Zum ganzen Shop
Alle Ausbildungen
Online-AusbildungErnährungscoach Starter

Diplom in 9 Modulen – von Grundlagen Biologie über Makronährstoffe bis Ernährungscoaching. 100 % online.

CHF2’199statt CHF 4’998
Zur Ausbildung
Zwei DiplomeFitness Kombi Paket

Personal Trainer und Ernährungscoach in einem Paket – Training und Ernährung aus einer Hand.

CHF3’699statt CHF 9’996
Zur Ausbildung

Angebote

Fitness Kombi PaketZwei DiplomeCHF 3’699PREMIUM-Paket2 Diplome + BusinessCHF 7’949VIP Fitness & Business4 in 1 · 1:1 MentoringCHF 13’369

Immer inklusive

  • 365 Tage Zugang pro Ausbildung
  • Startdatum frei wählbar
  • Erste Online-Prüfung inklusive
  • Persönlicher Support
Mit Birol IsikBusiness Masterclass

Positionierung, Digital-Marketing, SEO & KI-Sichtbarkeit, Verkauf und Kundengewinnung.

Masterclass ansehen
Welche Ausbildung passt zu mir?Kostenlose Beratung
Quiz · 30 Sekunden
Womit möchtest du Menschen begleiten?
Was ist dein Ziel?
Unsere Empfehlung

Ansehen
Lieber persönlich?Daniela Isik und Birol Isik beraten dich kostenlos und unverbindlich.Beratung anfragen
Coaching-Übersicht
PersönlichkeitsentwicklungÜbersicht Persönlichkeitsentwicklung
Für wen geeignet?
Kontakt für Firmen
Beratung Selbstständigkeit
Blog
Studien
Ernährungscoach RatgeberÜbersicht Ernährungscoach Ratgeber
Karriere in der Schweiz
Fitnessstudios
Alle Beiträge
Über die SNF Academy
Anerkennung & Qualität
Bewertung
Mehr zur Akademie

Kefir: Wirkung, Nährwerte und Tipps für den Darm

Fermentierte Lebensmittel liegen im Trend, und Kefir ist eines der bekanntesten. Das säuerliche Getränk aus dem Kaukasus enthält eine besonders vielfältige Mischung aus Bakterien und Hefen.

  • Aktualisiert
  • 6 Min. Lesezeit
Frau Ende 20 mit rotem Haar giesst Kefir in ein Glas, daneben Haferflocken und Früchte, rustikale Landhausküche im Morgenlicht – Kefir
Kernaussage

Kefir ist eine fermentierte Milch, die mit Kefirknollen hergestellt wird, einer Lebensgemeinschaft aus Milchsäurebakterien und Hefen.

Was es für Darm und Gesundheit wirklich bringt, liest du hier.

Kefir ist ein fermentiertes Milchgetränk, das ursprünglich aus dem Kaukasus stammt und heute in vielen Supermärkten steht. Es schmeckt leicht säuerlich, prickelt manchmal etwas und gilt als eines der vielfältigsten probiotischen Lebensmittel überhaupt. Mit dem wachsenden Interesse an Darmgesundheit und Mikrobiom ist auch die Nachfrage nach fermentierten Lebensmitteln stark gestiegen.

In diesem Beitrag erfährst du, wie das Getränk entsteht, welche Nährwerte es hat, was die Forschung über die Wirkung auf Darm, Verdauung und Immunsystem sagt und worauf du beim Kauf oder bei der eigenen Herstellung achten solltest. Grundlagen zum Thema findest du im Beitrag Darmgesundheit.

Kefir-Knollen auf einem Holzlöffel über einem Glas mit Milchkefir – SNF Academy
Kefirknollen: eine Lebensgemeinschaft aus Milchsäurebakterien und Hefen, die Milch fermentiert.

Dieser Beitrag ergänzt Darmgesundheit und Verdauung verbessern.

Was ist Kefir?

Für die Herstellung werden sogenannte Kefirknollen in Milch gegeben. Diese blumenkohlartigen Gebilde bestehen aus einer Matrix aus Eiweiss und Polysacchariden, in der Dutzende Arten von Milchsäurebakterien, Essigsäurebakterien und Hefen zusammenleben. Bei Raumtemperatur fermentieren sie die Milch innerhalb von 24 bis 48 Stunden. Die Bakterien bauen Milchzucker zu Milchsäure ab, die Hefen bilden etwas Kohlensäure und sehr geringe Mengen Alkohol. Anschliessend werden die Knollen abgesiebt und können erneut verwendet werden.

Im Supermarkt ist das Produkt meist mit standardisierten Starterkulturen statt mit echten Knollen hergestellt. Es enthält dann weniger verschiedene Mikroorganismen, ist aber im Geschmack gleichmässiger. Echter Knollenkefir ist mikrobiell deutlich vielfältiger (Bourrie et al., 2016).

Nährwerte pro 100 Milliliter

NährstoffKefir 1,5 % FettKefir 3,5 % Fett
Energieca. 45 kcalca. 62 kcal
Protein3,3 g3,3 g
Kohlenhydrate4 g4 g
Fett1,5 g3,5 g
Calciumca. 120 mgca. 120 mg

Ein Glas mit 250 Millilitern liefert damit etwa 8 Gramm Protein und rund ein Drittel des täglichen Calciumbedarfs. Hinzu kommen B-Vitamine wie B2 und B12, die teilweise während der Fermentation gebildet werden (Rosa et al., 2017).

Kefir: 7 wichtige Fakten zur Wirkung

1

Vielfältige Mikroben

Echter Knollenkefir enthält deutlich mehr verschiedene Bakterien und Hefen als Joghurt.

2

Darmflora

Fermentierte Lebensmittel können die Vielfalt des Mikrobioms erhöhen.

3

Weniger Laktose

Die Bakterien bauen Milchzucker ab, was die Verträglichkeit verbessert.

4

Protein und Calcium

Hochwertiges Milcheiweiss und Mineralstoffe für Muskeln und Knochen.

5

Immunsystem

Ein grosser Teil der Immunzellen sitzt im Darm, das Mikrobiom beeinflusst sie.

6

Wenig Alkohol

Hausgemachte Varianten können geringe Mengen Alkohol enthalten, meist unter 1 %.

7

Kein Heilmittel

Es ist ein gesundes Lebensmittel, ersetzt aber keine Therapie.

Was sagt die Forschung?

Viele gesundheitliche Effekte wurden bisher vor allem im Labor und in Tierstudien untersucht. Übersichtsarbeiten beschreiben antimikrobielle, entzündungshemmende und cholesterinsenkende Eigenschaften, betonen aber, dass gut kontrollierte Studien am Menschen noch begrenzt sind (Bourrie et al., 2016; Rosa et al., 2017).

Eine wichtige Humanstudie stammt von der Stanford University: Teilnehmende, die zehn Wochen lang täglich mehrere Portionen fermentierter Lebensmittel wie Joghurt, Kefir, Kimchi und Sauerkraut assen, zeigten eine höhere Vielfalt der Darmbakterien und niedrigere Werte von 19 Entzündungsmarkern im Blut. Eine ballaststoffreiche Vergleichsgruppe zeigte diese Effekte in diesem Zeitraum nicht (Wastyk et al., 2021). Das spricht dafür, fermentierte Lebensmittel regelmässig in den Speiseplan einzubauen.

Kefir bei Laktoseintoleranz

Während der Fermentation bauen die Mikroorganismen einen Teil des Milchzuckers ab. Zudem liefern die Bakterien selbst das Enzym Beta-Galactosidase, das im Darm bei der Verdauung von Laktose hilft. In einer Studie mit Erwachsenen mit Laktosemaldigestion verbesserte das Getränk die Laktoseverdauung und verringerte Beschwerden wie Blähungen im Vergleich zu Milch deutlich (Hertzler & Clancy, 2003). Viele Betroffene vertragen kleine Mengen daher gut. Bei starker Intoleranz empfiehlt es sich, mit wenig zu beginnen.

Milchkefir, Wasserkefir und Joghurt im Vergleich

ProduktBasisMikroorganismenProtein
MilchkefirMilchBakterien und Hefen, sehr vielfältigca. 3,3 g/100 ml
WasserkefirZuckerwasser, FrüchteBakterien und Hefen, andere Artenkaum
NaturjoghurtMilchmeist 2 bis 4 Bakterienstämmeca. 3,5 g/100 g
SkyrMagermilchwenige Bakterienstämmeca. 11 g/100 g

Wasserkefir ist eine vegane Alternative, liefert aber kaum Protein und Calcium und kann je nach Gärdauer noch Zucker enthalten. Wer vor allem Protein sucht, ist mit Skyr oder Quark besser bedient.

Wie viel Kefir pro Tag?

Eine offizielle Empfehlung gibt es nicht. In Studien wurden meist 200 bis 500 Milliliter pro Tag verwendet. Für den Einstieg reicht ein kleines Glas mit 100 bis 150 Millilitern, da sich der Darm an die Mikroorganismen gewöhnen muss. Anfangs können leichte Blähungen auftreten. Wichtiger als die genaue Menge ist die Regelmässigkeit und eine insgesamt abwechslungsreiche, ballaststoffreiche Ernährung. Mehr dazu liest du im Beitrag Ballaststoffe.

Selbst herstellen: so geht es

  • Knollen besorgen: zum Beispiel aus dem Reformhaus oder von Bekannten.
  • Ansetzen: 1 bis 2 Esslöffel Knollen in 250 bis 500 Milliliter Milch in ein sauberes Glas geben.
  • Fermentieren: locker abgedeckt 24 bis 48 Stunden bei Raumtemperatur stehen lassen.
  • Absieben: mit einem Kunststoffsieb abgiessen und die Knollen in frische Milch geben.
  • Kühlen: das fertige Getränk im Kühlschrank lagern und innerhalb weniger Tage trinken.

Hygiene ist wichtig: Riecht das Produkt faulig oder zeigt es Schimmel, gehört es entsorgt.

Worauf du beim Kauf achten solltest

  • Natur statt Frucht: Fruchtvarianten enthalten oft zugesetzten Zucker. Besser selbst mit frischen Beeren mischen.
  • Lebende Kulturen: Hinweise wie «mit lebenden Kulturen» zeigen, dass das Produkt nicht nachträglich erhitzt wurde.
  • Kurze Zutatenliste: Im Idealfall nur Milch und Kulturen, ohne Verdickungsmittel und Aromen.
  • Bio-Milch: ist geschmacklich oft runder und stammt aus Weidehaltung, ein Muss ist sie aber nicht.
  • Haltbarkeit: Die Säure macht das Getränk lange haltbar, nach dem Öffnen aber innerhalb weniger Tage aufbrauchen.

Wer es geschmacklich milder mag, beginnt mit einer Mischung aus Naturjoghurt und dem fermentierten Getränk oder püriert es mit einer reifen Banane. So gewöhnt sich der Gaumen schrittweise an die säuerliche Note, und der Darm an die neuen Mikroorganismen.

Einsatz im Alltag und im Sport

Das Getränk eignet sich pur, im Smoothie mit Beeren, über Müesli oder als Basis für Overnight Oats und Salatsaucen. Nach dem Training liefert ein grosses Glas mit einer Banane Protein und Kohlenhydrate für die Regeneration. Für Sportlerinnen und Sportler ist zudem interessant, dass ein gesunder Darm die Nährstoffaufnahme unterstützt. Wie du dein Immunsystem über die Ernährung stärkst, erfährst du im Beitrag Immunsystem stärken.

Für wen ist Vorsicht geboten?

Menschen mit Milcheiweissallergie sollten auf Milchkefir verzichten. Bei stark geschwächtem Immunsystem, etwa während einer Chemotherapie, sollten lebende Mikroorganismen nur nach ärztlicher Rücksprache konsumiert werden. Wegen der geringen Alkoholmengen in hausgemachten Varianten sind Kinder, Schwangere und Menschen mit Alkoholverzicht mit gekauften Produkten besser beraten.

Fermentierte Lebensmittel im Ernährungs­coaching

Darmgesundheit ist eines der wichtigsten Themen in der Ernährungsberatung. Ernährungscoaches helfen Klientinnen und Klienten, fermentierte Lebensmittel und Ballaststoffe schrittweise in den Alltag zu integrieren, Unverträglichkeiten zu erkennen und realistische Erwartungen zu setzen. Wie du diese Kompetenzen aufbaust, lernst du in der Ernährungscoach Ausbildung der SNF Academy. Im Fitness Kombi Paket verbindest du sie mit der Personal Trainer Ausbildung.

Fazit

Kefir ist ein nährstoffreiches, fermentiertes Lebensmittel mit einer besonders vielfältigen Mikrobengemeinschaft. Die Forschung deutet darauf hin, dass fermentierte Lebensmittel die Darmflora bereichern und Entzündungen senken können. Ein Wundermittel ist das Getränk nicht, aber eine einfache und schmackhafte Ergänzung für eine darmfreundliche Ernährung, besonders in Kombination mit viel Gemüse, Vollkorn und Hülsenfrüchten.

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche oder therapeutische Beratung.

Birol Isik, Gründer der SNF Academy der SNF Academy
Über den Autor

Birol Isik

Birol Isik ist Schweizer Unternehmer, Mentor, Mindset Coach und Gründer der SNF Academy. Seine Schwerpunkte liegen unter anderem auf Coaching, Kommunikation, Selbstführung und beruflicher Entwicklung. Als Berater und Coach begleitet er Menschen seit 2005.

Zum Profil birolisik.ch

Häufige Fragen.

Die wichtigsten Antworten zum Beitrag – kurz und verständlich.

Ist Kefir gesund?

Ja. Das fermentierte Getränk liefert Protein, Calcium, B-Vitamine und lebende Mikroorganismen. Fermentierte Lebensmittel können die Vielfalt der Darmflora erhöhen.

Wie viel Kefir sollte man täglich trinken?

Es gibt keine offizielle Empfehlung. Studien verwenden meist 200 bis 500 Milliliter pro Tag. Für den Einstieg reicht ein kleines Glas.

Ist Kefir bei Laktoseintoleranz verträglich?

Viele Betroffene vertragen ihn besser als Milch, weil die Bakterien einen Teil der Laktose abbauen. Bei starker Intoleranz mit kleinen Mengen beginnen.

Was ist der Unterschied zwischen Kefir und Joghurt?

Joghurt wird meist mit wenigen Bakterienstämmen hergestellt, echter Knollenkefir enthält Dutzende Bakterien- und Hefearten und ist flüssiger.

Enthält Kefir Alkohol?

Durch die Hefen können geringe Mengen entstehen, bei hausgemachten Varianten meist unter 1 Prozent. Gekaufte Produkte enthalten in der Regel nur Spuren.

Wo lerne ich mehr über Ernährung und Darmgesundheit?

In der Ernährungscoach Ausbildung der SNF Academy lernst du Ernährungsphysiologie, Darmgesundheit und Coaching.

Quellen

  1. 1

    PubMed Quelle

  2. 2

    PubMed Quelle

  3. 3

    PubMed Quelle

  4. 4

    PubMed Quelle

  5. 5

    Darmgesundheit fundiert beraten? Ernährungsphysiologie, Darmgesundheit und Coaching lernst du in der Ernährungscoach Ausbildung der SNF Academy – online, flexibel und mit Diplom. Zur Ernährungscoach-Ausbildung Fitness Kombi-Paket ansehen