Glykogenabbau beitragen können (López-Torres et al. 2023).
Für die Erholung heisst das: Wer nach dem Training Flüssigkeit und Energie auffüllt, unterstützt den Aufbau der Speicher. Auch die Wärme zählt. Ein kühler Raum, Kleidung und Pausen helfen. Genaue Mengen hängen von Dauer, Temperatur und Person ab.
Die Autoren betonen, dass die Studienlage uneinheitlich ist. Die Ergebnisse stammen aus Versuchen mit jungen Menschen. Auf ältere oder untrainierte Menschen lassen sie sich nicht eins zu eins übertragen.
Wie berätst du Kundschaft im Alltag zur Hydration?
Ein Beispiel hilft. Es ist erfunden und beschreibt keine Einzelperson. Ein Kunde trainiert dreimal pro Woche Kraft und lief bisher ohne Flasche. Nach dem Training fühlt er sich schlapp. Der Coach fragt nach Schlaf, Essen und Trinken und schlägt drei einfache Schritte vor.
- Eine Flasche mitnehmen und zwischen den Sätzen kleine Schlucke trinken.
- Vor dem Training ein Glas, nach dem Training ein Glas und eine Mahlzeit.
- Bei Hitze oder langer Einheit mehr trinken und Pausen einbauen.
- Bei Beschwerden, Schwindel oder Erkrankungen die ärztliche Abklärung empfehlen.
Dieses Vorgehen ist klar, alltagstauglich und respektiert die Grenzen eines Coaches. Weitere Hinweise zu Symptomen und Routinen liefert Dehydration, Konzentration und Trinkroutinen im Coaching.
Warum lohnt sich eine Ausbildung für diese Themen?
Wer Kundschaft zu Hydration berät, bewegt sich zwischen Training und Ernährung. Wissen aus beiden Bereichen macht Antworten verlässlich. Wer nur eine Seite kennt, gibt oft verkürzte Ratschläge. Die Kombination der Ausbildungen verbindet beides.
Kundschaft honoriert Fachwissen. Wer klar erklärt, was belegt ist und was nicht, schafft Vertrauen. Dieses Vertrauen ist die Basis für ein eigenes Angebot, nebenberuflich oder hauptberuflich. Viele Teilnehmende starten klein, mit wenigen Kundinnen und Kunden, und bauen Schritt für Schritt aus.
Ein weiterer Vorteil: Hydration ist ein Thema, bei dem sich Kundschaft schnell abgeholt fühlt. Wer ein Trinkprotokoll anbietet, Fragen klar beantwortet und Grenzen benennt, zeigt Haltung. Das unterscheidet seriöse Coaches von Anbietern, die mit einfachen Versprechen arbeiten, und macht langfristig zufriedene Stammkundschaft.
Das lernst du in der Ausbildung der SNF Academy
Teilnehmende der Ausbildungen zum Dipl. Ernährungscoach SNFA und zum Dipl. Personal Trainer SNFA erfahren dazu mehr. Du lernst unter anderem:
- Ernährung und Nahrungsergänzung: Flüssigkeit, Elektrolyte, Mahlzeiten vor und nach dem Training, ohne Dosierungsempfehlungen aus eigener Hand.
- Krafttraining und Muskelaufbau: Belastung, Satzpausen und Trinken im Training.
- Regeneration: Flüssigkeit, Schlaf und Energie nach dem Training.
- Trainingsplan: Anpassung an Hitze, Dauer und Intensität.
- Fitness: Ausdauer, Kraft und Alltag verbinden.
- Korrekte Übungsausführung: Konzentration und Technik bei Ermüdung sichern.
Die Personal-Trainer-Ausbildung in der Schweiz bildet die Trainingsseite, die Ernährungscoach-Ausbildung die Ernährungsseite. Die Personal-Trainer-Ausbildung ist durch QualiCert geprüft und anerkannt. Absolventinnen und Absolventen verfügen über vertieftes Wissen und können Kunden im Fitnessstudio, im Outdoor-Training oder in Sportvereinen professionell beraten und betreuen. Wir empfehlen unseren Teilnehmenden, erste praktische Erfahrungen im Fitnessstudio zu sammeln und sich laufend weiterzuentwickeln. Nach der Ausbildung kannst du dich durch QualiCert zertifizieren lassen. Bei Fragen nimm unverbindlich Kontakt mit unseren Expertinnen und Experten auf. Das Diplom ist auf NQR Level 4 eingestuft. Das Fitness Kombi Paket bringt beide zu zwei Diplomen zusammen. Du lernst 100 Prozent online mit 365 Tagen Zugang. Die Ausbildungen sind keine Therapiequalifikation.
In der Business Masterclass mit Birol Isik, dem Gründer der SNF Academy, lernst du, aus deinem Wissen ein Angebot zu machen. Auf Wunsch gibt es individuelles Coaching mit ihm, auch bei Fragen zur Zertifizierung. Wie der Weg in die Selbstständigkeit aussieht, zeigt die Personal-Trainer-Ausbildung mit Business Masterclass.
Evidenz und Grenzen
Die Meta-Analysen zur Ausdauerleistung beruhen auf wenigen Studien mit unterschiedlichen Belastungsprotokollen. Die Getränkestudie misst das Blutvolumen, nicht die Leistung. Die Übersicht zu Hitze und Glykogen hat eine kleine Stichprobe und starke Unterschiede zwischen den Studien. Ob die Ergebnisse für ältere oder untrainierte Menschen gelten, zeigen diese Arbeiten nicht.
Wir geben keine Heilversprechen. Coaching ist keine Diagnose, keine Therapie und keine medizinische Beratung. Bei Schwindel, Verwirrtheit, starkem Erbrechen, Herz- oder Nierenerkrankungen und Medikamenten gehört die Trinkmenge in ärztliche Hände. Die Studien stammen mehrheitlich nicht aus der Schweiz.
So gehst du jetzt vor
Vereinbare das Strategiegespräch zur Ausbildung. Wir klären, ob Ernährungscoach, Personal Trainer oder das Kombi-Paket zu dir passt, und wie du nebenberuflich startest. Das Gespräch ist unverbindlich.
Zu Auftritt, Marke und Kundengewinnung berät dich onspire.ch: Wir beraten und unterstützen dich dabei. Mehr zum Gründer Birol Isik findest du auf birolisik.ch, Daniela Isik als Dozentin stellt sich auf danielalovric.ch vor. Gelernt wird im SNFA Campus.
Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information. Er ersetzt keine rechtliche, steuerliche oder ärztliche Beratung. Angaben zum Programm findest du auf der verlinkten Seite.











