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Erfahrungen mit sozialen Kompetenzen: Zweifel und Antworten

Erfahrungen mit sozialen Kompetenzen: Welche Zweifel Berufstätige haben, was die Forschung dazu sagt und wie die Ausbildung der SNF Academy dabei hilft.

  • 10 Min. Lesezeit
Junge Physiotherapeutin mit hellblauem Kopftuch im Gespräch mit einer älteren Klientin in einer hellen Praxis, Glas-Panel zu Erfahrungen mit sozialen Kompetenzen, SNF Academy.
Kernaussage

Wer soziale Kompetenzen entwickeln will, hat meist drei Zweifel: Lässt sich das lernen, bringt es mir beruflich etwas, und finde ich dafür Zeit?

Vor jeder Weiterbildung kommen die Zweifel. Bei sozialen Kompetenzen sind sie besonders leise und besonders hartnäckig. «Ich bin eben so, wie ich bin», «Reden kann man oder nicht», «Dafür habe ich keine Zeit». Solche Sätze klingen nach Gewissheit, sind aber meist Vermutungen, die sich prüfen lassen.

Dieser Artikel nimmt die häufigsten Zweifel ernst und beantwortet sie mit Forschung, Alltagsbeispielen und den Erfahrungen, die Teilnehmende der SNF Academy machen. Die SNF Academy bildet seit 2005 aus. Gegründet wurde sie von Birol Isik, Daniela Isik unterrichtet als Dozentin und Co-Leiterin. Die Beispiele sind typische Situationen aus dem Berufsalltag und keine einzelnen Personen.

Zweifel 1: Lassen sich soziale Kompetenzen überhaupt lernen?

Das ist die häufigste Frage, und die Forschung beantwortet sie mit Ja. Die Ökonomen James Heckman und Tim Kautz haben in ihrer Übersicht «Hard evidence on soft skills» zusammengetragen, dass sich Soft Skills im Unterschied zu manch anderem verändern und fördern lassen. Sie beeinflussen Erfolg in Ausbildung und Beruf mit.

Auch die Forschung zu sozialem und emotionalem Lernen stützt das. Eine Meta-Analyse von Joseph Durlak und Kollegen, in der viele Studien zusammengefasst wurden, fand bei Programmen zu diesen Fähigkeiten Verbesserungen bei sozialen Fähigkeiten und Haltungen. Die Studie untersuchte Schülerinnen und Schüler. Für Erwachsene sind die Befunde nicht eins zu eins übertragbar, sie zeigen aber, dass gezieltes Üben wirkt.

Die Erfahrung aus der Ausbildung deckt sich damit. Wer regelmässig übt, Rückmeldungen annimmt und Gespräche reflektiert, wird sicherer. Das geht nicht über Nacht, aber es geht.

Zweifel 2: Bringt mir das beruflich überhaupt etwas?

Die Frage ist berechtigt. Der Harvard-Ökonom David Deming hat gezeigt, dass im amerikanischen Arbeitsmarkt zwischen 1980 und 2012 Berufe mit hohen Anforderungen an soziale Fähigkeiten stark gewachsen sind, besonders dort, wo Fachwissen und soziale Fähigkeiten zusammenkommen. Die Zahlen stammen aus den USA, die Richtung ist aber auch für die Schweiz plausibel: Wo Maschinen Routinen übernehmen, bleibt das Gespräch zwischen Menschen.

Im Personal Training, in der Ernährungsberatung und im Coaching ist das besonders sichtbar. Hier ist die Beziehung ein Teil der Leistung. Ein Trainingsplan wirkt nur, wenn die Kundin ihn umsetzt. Und sie setzt ihn um, wenn sie sich verstanden fühlt.

Dazu kommt der Blick auf die Gesundheit. Eine grosse Meta-Analyse von Julianne Holt-Lunstad und Kollegen über viele Studien zeigt, dass stabile soziale Beziehungen mit einer höheren Überlebenswahrscheinlichkeit zusammenhängen. Wer andere Menschen im Training begleitet, arbeitet also an einer Grundlage, die weit über den Plan hinausgeht. Wie das im Gruppentraining aussieht, beschreibt der Artikel Soziale Kontakte und Gesundheit: die Rolle von Gruppentraining.

Du willst Ernährung fachlich fundiert einordnen und andere verständlich beraten?

Zweifel 3: Ich habe keine Zeit dafür

Zeit ist der Zweifel, der am häufigsten tatsächlich zutrifft. Wer Beruf, Familie und Alltag jongliert, möchte keine Ausbildung mit starren Terminen. Deshalb ist die Personal-Trainer-Ausbildung der SNF Academy online aufgebaut. Du lernst auf dem Campus, hast 365 Tage Zugang, wählst dein Startdatum frei und bestimmst das Tempo selbst. Persönlicher Support begleitet dich.

Prüfungsvorbereitungsdokumente gibt es bei jedem prüfungsrelevanten Modul. Die Abschlussprüfung findet online statt (Multiple-Choice, 90 Minuten), die erste Prüfung ist inklusive. So kannst du abends, am Wochenende oder in ruhigen Phasen lernen und dich Schritt für Schritt vorarbeiten.

Zweifel 4: Was, wenn ich im Gespräch unsicher bin?

Viele Menschen, die Personal Trainer oder Coach werden wollen, kennen diese Sorge. Sie haben Fachwissen oder Leidenschaft, aber im Gespräch mit Fremden fehlen ihnen die Worte. Das ist kein Ausschlusskriterium, sondern ein Ausgangspunkt.

Stell dir eine Teilnehmerin vor, die im Fitnessstudio gut trainiert, aber ungern Neues anspricht. Sie lernt in der Ausbildung, wie ein Erstgespräch aufgebaut ist: Ziel klären, Vorgeschichte erfragen, Erwartungen festhalten, nächste Schritte vereinbaren. Mit dieser Struktur wird das Gespräch nicht zum Auftritt, sondern zu einem Ablauf, den sie vorbereiten und üben kann.

  • Eine feste Eröffnung reduziert die Anspannung: Du weisst, wie du anfängst.
  • Offene Fragen übernehmen die Gesprächsführung: Du hörst, statt zu erklären.
  • Eine kurze Zusammenfassung gibt Sicherheit: «Habe ich dich richtig verstanden?»
  • Ein klarer Abschluss schafft Verbindlichkeit: Wer macht bis wann was?

Mit jeder Wiederholung fällt es leichter. Das ist der Kern dessen, was Teilnehmende als Gewinn beschreiben: Sie werden im Gespräch ruhiger, weil sie wissen, was sie tun.

Zweifel 5: Reichen Selbststudium oder ein einzelner Kurs nicht?

Doch, in manchen Situationen schon. Wer im aktuellen Beruf bleibt und gezielt eine Fähigkeit stärken möchte, etwa Feedback geben, profitiert von einem kurzen Kurs. Wer aber aus dem Thema einen Beruf oder ein zweites Standbein machen will, braucht mehr als einzelne Bausteine: Fachwissen, Gesprächspraxis und einen Abschluss, den Kunden einordnen können.

Die Personal-Trainer-Ausbildung ist durch QualiCert geprüft und anerkannt. Absolventinnen und Absolventen verfügen über vertieftes Wissen und können Kunden im Fitnessstudio, im Outdoor-Training oder in Sportvereinen professionell beraten und betreuen. Wir empfehlen unseren Teilnehmenden, erste praktische Erfahrungen im Fitnessstudio zu sammeln und sich laufend weiterzuentwickeln. Nach der Ausbildung kannst du dich durch QualiCert zertifizieren lassen. Bei Fragen nimm unverbindlich Kontakt mit unseren Expertinnen und Experten auf.

Alle Details zum Weg findest du auf der Seite zur Personal-Trainer-Ausbildung in der Schweiz.

Welche typischen Situationen zeigen den Unterschied?

Drei Alltagssituationen, wie sie in der Beratung immer wieder vorkommen, machen sichtbar, was soziale Kompetenzen ausmachen. Es sind typische Beispiele und keine einzelnen Personen.

Erstens das Erstgespräch. Ein Interessent sagt, er wolle «fitter werden». Wer sofort einen Plan anbietet, verpasst das Wesentliche. Wer nachfragt, hört vielleicht, dass er seit einem Jahr im Schichtdienst arbeitet und abends kaum Energie hat. Aus dem allgemeinen Wunsch wird ein konkretes Ziel mit realistischen Trainingszeiten.

Zweitens der Rückschlag. Eine Kundin hat zwei Wochen ausgesetzt und fühlt sich schlecht. Die Fachperson, die Vorwürfe macht, verliert sie. Die Fachperson, die Verständnis zeigt, den Grund erfragt und den Plan anpasst, behält sie. Rückschläge gehören zu jedem Weg, entscheidend ist, wie das Gespräch danach verläuft.

Drittens die Zusammenarbeit im Team. In einem Fitnessstudio-Team teilen sich mehrere Trainerinnen und Trainer Kunden und Räume. Wer Absprachen klar formuliert und Kritik sachlich anspricht, vermeidet Missverständnisse. Das spart Zeit und schafft ein Klima, in dem Kunden sich wohlfühlen.

In allen drei Situationen entscheidet nicht das Fachwissen allein. Es entscheidet, ob du es in ein Gespräch übersetzen kannst, das der andere versteht und annimmt.

Was gehört zu einem guten ersten Gespräch?

Ein gutes Erstgespräch folgt keinem Skript, aber einer Struktur. Sie gibt dir Sicherheit und dem Gegenüber das Gefühl, ernst genommen zu werden. Zuerst klärst du, was die Person erreichen will und warum es ihr gerade jetzt wichtig ist. Danach fragst du nach Vorgeschichte, Alltag und bisherigen Erfahrungen. Dann hältst du gemeinsam fest, woran ihr Fortschritt erkennt, und vereinbarst den nächsten Schritt.

Dieser Ablauf klingt einfach, verlangt aber Übung. Viele Fachleute reden im ersten Gespräch zu viel und fragen zu wenig. Wer lernt, Pausen auszuhalten und nachzufragen, erfährt mehr und kann gezielter beraten. Genau diese Haltung ist Teil dessen, was die SNF Academy ihren Teilnehmenden mitgibt, und sie hilft später auch in Verkaufsgesprächen, wenn du ein eigenes Angebot aufbaust.

Wer mit Ruhe und Struktur ins Gespräch geht, wirkt kompetent, auch wenn er noch am Anfang steht. Kunden spüren, ob jemand zuhört, und bleiben bei Menschen, bei denen sie sich gut aufgehoben fühlen.

Wie übst du das konkret im Alltag?

Soziale Kompetenzen wachsen durch kleine, regelmässige Schritte. Du musst nicht auf eine Ausbildung warten, um zu beginnen:

  • Höre in einem Gespräch pro Tag bewusst zu, ohne zu unterbrechen, und fasse am Ende zusammen.
  • Stelle in einem Gespräch pro Woche eine offene Frage mehr als sonst.
  • Gib einmal pro Woche eine konkrete, positive Rückmeldung an eine Person.
  • Notiere nach wichtigen Gesprächen, was gut lief und was du das nächste Mal anders machen würdest.

Wer diese Schritte in eine Ausbildung einbettet, bekommt zusätzlich Struktur, Rückmeldung und einen Abschluss. Das ist der Unterschied zwischen Ausprobieren und gezieltem Aufbau.

Das lernst du in der Ausbildung

Die Personal-Trainer-Ausbildung der SNF Academy vermittelt dir das Fachwissen für die Beratung und Betreuung von Kunden und das Handwerk für gute Gespräche. Du lernst, Ziele zu klären, Trainingspläne verständlich zu erklären, Motivation zu erhalten und mit Rückschlägen umzugehen. Daniela Isik und Birol Isik begleiten dich als Dozierende.

Wer danach selbstständig arbeiten möchte, findet mit der Business Masterclass und dem individuellen Coaching mit Birol Isik Unterstützung bei Positionierung, Kundengewinnung und Markenaufbau.

Was erzählen Teilnehmende nach der Ausbildung?

Die SNF Academy hat über 200 Erfahrungsberichte von Teilnehmenden. Sie beschreiben unterschiedliche Wege: Manche starten nebenberuflich, andere machen aus ihrem Hobby einen Beruf, wieder andere ergänzen ein bestehendes Angebot. Wiederkehrende Themen sind der Gewinn an Sicherheit im Auftreten, ein klarer Ablauf für Beratungsgespräche und die Möglichkeit, im eigenen Tempo zu lernen.

Wie Vertrauen in der Beratung sichtbar wird, beschreibt auch der Artikel Soziale Bewährtheit: Bewertungen in der Ernährungsberatung. Er zeigt, warum Stimmen anderer Kundinnen und Kunden für neue Interessierte wichtig sind und wie du sie ehrlich einsetzt.

Wichtig ist uns, dass du dir selbst ein Bild machst. Im Strategiegespräch kannst du alle Fragen stellen, auch die kritischen.

Wie wird aus Kompetenz ein eigenes Angebot?

Viele Teilnehmende gehen nach der Ausbildung den Schritt in die Selbstständigkeit, nebenberuflich oder vom Hobby zum Beruf. Dafür gibt es die Business Masterclass und das individuelle Coaching mit Birol Isik, in dem es um Positionierung, Kundengewinnung und Markenaufbau geht. Mehr zu Birol Isik findest du auf www.birolisik.ch.

Daniela Isik vermittelt als Dozentin Videoinhalte und Storytelling, mehr dazu auf www.danielaisik.ch. Für Sichtbarkeit und Online-Auftritt lohnt der Blick auf www.onspire.ch. Die Seite zur Business Masterclass zeigt, wie aus Fachwissen ein Angebot wird, das Menschen buchen.

Wer zusätzlich Ernährung in sein Angebot aufnehmen will, findet auf der Seite zum Ernährungscoach Starter den passenden Einstieg, das Fitness Kombi Paket verbindet beides. Die Lernplattform erreichst du über www.snfa-campus.ch.

Wie startest du ohne Risiko?

Der beste erste Schritt ist das kostenlose und unverbindliche Strategiegespräch. Daniela Isik und Birol Isik beraten dich persönlich zu Ausbildung, Zeitplan und Zielen. Du erzählst, was du erreichen willst, und erhältst eine klare Empfehlung. Ablauf und Vorbereitung erklärt die Seite Strategiegespräch zur Ausbildung.

Bereite dazu drei Fragen vor: In welchen Situationen möchte ich sicherer auftreten? Wie viel Zeit habe ich pro Woche? Wo möchte ich in zwölf Monaten stehen? Mit diesen Antworten wird das Gespräch konkret, und du erfährst, welcher Schritt zu dir passt.

Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information. Er ersetzt keine rechtliche, steuerliche oder ärztliche Beratung. Angaben zu unseren Ausbildungen findest du jeweils auf der verlinkten Seite.

Redaktionell und fachlich geprüft von Daniela Isik (Co-Leiterin und Dozentin) und dem Team der SNF Academy. Die belegenden Studien aus PubMed und weiteren Quellen stehen im Abschnitt Quellen.

Birol Isik, Gründer der SNF Academy
Über den Autor

Birol Isik

Birol Isik ist Schweizer Unternehmer, Mentor, Mindset Coach und Gründer der SNF Academy. Seine Schwerpunkte liegen unter anderem auf Coaching, Kommunikation, Selbstführung und beruflicher Entwicklung. Als Berater und Coach begleitet er Menschen seit 2005.

Zum Profil birolisik.ch

Häufige Fragen.

Die wichtigsten Antworten zum Beitrag, kurz und verständlich.

Lassen sich soziale Kompetenzen lernen?

Ja. Die Forschung zu Soft Skills zeigt, dass sie sich im Unterschied zu manch anderem verändern und fördern lassen. Am besten gelingt das durch regelmässiges Üben in echten Situationen mit Rückmeldung, zum Beispiel in einer Ausbildung mit Beratungsanteil.

Bringen soziale Kompetenzen beruflich wirklich etwas?

Ja. Forschung aus Harvard zeigt, dass Berufe, in denen Fachwissen und soziale Fähigkeiten zusammenkommen, im Arbeitsmarkt besonders gewachsen sind. Im Personal Training und Coaching ist die Beziehung ein Teil der Leistung, und Kunden bleiben bei Fachleuten, die sie verstehen.

Was tue ich, wenn ich im Gespräch unsicher bin?

Du lernst eine feste Struktur für Gespräche: Ziel klären, offene Fragen stellen, Gehörtes zusammenfassen, nächste Schritte vereinbaren. Mit Wiederholung wird daraus Routine. Unsicherheit ist ein Ausgangspunkt und kein Hindernis.

Wie viel Zeit brauche ich für die Ausbildung?

Du lernst online auf dem Campus, hast 365 Tage Zugang, wählst dein Startdatum frei und bestimmst dein Tempo selbst. Persönlicher Support begleitet dich, Prüfungsvorbereitungsdokumente gibt es bei jedem prüfungsrelevanten Modul.

Welchen Abschluss bekomme ich?

Nach der Online-Abschlussprüfung (Multiple-Choice, 90 Minuten, erste Prüfung inklusive) erhältst du den Abschluss «dipl. Personal Trainer SNFA». Die Ausbildung ist durch QualiCert geprüft und anerkannt.

Wie beginne ich?

Mit dem kostenlosen Strategiegespräch zur Ausbildung. Du sprichst mit Daniela Isik und Birol Isik über Ziel, Zeitrahmen und den passenden Weg und erhältst konkrete nächste Schritte.

Quellen

  1. 1

    Heckman JJ, Kautz T, Labour Economics 2012: Hard evidence on soft skills

  2. 2

    Deming DJ, Quarterly Journal of Economics 2017 (Harvard University): The Growing Importance of Social Skills in the Labor Market

  3. 3

    Durlak JA und Kollegen, Child Development 2011: The impact of enhancing students' social and emotional learning, a meta-analysis of school-based universal interventions

  4. 4

    Holt-Lunstad J, Smith TB, Layton JB, PLoS Medicine 2010: Social relationships and mortality risk, a meta-analytic review