Zum ganzen Shop
Alle Ausbildungen
Online-AusbildungErnährungscoach Starter

Diplom in 9 Modulen – von Grundlagen Biologie über Makronährstoffe bis Ernährungscoaching. 100 % online.

CHF2’199statt CHF 4’998
Zur Ausbildung
Zwei DiplomeFitness Kombi Paket

Personal Trainer und Ernährungscoach in einem Paket – Training und Ernährung aus einer Hand.

CHF3’699statt CHF 9’996
Zur Ausbildung

Angebote

Fitness Kombi PaketZwei DiplomeCHF 3’699PREMIUM-Paket2 Diplome + BusinessCHF 7’949VIP Fitness & Business4 in 1 · 1:1 MentoringCHF 13’369

Immer inklusive

  • 365 Tage Zugang pro Ausbildung
  • Startdatum frei wählbar
  • Erste Online-Prüfung inklusive
  • Persönlicher Support
Mit Birol IsikBusiness Masterclass

Positionierung, Digital-Marketing, SEO & KI-Sichtbarkeit, Verkauf und Kundengewinnung.

Masterclass ansehen
Welche Ausbildung passt zu mir?Kostenlose Beratung
Quiz · 30 Sekunden
Womit möchtest du Menschen begleiten?
Was ist dein Ziel?
Unsere Empfehlung

Ansehen
Lieber persönlich?Daniela Isik und Birol Isik beraten dich kostenlos und unverbindlich.Beratung anfragen
Coaching-Übersicht
PersönlichkeitsentwicklungÜbersicht Persönlichkeitsentwicklung
Für wen geeignet?
Kontakt für Firmen
Beratung Selbstständigkeit
Blog
Studien
Ernährungscoach RatgeberÜbersicht Ernährungscoach Ratgeber
Karriere in der Schweiz
Fitnessstudios
Alle Beiträge
Über die SNF Academy
Anerkennung & Qualität
Bewertung
Mehr zur Akademie

Kollagen: Wirkung, Studienlage und sinnvolle Einnahme

Kollagen ist eines der meistverkauften Nahrungsergänzungsmittel. Versprochen werden straffere Haut, gesündere Gelenke und stärkere Sehnen. Doch was davon ist wissenschaftlich belegt, und für wen lohnt sich die Einnahme wirklich?

  • Aktualisiert
  • 6 Min. Lesezeit
Frau Mitte 40 rührt Kollagenpulver in ihren Kaffee, Schreibtisch mit Notizbuch und Pflanzen, elegantes Wohnzimmer am Morgen – Kollagen
Kernaussage

Kollagen ist ein Strukturprotein aus den Aminosäuren Glycin, Prolin und Hydroxyprolin.

Ein Faktencheck.

Kollagen ist das häufigste Protein im menschlichen Körper. Es macht rund ein Drittel des gesamten Körpereiweisses aus und gibt Haut, Knochen, Sehnen, Bändern, Knorpel und Blutgefässen ihre Festigkeit. Ab etwa 25 Jahren sinkt die körpereigene Produktion langsam, in den Wechseljahren deutlich schneller. Kein Wunder, dass Pulver, Drinks und Kapseln boomen.

In diesem Beitrag erfährst du, was dieses Strukturprotein genau ist, was die Forschung zu Haut, Gelenken, Sehnen und Muskeln zeigt, wie du es sinnvoll einnimmst und warum es kein vollwertiger Ersatz für andere Proteinquellen ist.

Kollagen-Bausteine aus der Ernährung: Knochenbrühe mit Eiern, Peperoni, Kiwi und Zitrone – SNF Academy
Knochenbrühe liefert Gelatine, Vitamin C aus Peperoni, Kiwi und Zitrone wird für die körpereigene Bildung benötigt.

Was ist Kollagen?

Das Protein besteht aus drei langen Aminosäureketten, die sich zu einer stabilen Dreifachhelix verdrehen. Es gibt rund 28 verschiedene Typen. Typ I findet sich vor allem in Haut, Knochen und Sehnen, Typ II im Gelenkknorpel und Typ III in Haut und Blutgefässen. Für die Bildung braucht der Körper die Aminosäuren Glycin und Prolin, Vitamin C als Co-Faktor sowie Zink und Kupfer.

Supplemente werden aus Rinderhaut, Schweinehaut oder Fischhaut hergestellt und enzymatisch in kleine Peptide zerlegt. Diese sind gut löslich und werden im Darm teilweise als Di- und Tripeptide aufgenommen, die im Körper als Signalstoffe für Bindegewebszellen dienen könnten.

7 wichtige Fakten im Überblick

1

Häufigstes Protein

Rund 30 Prozent des Körpereiweisses entfallen auf dieses Strukturprotein.

2

Natürlicher Rückgang

Die Eigenproduktion sinkt mit dem Alter, durch UV-Strahlung, Rauchen und Zucker.

3

Haut

Studien zeigen moderate Verbesserungen von Elastizität und Feuchtigkeit.

4

Gelenke

Leichte Linderung von Schmerzen und Steifigkeit bei Arthrose möglich.

5

Sehnen

Mit Vitamin C vor dem Training könnte die Bildung im Bindegewebe steigen.

6

Unvollständiges Protein

Es fehlt Tryptophan, deshalb ist es kein Ersatz für Whey, Fleisch oder Milchprodukte.

7

Nicht vegan

Echte Präparate stammen immer von Tieren. Pflanzliche Booster liefern nur Bausteine.

Was sagt die Forschung?

Haut

Eine Meta-Analyse mit 19 Studien und über 1100 Teilnehmenden fand, dass hydrolysierte Peptide über 90 Tage die Hautfeuchtigkeit und Elastizität im Vergleich zu Placebo verbessern (de Miranda et al., 2021). Viele Studien wurden allerdings von Herstellern finanziert, und die Effekte sind eher moderat. Sonnenschutz und Rauchverzicht bleiben die wirksamsten Massnahmen gegen Hautalterung.

Gelenke und Arthrose

Eine Meta-Analyse randomisierter Studien zeigte, dass die Einnahme bei Kniearthrose Schmerzen und Steifigkeit leicht reduzieren kann (García-Coronado et al., 2019). Der Effekt ist kleiner als der von gezieltem Krafttraining und Gewichtsreduktion, kann aber eine sinnvolle Ergänzung sein.

Sehnen und Bänder

In einer Studie erhielten Probanden vor einem kurzen Seilspringtraining Gelatine mit Vitamin C. Im Blut stieg ein Marker für die Bildung neuer Fasern, wenn 15 Gramm Gelatine eine Stunde vor der Belastung eingenommen wurden (Shaw et al., 2017). Daraus entstand die Empfehlung, bei Sehnenproblemen etwa 30 bis 60 Minuten vor gezieltem Sehnentraining 10 bis 15 Gramm mit Vitamin C einzunehmen. Die Datenlage ist vielversprechend, aber noch klein.

Muskeln

Bei älteren Männern mit Sarkopenie führte die Kombination aus Krafttraining und 15 Gramm Peptiden täglich zu etwas mehr fettfreier Masse und Kraft als Training mit Placebo (Zdzieblik et al., 2015). Im Vergleich zu hochwertigem Protein wie Whey ist der Effekt auf die Muskelproteinsynthese jedoch geringer. Für den Muskelaufbau sollte es deshalb nicht die Hauptproteinquelle sein.

Dosierung und Einnahme

ZielTypische DosisHinweis
Haut2,5–10 g pro Tagmindestens 8–12 Wochen
Gelenke10 g Peptide oder 40 mg Typ II (undenaturiert)mindestens 3 Monate
Sehnen und Bänder10–15 g plus 50 mg Vitamin C30–60 Min. vor dem Training
Muskelaufbaunicht erste WahlWhey, Milchprodukte, Fleisch bevorzugen

Das Pulver ist geschmacksneutral und lässt sich in Kaffee, Smoothies, Joghurt oder Suppen einrühren. Die Einnahmezeit spielt ausser beim Sehnenprotokoll kaum eine Rolle. Wichtig ist die Regelmässigkeit: Die meisten Studien zeigen Effekte erst nach acht bis zwölf Wochen täglicher Einnahme. Wer nach drei Monaten keinen Unterschied bemerkt, kann das Supplement wieder absetzen.

Natürliche Quellen und Bausteine

  • Knochenbrühe: lange gekochte Brühe aus Knochen und Knorpel enthält Gelatine.
  • Haut von Fisch und Geflügel: gute natürliche Quellen.
  • Gelatine: in Desserts oder Sülze, chemisch eng verwandt mit den Peptiden.
  • Vitamin C: Peperoni, Kiwi, Zitrusfrüchte, Beeren und Brokkoli.
  • Zink und Kupfer: Nüsse, Samen, Hülsenfrüchte und Vollkorn.
  • Proteinreiche Ernährung: liefert genug Glycin und Prolin für die Eigenproduktion.

Kollagen im Sport: ein Praxis­protokoll für Sehnen

Bei Sehnenbeschwerden wie Achillessehnen- oder Patellasehnenproblemen steht gezieltes, schrittweise gesteigertes Belastungstraining im Mittelpunkt. Ein mögliches Protokoll, das auf den bisherigen Studien basiert, sieht so aus:

  • 30 bis 60 Minuten vorher: 10 bis 15 Gramm Peptide oder Gelatine mit etwa 50 Milligramm Vitamin C, zum Beispiel in Orangensaft.
  • Training: 5 bis 10 Minuten gezielte Sehnenbelastung, etwa isometrische Übungen oder langsames Fersenheben.
  • Pause: mindestens 6 Stunden bis zur nächsten Sehneneinheit, da das Gewebe nach kurzer Zeit weniger auf Reize reagiert.
  • Dauer: über mehrere Wochen bis Monate, kombiniert mit dem regulären Training.

Bei anhaltenden Schmerzen gehört die Abklärung zu einer Ärztin, einem Arzt oder in die Physiotherapie.

Mythen über Kollagen

  • «Es wandert direkt in die Haut»: Nein. Es wird verdaut und in Aminosäuren und kleine Peptide zerlegt. Diese können die Bindegewebszellen anregen, ein direkter Einbau findet nicht statt.
  • «Mehr ist besser»: Über 15 Gramm pro Tag gibt es keine Hinweise auf zusätzlichen Nutzen.
  • «Fischkollagen ist viel besser»: Es gibt keine überzeugenden Belege, dass die Herkunft einen relevanten Unterschied macht.
  • «Es ersetzt Proteinpulver»: Für den Muskelaufbau ist Whey oder ein anderes vollständiges Protein deutlich wirksamer.
  • «Nur Supplemente helfen»: Eine proteinreiche Ernährung mit genug Vitamin C unterstützt die körpereigene Produktion ebenfalls.

Worauf beim Kauf achten?

  • Hydrolysierte Peptide: die am besten untersuchte Form.
  • Reines Produkt: ohne Zucker, Süssstoffe und unnötige Zusätze.
  • Herkunft und Qualität: geprüfte Rohstoffe, unabhängige Laboranalysen auf Schwermetalle.
  • Realistische Versprechen: «Faltenfrei in zwei Wochen» ist ein Warnsignal.
  • Preis pro Gramm vergleichen: Drinks und Kapseln sind oft deutlich teurer als Pulver.

Für wen lohnt es sich?

Am ehesten profitieren Menschen mit Gelenkbeschwerden, Sportlerinnen und Sportler mit Sehnenproblemen in Kombination mit gezieltem Training sowie Frauen ab den Wechseljahren, die ihre Haut unterstützen möchten. Wer ausgewogen isst und genug Protein aufnimmt, braucht kein Supplement. Menschen mit Nierenerkrankungen sollten die Einnahme ärztlich absprechen. Einen Überblick über wirksame Nahrungsergänzungen im Sport gibt der Beitrag Omega-3 im Sport.

Supplemente im Ernährungs­coaching

Klientinnen und Klienten fragen häufig nach Supplementen. Ernährungscoaches sollten Studien einordnen, Marketingversprechen kritisch prüfen und realistische Erwartungen vermitteln können. Wie das funktioniert, lernst du in der Ernährungscoach Ausbildung der SNF Academy. Im Fitness Kombi Paket kombinierst du sie mit der Personal Trainer Ausbildung.

Fazit

Kollagen ist kein Wundermittel, aber auch kein reines Marketingprodukt. Für Haut und Gelenke gibt es moderate Belege, für Sehnen vielversprechende erste Daten. Eine ausgewogene, proteinreiche Ernährung mit genug Vitamin C, Krafttraining und Sonnenschutz bleiben die Basis. Wer zusätzlich supplementieren möchte, wählt reine Peptide und plant mindestens drei Monate ein.

Birol Isik, Gründer der SNF Academy der SNF Academy
Über den Autor

Birol Isik

Birol Isik ist Schweizer Unternehmer, Mentor, Mindset Coach und Gründer der SNF Academy. Seine Schwerpunkte liegen unter anderem auf Coaching, Kommunikation, Selbstführung und beruflicher Entwicklung. Als Berater und Coach begleitet er Menschen seit 2005.

Zum Profil birolisik.ch

Häufige Fragen.

Die wichtigsten Antworten zum Beitrag – kurz und verständlich.

Wirkt Kollagen wirklich?

Für Hautelastizität und Hautfeuchtigkeit sowie für leichte Linderung von Arthrosebeschwerden gibt es moderate Belege aus Studien. Wunder sollte man nicht erwarten.

Wie viel sollte man täglich einnehmen?

Je nach Ziel 2,5 bis 15 Gramm Peptide pro Tag über mindestens 8 bis 12 Wochen.

Ist Kollagen gut für den Muskelaufbau?

Nur eingeschränkt. Es fehlt die Aminosäure Tryptophan. Whey, Milchprodukte, Eier und Fleisch sind besser geeignet.

Gibt es veganes Kollagen?

Nein. Echte Präparate stammen immer von Tieren. Vegane Produkte liefern nur Aminosäuren und Vitamin C als Bausteine.

Wann sollte man es einnehmen?

Die Tageszeit spielt kaum eine Rolle. Für Sehnen empfiehlt sich die Einnahme mit Vitamin C 30 bis 60 Minuten vor dem Training.

Wo lerne ich, Supplemente fundiert zu beurteilen?

In der Ernährungscoach Ausbildung der SNF Academy lernst du Ernährungsphysiologie, Supplemente und Coaching.

Quellen

  1. 1

    PubMed Quelle

  2. 2

    PubMed Quelle

  3. 3

    PubMed Quelle

  4. 4

    PubMed Quelle

  5. 5

    Supplemente fundiert beurteilen lernen? Ernährungsphysiologie, Supplemente und Coaching lernst du in der Ernährungscoach Ausbildung der SNF Academy – online, flexibel und mit Diplom. Zur Ernährungscoach-Ausbildung Fitness Kombi-Paket ansehen